Kevin Kollikowski vom SSV Weyerbusch kann "fast" alles

Run.de-Story: aus dem Tor ins Feld und wieder zurück!

22. März 2020 14:52

Die fußballfreie Zeit wollen wir auch dazu nutzen, um euch ganz besondere Kicker aus der Region vorzustellen. Jungs oder auch Mädchen, die ganz besonders sind. Den Anfang macht Kevin Kollikowski vom SSV Weyerbusch. Habt auch ihr so einen "verrückten" Typen in euren Reihen, dann schreibt uns eure Run.de-Story und wir veröffentlichen es.

Was sich anhört wie eine Saga aus dem „Herr der Ringe“ oder „Der Hobbit“, ist tatsächlich eine wahre, kleine, Geschichte von Kevin Kollikowski, der als Rückhalt seines Teams, SSV Weyerbusch, das Tor erfolgreich hütet.

Nicht zuletzt ist er ein Garant dafür, dass der SSV ungeschlagen und ohne Punktverlust die Tabelle der Kreisliga B WW/Sieg anführt. Mit nur 13 Gegentoren in 15 Spielen, stellt Weyerbusch die stärkste Abwehr der Liga, wo der 20-jährige Kollikowski die Angreifer des Gegners, mit immer wieder großartigen Paraden und Reflexen, teilweise zur Verzweiflung bringt.

Angefangen in der Jugend bei der SG Almersbach-Fluterchen, wurde Kollikowski als Torhüter ausgebildet und konnte sich hier von 2010-2015 auch im Stützpunkt Altenkirchen, als Auswahltorhüter, empfehlen.

Der Wechsel nach Weyerbusch erfolgte in der A-Jgd, wo er in der SG mit Niederhausen in der Rheinland-Liga das Tor hütete. Im zweiten Jahr der A-Jgd übernahm Max Steffen die Position im Tor (ebenfalls wieder in Diensten von Weyerbusch) und der 1,97m große Kollikowski spielte fortan, notgedrungen und aus Mangel an Personal, auf der Innenverteidigerposition, in der neu gegründeten SG Niederhausen/Altenkirchen/Neitersen. Ein Glücksgriff wie sich herausstellte, denn auch fußballerisch konnte der robuste „Hüne“ überzeugen.

In den Senioren beim SSV Weyerbusch angekommen, spielte Kollikowski wie selbstverständlich weiter im Feld und zeigte auch dort seine Stärken als Innenverteidiger

Als Trainer Ingo Neuhaus im Sommer 2019 das Traineramt des SSV übernahm, konnte man auf keinen Torwart mehr zurückgreifen. Die Suche extern verlief erfolglos und Kollikowski bot sich daher an, wieder ins Tor zu wechseln.

Die Geschichte danach ist bekannt und auch Trainer Ingo Neuhaus war, nach anfänglichen Zweifeln, sichtlich erleichtert, wie auch froh, diesen Glücksgriff in der eigenen Mannschaft getätigt zu haben.

„Kevin hat sich vor allem in der Zeit als Feldspieler, für die Position des Torhüters enorm weiterentwickelt. Das hört sich nun etwas komisch an, ist aber nachvollziehbar. Das er fast 2 Jahre als Innenverteidiger gespielt hat, hat ihn in der Ausbildung zu einem modernen, mitspielenden Torwart, erheblich nach vorne gebracht“, ist Trainer Neuhaus mit seinem Schlussmann voll auf zufrieden.