Das lange Warten hat ein Ende: Von Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. Januar, rollt wieder der Ball in der Hachenburger Rundsporthalle, denn der weit über die Grenzen des Westerwaldes hinaus bekannte Pils-Cup wird abermals Hunderte Zuschauer rund um die Rundumbande locken. Das Hallenevent wird von der SG Müschenbach/Hachenburg organisiert und zum bereits 33. Mal ausgerichtet. Gegründet wurde der Budenzauber einst von Achim Hörter, dem Geschäftsführer der SG, der in der Brauerei Hachenburger sehr schnell einen Kooperationspartner finden konnte. Das Teilnehmerfeld besteht aus 40 Mannschaften, welche in der Vorrunde in zehn Gruppen antreten und um die begehrten 20 Plätze der Zwischenrunde kämpfen. Aus den fünf Vierergruppen der Zwischenrunde qualifizieren sich dann acht Teams für das Viertelfinale. Es folgen zwei Halbfinals, das Spiel um Platz drei sowie das große Finale um den Hachenburger Pils-Cup. Aktueller Titelverteidiger ist die SG Lautzert/Berod aus der Fußball-Bezirksliga Ost.

Die Gründe, warum das traditionsreiche Hallenevent in der Rundsporthalle in Hachenburg immer einen Besuch wert ist, erläutert Vorstandsmitglied Daniel Weidenfeller: „Es gibt viele Gründe, welche den Hachenburger Pils-Cup einzigartig machen. Angefangen von der Größe des Turnieres mit 40 Mannschaften und annähernd 20 Stunden Hallenfußball an insgesamt drei Turniertagen – und das ganze mit Vollbande. Dann möchte ich noch den besonderen Reiz für Spieler und Zuschauer, welcher die sportlichen Duelle zwischen David und Goliath (Kreisligist und Oberligist) ausmacht und die Halle immer wieder zum Kochen bringt, erwähnen. Darüber hinaus ist der Pils-Cup für viele Fußballer und Fußballbegeisterte aus der Region wie ein großes Klassentreffen. Liebhaber des Hallenfußballs treffen sich am Jahresbeginn wieder, halten bei einem leckeren Hachenburger ein nettes Schwätzchen und vernetzen sich untereinander. Auch zeigt das Turnier, dass sich die Spieler auf dem Platz als Gegner gegenüberstehen, aber im Anschluss an die Spiele gemeinsam auf der Tribüne gefeiert wird.“

Der Hallensprecher beim Pils-Cup ist seit vielen Jahren der Hillscheider Stefan Freisberg. Seit dem Jahr 2010 darf er den Budenzauber moderieren und erklärt gegenüber unserer Redaktion, warum er den Budenzauber gerne moderiert: „Ich empfinde das bis heute als außerordentliche Auszeichnung und Ehre, dass ich den besten Platz in der Halle bekomme und alle Spiele erleben darf. Es gibt und gab viele gute Hallenturniere. Aber so eine Stimmung wie in Hachenburg gibt es landauf, landab hier nicht noch einmal – sowohl für die Zuschauer als auch für die Spieler. Das ist einfach ein Fußballereignis. Jedes Jahr 40 Mannschaften aus der niedrigsten bis zur regional höchsten Klasse unter ein Dach zu bekommen, da sind eine ganze Menge Leute gefragt, die mit anpacken. Was die Hauptakteure jedes Jahr in die Halle bringen, ist schon einzigartig.“

Die Organisatoren haben auch in diesem Jahr wieder ein lukratives Teilnehmerfeld auf die Beine gestellt. „Die wenigsten Spieler sind es gewohnt, vor so vielen Leuten zu spielen. Für die ist es dann mal die Möglichkeit, Stadionatmosphäre zu erleben. Und es kommt Jahr für Jahr vor, dass es Pils-Cup-Momente gibt, bei denen man sich denkt: Das ist wie auf dem Betze“, sagt Freisberg. Am ersten Turniertag rollt ab 18.15 Uhr der Ball. Gespielt wird die Gruppenphase in den Gruppen 3, 4, 7 und 9. Am Samstag, dem zweiten Turniertag, werden dann die Gruppensieger in den Gruppen 1, 2, 5, 6, 8 und 10 ausgespielt. Die Zwischenrunde beginnt dann am Sonntag, 25. Januar, um 10.30 Uhr, die Finalphase reiht sich daran an. Das Endspiel wird um 17.50 Uhr angepfiffen, es wird der Nachfolger des Vorjahressiegers SG Lautzert/Berod gesucht. Im Anschluss gibt es dann die Siegerehrung.

Die einzelnen Gruppen der 33. Auflage des Hachenburger Pils-Cups im Überblick:
Gruppe 1: FC Waldbrunn, SG Gebhardshainer Land, SG Wallmenroth, SG Grenzbachtal.
Gruppe 2: SG Hundsangen, SG Puderbach, SG Westerburg, TuS Bad Marienberg.
Gruppe 3: FV Engers, SG Hammer Land, SG Herschbach-Schenkelberg, Spfr Ingelbach.
Gruppe 4: SG Altenkirchen, SG Basalt, SG Herschbach/Girkenroth/Salz, EGC Wirges.
Gruppe 5: SG 06 Betzdorf, SG Alpenrod-Lochum/N./U., FSV Kroppach, TuS Dietkirchen.
Gruppe 6: SG Herdorf, SG Mittelhof/N., SG Müschenbach/Hachenburg, TuS Montabaur.
Gruppe 7: SG Malberg, SG Weitefeld, SSV Hattert, Eisbachtaler Sportfreunde.
Gruppe 8: SG Atzelgift, FC Niederroßbach, SG Mülheim-Kärlich, Sportfreunde Daaden.
Gruppe 9: SG Lautzert/Berod, SG Guckheim/Kölbingen, TuS Driedorf, FSV Merkelbach.
Gruppe 10: SG Rennerod, SV Adler Derschen, SF Höhr-Grenzhausen, VfB Wissen.
Bildquelle: SG Müschenbach/Hachenburg