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Im Halbfinale des Fußball-Rheinlandpokals standen sich am Mittwochabend der FC Emmelshausen-Karbach und der SV Eintracht Trier gegenüber. Das Duell zwischen dem Rangvierten der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und dem Südwest-Regionalligisten aus der Mosel-Stadt wurde in Emmelshausen auf Kunstrasen ausgetragen und lockte rund 2000 Zuschauer an – eine Rekordkulisse im Vorderhunsrück. Die von Patrick Kühnreich trainierten FCEK-Schützlinge lieferten gegen den Rekordsieger des Landespokals im Fußballverband Rheinland eine starke Leistung ab, unterlagen aber am Ende des Tages mit 1:3 (1:2). Es ist vor allem die brutale Effizienz der Mannschaft von Trainer Thomas Klasen gewesen, welche für das Weiterkommen der Eintracht garantiert hat. Nun geht es für die Rhein-Mosel-Städter am Tag der Amateure (23. Mai, Moselstadion Trier, Uhrzeit ist offen) darum, sich das erste Mal seit 2016 wieder mit der Krone des Landespokals zu belohnen. Gegner ist übrigens Oberligist TuS Koblenz, der den Rheinlandligisten FC Bitburg im anderen Halbfinale mit 4:1 besiegen konnte.

Gewinner trifft im Endspiel auf den Oberligisten TuS Koblenz

Nach drei Minuten hätte der FC Emmelshausen-Karbach in Führung gehen müssen. Offensivkraft Dylan Esmel köpfte eine Ecke von Linus Wimmer freistehend aus fünf Metern knapp über das Tor. Die Trierer hingegen trafen mit ihrer ersten Chance zur Führung (9.). Ein Abschlag von FCEK-Keeper Jonas Bast wurde zum Bumerang, Triers Dominik Kinscher konnte seinen Mitspieler Fabio Lohei perfekt in Szene setzen. Lohei traf mit einem Schuss ins lange Eck. Der Gast markierte danach durch Esmel ein Tor, dass wegen einer Abseitsstellung nicht zählen konnte (14.). Trier wankte trotz der Führung. „Wir waren im ersten Durchgang völlig anfällig“, sagte auch Klasen. Kollege Kühnreich meinte: „Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr den Ball und die gefährlicheren Aktionen.“ Es war dann eine Flanke von Wimmer, die der Hunsrücker Rechtsverteidiger Keita Kinoshita am langen Pfosten verwerten konnte (22.). Das letzte Wort in Sachen Toreschießen in Hälfte eins hatte dann Kinscher, der mit einem tollen Schuss vom linken Strafraum den Ball zum 2:1-Pausenstand für die Trierer Eintracht verwerten konnte (35.). „An einem überragenden Tag hält unser Torwart den auch. Aber das ist auch die individuelle Qualität der Trierer, die alles bestraft haben”, kommentierte FCEK-Trainer Patrick Kühnreich.

FC Emmelshausen-Karbach startet schwach in den zweiten Spielabschnitt

Die Hunsrücker hatten nach der Halbzeitpause eine mehrminütige Schwächephase, die auch durch die verletzungsbedingten Auswechslung von Kevin Leidig zu erklären ist. Es zeichnete sich ab, dass der Regionalligist Eintracht Trier im Mittelfeld immer mehr Oberwasser bekommen hat und sich demnach auch mit 3:1 in Führung bringen konnte. Es war der eingewechselte Tim Sausen, der per Kopf zum 3:1 treffen konnte (63.). Nach diesem Treffer wachten die Kühnreich-Schützlinge wieder auf und wurden von Linus Wimmer und Dylan Esmel immer wieder angetrieben. Unter anderem geriet die Eintracht in Unterzahl, als Spielführer Maurice Wrusch Wimmer im Mittelfeld von den Beinen holte und mit der Roten Karte bestraft wurde (73.). „Wir schwächen uns selbst, jetzt fehlt unser Kapitän im Finale gesperrt“, klagte Klasen. In Überzahl kam dann Esmel zu zwei guten Chancen, aber er versemmelte (75., 77.). Richtig Aufregung gab es dann nach 83 Minuten, als Wimmer nahe der Torauslinie von Triers Mirko Schuster ziemlich rüde weggecheckt wurde – doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Am Ende des Tages jubelten die Klasen-Mannen nicht nur über einen 3:1-Erfolg, sondern auch über den Finaleinzug.

Stimmen und Ausblick

Emmelshausen-Karbachs Außenspieler Linus Wimmer sagte: „Wir waren nahe dran am Weiterkommen. Ich fand uns die ganze Zeit gefährlich und vor allem im ersten Durchgang auch besser. Nach der Pause war bis zum 1:3 Trier besser drin, da haben sie uns den Schneid abgekauft.“ Sein Trainer Kühnreich lobte sein Team in höchsten Tönen: „Wir können stolz auf diese Mannschaft sein, wir haben ordentlich Werbung für uns betrieben.“ FCEK-Chef Daniel Bernd sah auch eine „mega Leistung“ seiner Kicker – mit dem Makel: „Leider haben wir das Finale verpasst.“ Eintracht-Trainer Thomas Klasen kommentierte den Finaleinzug so: „Emmelshausen-Karbach war fußballerisch, kämpferisch und von der Fitness her auf Augenhöhe mit uns. Wir waren einfach sehr effizient, was in der Regionalliga diese Saison selten der Fall gewesen ist. Wir hatten die Hypothek, dass wir so lange nicht mehr im Finale waren, das hat man meinen Jungs angemerkt.“ Für den Oberligisten vom Hunsrück geht es nun darum, die Meisterschaftsrunde erfolgreich zu Ende zu spielen. Für die Eintracht hingegen geht es, sich in der Regionalliga Südwest weitere Siege für den Klassenverbleib zu sichern, ehe dann das große Pokalfinale ansteht – mit der Chance, sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren.

Bildquelle: FC Emmelshausen-Karbach, SV Eintracht Trier