Zum Abschluss der 4. Runde im Fußball-Rheinlandpokal der A-Junioren standen sich am Mittwochabend ab 19.30 Uhr auf dem Kunstrasen am Pommerhof in Plaidt der FC Alemannia Plaidt und der FC Germania Metternich gegenüber. Das Duell zwischen dem Tabellenführer aus der U19-Bezirksliga Mitte und den in der U19-Rheinlandliga auf einem starken einstelligen Tabellenplatz liegenden Germanen versprach im Vorfeld eine packende Begegnung zu werden. Und genau so kam es auch, denn die rund 50 Zuschauer sahen früh eine Treffer auf beiden Seiten, ehe die Mannschaft von Dennis Grafen erneut in Führung ging und auch noch den 3:1 (1:1)-Siegtreffer erzielen konnte. Im Achtelfinale des Pokalwettbewerbs, ausgetragen im neuen Jahr, wird dann wohl ein Junioren-Rheinlandligist oder gar ein Junioren-Regionalligist am Pommerhof zu Gast sein. Für den von Dennis Philippsen trainierten FC Germania ist der Traum vom Überwintern im U19-Rheinlandpokal geplatzt, der Fokus kann nun voll und ganz auf die Meisterschaftsrunde gelegt werden – am Samstag, 13. Dezember, geht es noch gegen die JSG Neitersen/Altenkirchen um Tormaschine Luca Breitenbach.
Wadim Bayev vom FC Alemannia Plaidt entscheidet Duell mit einem Doppelpack
Die Begegnung auf dem Kunstrasen am Pommerhof war noch keine zwei Minuten alt, als die Gastgeber den Führungstreffer bejubeln durften. Es ist Spielmacher Wadim Bayev gewesen, der seine Mannschaft in Führung brachte (2.). Der favorisierte FC Germania Metternich konnte dann in Minute neun den Ausgleich markieren. In der Folge entwickelte sich dann bis zum Pausentee eine einigermaßen ausgewogenen erste Spielhälfte. Highlights waren noch zwei gefährliche Freistöße der Gastgeber, die der Gästekeeper gut parieren konnte (22., 24.). Im zweiten Spielabschnitt machten die Mannen von Dennis Grafen dann weiterhin viel Druck und konnten dank Torjäger Rico Martini (links auf dem Foto) die erneute Führung bejubeln (60.). Und die Alemannen ruhten sich nicht in der Defensive aus, sondern suchten die Entscheidung und wurden für diesen beeindruckenden Mut auch belohnt. Wadim Bayev erzielte mit seinem zweiten Treffer den 3:1-Endstand und sicherte seiner Mannschaft somit das Weiterkommen in das Achtelfinale. Am beeindruckendsten ist aber, dass die Bezirksliga-Fußballer aus Plaidt seit Sommer kein Pflichtspiel mehr verloren haben und demnach ungeschlagen in die Winterpause gehen. Für den FC Germania Metternich ist das Pokalaus bei einem niederklassig spielenden Gegner natürlich eine Enttäuschung.
Gästetrainer Dennis Philippsen zeigt sich enttäuscht nach dem Pokalaus
Unserer Redaktion ist es nach Spielende gelungen, ein Statement von Metternichs Trainer Dennis Philippsen einzusammeln. Der erfahrene Coach, letzte Saison war er Co-Trainer der U19 der TuS Koblenz, kommentierte das Aus: “Das Spiel heute von meiner Mannschaft war einfach energielos. Kein Spieler hat das umgesetzt, was wir trainiert haben. Im Vordergrund stand nämlich nur das Ditschen mit dem Ball. Der Alemannia muss man für die starke Defensivleistung Tribut zollen, denn meine Mannschaft konnte sich kaum Torchancen erarbeiten.” Am Ende war es auch noch der Schiedsrichter, der Philippsen emotional werden ließ: “Beim Pressen habe ich meine Mannschaft mit Worten wie Pressen oder Ja, Ja, gepusht. Dabei habe ich die Rechnung ohne den Schiedsrichter gemacht, denn dieser hat meine Anweisungen als unsportlich gewertet und mit der Gelben Karte und einer fünfminütigen Zeitstrafe belegt. Ich gratuliere dem FC Alemannia Plaidt zum Einzug ins Achtelfinale und erwarte von meiner Mannschaft eine klare Leistungssteigerung zum Jahresende gegen die JSG Neitersen/Altenkirchen in der Liga.”
Bildquelle: FC Alemannia Plaidt / FC Germania Metternich