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Rund 150 Zuschauer haben sich am Mittwochabend rund um den Kunstrasenplatz in Andernach versammelt, um das Kellerduell am siebten Spieltag in der Fußball-Rheinlandliga zwischen der SG 99 Andernach und dem TuS Immendorf zu verfolgen. Dem Duell zwischen den von Kim Kossmann trainierten Bäckerjungen und der von Marvin Schenk betreuten Truppe vom Dörnchen wurde von vielen Fußballfans aus der Region entgegengefiebert, den beide Mannschaften konnten in den ersten sechs Ligaspielen nur vier Zähler einfahren und stecken damit mitten im Abstiegskampf. Am Ende des Tages haben sich die TuS-Kicker den 3:2-Erfolg im Wohnzimmer der SG 99 hart erarbeitet und sich demnach mit sieben Zählern auf dem Punktekonto erst einmal von den Abstiegsrängen verabschiedet. Die Kossmann-Truppe hingegen ärgert sich darüber, dass nach der frühen Führung und dem späten Ausgleichstreffer am Ende dieser Begegnung unter besonderer Flutlichtatmosphäre keine Punkte eingefahren werden konnten. Demnach müssen die Bäckerjungen erst einmal mit einem direkten Abstiegsplatz Vorlieb nehmen – es sind aber auch erst sieben von insgesamt 34 Meisterschaftsspiele bestritten.

Die Begegnung des siebten Spieltags, dieser wird in zwei englischen Wochen ausgetragen, war unter Flutlichtatmosphäre noch keine Minute alt, ehe die Anzeigetafel das erste Mal einen neuen Spielstand anzeigen konnte. Es ist der Andernacher Sommerneuzugang Tim Esten gewesen, der seine Mannschaft mit der ersten Offensivaktion in Führung bringen konnte (1.). „Das war ein Nackenschlag, den wir erstmal verdauen mussten. Doch die Mannschaft hat eine gute Reaktion gezeigt“, freute sich Schenk über die prompte Antwort seiner Mannen. In der achten Spielminute leuchtete nämlich das Ergebnis von 1:1 auf der Anzeigetafel, denn der Immendorfer Spielmacher Lars Kilian konnte den Ball im Kasten von Andernachs Torhüter Jannis Koch versenken. Aus Sicht der gastgebenden Bäckerjungen wurde es noch schlimmer, denn nach einem Patzer in der Defensive fiel die Immendorfer Führung. Andernachs Abwehrchef Philipp Schmitz wollte den Ball abseits jeder Gefahrensituation locker-flockig zu seinem Keeper passen. Torwart Koch hatte seinen Kasten da aber schon längst verlassen, und so trudelte der Rückpass an Koch vorbei Richtung Tor. Immendorfs Angreifer Robin Reichert gab der Kugel dann den Rest, indem er sie vehement in die Maschen drosch (32.). Demnach ging die Partie mit einer 2:1-Führung für den TuS Immendorf in die Halbzeitpause.

Einzig, was die Einstellung betraf, konnte Andernachs Trainer Kim Kossmann in Halbzeit zwei eine Steigerung bei seinen Spielern erkennen. „Die Jungs wollten, das hat man gesehen.“ Es dauerte schließlich bis zur 85. Spielminute, ehe sich Mike Borger im Strafraum durchsetzen und nur per Foulspiel am Torabschluss gehindert werden konnte. Der einzige Jugendspieler des FC Köln übernahm dann auch direkt Verantwortung und drosch das Leder aus elf Metern in die Maschen (86.) zum umjubelten 2:2-Ausgleich. Obwohl das Momentum nun auf der Seite der Gastgeber gewesen ist, ließen sich die Gäste aus Immendorf nicht unterkriegen und hauten nochmal alles rein. Am Ende ist es ein total unnötiges Foulspiel eines Andernacher Spielers im eigenen Strafraum gewesen, weshalb es Foulelfmeter gab. Immendorfs Kapitän Marvin Weber schnappte sich den Ball, verschoss aber wie bereits in der Vorwoche gegen den VfB Wissen. Dank einem Lauern seines Mitspielers Yannis Jochem auf den zweiten Ball, denn der Akteur dann zum 3:2-Siegtreffer verwandeln konnte, durfte Weber an diesem Abend aber nochmals jubeln (90+4). Mit dem finalen Spielstand von 3:2 für den TuS Immendorf endete diese Begegnung also.

„Vor allem in der zweiten Halbzeit war es ein Charakterspiel, das wir mit viel Leidenschaft für uns entschieden haben. Ob verdient oder unverdient, sei mal dahingestellt. Ein Unentschieden wäre vielleicht gerecht gewesen. Aber am Ende dürfen auch wir mal das glücklichere Team sein“, meinte Immendorfs Trainer Marvin Schenk, der trotz der jüngsten Misserfolgsserie nicht in Panik geraten war. Und nach dem am Ende hart erarbeiteten 3:2-Auswärtserfolg möchte Marvin Schenk auch zum Ausklang dieser englischen Woche nochmal punkten. Die Rede ist nämlich vom Heimspiel am Sonntag ab 15 Uhr auf dem Rasenplatz in Arenberg gegen den FC Bitburg. Der Andernacher Trainer Kim Kossmann war nach der bitteren 2:3-Schlappe sichtbar enttäuscht: „Fußball ist ein Fehlersport. Und wenn du zu viele Fehler machst, verlierst du so ein Spiel eben.” Dennoch glaubt er weiterhin an seine Mannschaft und möchte bereits beim nächsten Kellerduell wieder ein anderes Gesicht zeigen. Seine Schützlinge sind nämlich am Sonntagnachmittag ab 15 Uhr auf dem Linzer Kaiserberg beim VfB Linz zu Gast, um diese englische Woche abzuschließen.

Bildquelle: SG 99 Andernach / TuS Immendorf