Am 15. Spieltag in der Fußball-Rheinlandliga stehen sich am Sonntagnachmittag ab 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße bei herbstlichem Wetter der SV Eintracht Mendig und die SG 99 Andernach gegenüber. Dieses Lokalduell verspricht aufgrund der geographischen Lage nicht nur echten Derbyflair, sondern ist auch gleichzeitig ein richtungsweißendes Duell im mittleren Tabellendrittel, um erst einmal nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben. Der von Damir Mrkalj trainierte Aufsteiger aus der Vulkanstadt hat seit der Rückkehr ins Verbandsoberhaus in 14 Duellen 18 Zähler eingefahren und rangiert aktuell mit sechs Zählern vor der Abstiegszone auf Platz 10. Die von Kim Kossmann trainierten Bäckerjungen haben sich nach einem sehr schwierigen Auftaktprogramm mittlerweile gut gefangen und stehen bei 20 Zählern und einem Torverhältnis von 31:29. Als Lohn dafür haben die Bäckerjungen aktuell den achten Tabellenrang inne. Aller Voraussicht nach wird dieses Lokalduell unter der Leitung von Schiedsrichter Christian Baum und seinen Assistenten Michael Kausch und Dennis Velten anhand der Tagesform seinen Sieger finden.
SV Eintracht Mendig noch ohne Unentschieden
Der Aufsteiger aus der Vulkanstadt hat nach der Rückkehr in die Fußball-Rheinlandliga bislang noch in keinem Spiel das Grün mit einer Punkteteilung verlassen. Sechs dreifachen Punktgewinnen stehen insgesamt acht Begegnungen ohne Punktgewinn gegenüber. Gewonnen haben die Mrkalj-Schützlinge, die im Fußball-Rheinlandpokal in Runde zwei am Fußball-Bezirksligisten SV Oberzissen gescheitert sind, gegen die SG Schneifel, den FV Rübenach, die SG Arzfeld, den SV Laubach, den VfB Linz und den VfB Wissen. Ein Großteil der besiegten Mannschaften ist auch hinter den Mendigern im Klassement eingeordnet. Erwartbare Niederlagen setze es gegen die Topmannschaften SV RW Wittlich, Ahrweiler BC und SG 2000 Mülheim-Kärlich sowie gegen die starken Aufsteiger SpVgg Wirges und SV Eintracht Trier II. Vermeidbare Niederlagen gab es gegen den TuS Immendorf und die SG Hochwald, denn diese Teams sind tabellarisch tiefer einzuordnen. Die Niederlage gegen den punktgleichen TuS Kirchberg war am Ende verdient. Mit einem Sieg im Derby würden die Mendiger ein dickes Ausrufezeichen setzen und einen weiteren Schritt in Richtung Klassenverbleib machen. Bei einer Niederlage ist wohl davon auszugehen, dass Konkurrenten im Klassement vorbeiziehen.
SG 99 Andernach kommt ins Rollen
Beim Blick auf die bisherigen 14 Meisterschaftsspiele der SG 99 Andernach ist auffällig, dass die Kossmann-Mannen an den ersten Spieltagen kaum Zählbares einfahren konnten. Belegen lässt sich dies mit lediglich einem Sieg, einem Remis und schon fünf Niederlagen an den ersten sieben Spieltagen. Begründen lässt sich dies mit dem schweren Auftaktprogramm, denn es setze Niederlagen gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich, den Ahrweiler BC, den SV RW Wittlich und den SV Laubach – allesamt Teams, die in der vergangenen Saison im oberen Tabellendrittel gelandet sind. Hinzu kommt die Niederlage gegen den TuS Immendorf und der Verlust von Unterschiedsspieler Nils Wambach im Sommer. Seit dem achten Spieltag sind die Kossmann-Mannen aber so richtig in Fahrt gekommen. Fünf Siegen stehen eine unglückliche Punkteteilung gegen die erstarkte SG Schneifel und nur die Niederlage beim FV Morbach gegenüber. Somit kommen die Bäckerjungen seit dem achten Spieltag auf 16 von21 möglichen Zählern und einem Punkteschnitt von mehr als 2 Punkten pro Begegnung. Sollte nun auch das Derby gegen den SVE Mendig gewonnen werden, so würde sich nicht nur die tolle Phase weiter ausbauen, sondern auch der Anschluss ans obere Tabellendrittel verkürzen. Im Falle eines Remis kommt es wohl zur Stagnation, eine Niederlage würde den Aufschwung erst einmal weiter ausbremsen.
Bildquelle: SVE Mendig / SG 99 Andernach