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Thorsten Wörsdörfer reagierte äußerlich gelassen auf die 2:4-Heimniederlage seiner Eisbachtaler Sportfreunde in der Fußball-Oberliga RPS gegen den FV Engers: „Heute haben wir gegen eine Top-Mannschaft verloren“, äußerte der Trainer der zweitbesten Rückrundenmannschaft, „wir haben viel investiert, aber zu viele Geschenke verteilt.“ Mit etwas Missmut fügte er hinzu: „Engers hat heute gespielt, als ginge es um die Meisterschaft, aber gegen andere Abstiegskandidaten schenken sie ab.“ Und beendete seine Darlegungen mit den Worten: „Zu weiteren Themen möchte ich mich nicht äußern.“ Wahrscheinlich wollte der Trainer von Eisbachtal damit auf die Schiedsrichter um Matthias Munkler anspielen, die in drei umstrittenen Situationen zum Nachteil des Heimteams entschieden hatten.

Manuel Simons trifft doppelt zur 2:0-Pausenführung des FV Engers

Die Engerser hatten sich den Sieg als die reifere und effektivere Mannschaft verdient. Gästetrainer Julian Feit fasste den stürmischen Auftakt seiner Schützlinge zusammen: „Wir hätten schon nach zwei Minuten 2:0 führen können.“ Gabriel Müller leitete den ersten Angriff ein. Dieser verlief über Kevin Lahn und Manuel Simons, dessen Querpass Nils Wambach freistehend nur zu einem Schüsschen verwertete. Für den Sportfreunde-Torwart David Arnolds war es dann auch kein Problem, den mächtigen Schuss von Justin Willma aufs kurze Eck wenige Sekunden später zur Ecke zu fausten. Eisbachtal hielt das hohe Tempo mit, konnte jedoch keine Lücken finden. Jonah Arnolds schoss von der Strafraumgrenze links vorbei (9.), ein Freistoß von Lukas Reitz wurde zur Ecke abgefälscht (14.), alles andere prallte ab. Ein umstrittener Elfmeter war nötig, damit der FVE seiner Überlegenheit auch in Form eines Ergebnisses Rechnung trug. Eldin Hadzic fiel, nachdem er mit Eisbachtals Jannis Muth in Kontakt gekommen war. Munkler wies auf den Punkt hin und Manuel Simons verwandelte zum 0:1 (36.). Sechs Minuten später spielte Lahn einen 30-Meter-Pass, der alle Schnittstellen durchbrach und Simons direkt erreichte. Dieser verwandelte zum Halbzeitstand von 0:2 (42.).

Mögliches Tor zum 2:3-Anschlusstreffer wird nicht gegeben

„Erblast aus der ersten Halbzeit“ mit einem 0:2, so Wörsdörfer, ist für die Eisbären im Frühjahr 2026 jedoch auch kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Jonah Arnolds schoss mit einem Seitfallzieher knapp über die Latte (49.), dann erzielte Jonathan Kap nach einem Eckball vor FVE-Torwart Safet Husic das 1:2 per Kopf (51.). Der FVE reagierte sofort: Nur zwei Minuten danach passte Wambach auf Willma, der ungehindert zum Schuss kam und in der 53. Minute das 1:3 erzielte. Arnolds köpfte den Ball vier Minuten später an die Latte, wobei viele Eisbachtaler ihn hinter der Linie sahen, doch der Schiedsrichter entschied anders (57.). Willmas zweiter Treffer zum 1:4 (63.) ließ das Spiel endgültig entschieden erscheinen. Von wegen Spiel entschieden: Eisbachtal setzte seinen Sturm fort, als Jonah Arnold in der 78. Minute den Ball aus 25 Metern ins Tor schmetterte und auf 2:4 verkürzte. Der Widerstand der Eisbären war erst gebrochen, als Matti Jung den eingewechselten Hasan Kesikci am Strafraum zu Fall brachte und die Rote Karte sah, obwohl sein Teamkollege Deniz Dal leicht versetzt wohl noch hinter ihm stand (85.).

Bildquelle: Sportfreunde Eisbachtal, FV Engers