Cart Total Items (0)

Warenkorb

Am Samstag saß das Trainerteam des FC Rot-Weiss Koblenz um Fatih Cift, Salvatore Nizza und Enrico Adams noch lange mit dem Sportlichen Leiter Christian Noll auf der Trainerbank des Oberwerther Kunstrasenplatzes. Mit niedergeschlagenen Köpfen, enttäuschter Miene und bei genauer Analyse. Die Aufarbeitung der 1:2 (1:1)-Niederlage im Nachholspiel der Fußball-Oberliga RPS des FC-Rot-Weiss Koblenz gegen den FC Emmelshausen-Karbach nahm etwas mehr Zeit in Anspruch. Die Koblenzer kommen auf 24 Punkte und befinden sich im hinteren Drittel, während der FCEK mit 36 Punkten den fünften Platz belegt, zwei Punkte hinter dem FV Engers und der TuS Koblenz.

Alle drei Tore fallen durch Standardsituationen

„Der Lernprozess beginnt nicht“, erklärte Rot-Weiss-Cheftrainer Cift. „Wir können Themen zur Sprache bringen und einüben, aber die Spieler müssen es im Spiel selbst auch umsetzen.“ Er kritisierte die Problematik der späten Gegentore. Cift erinnerte an die späten Tore beim 2:3 gegen Arminia Ludwigshafen sowie das 0:1 in der Nachspielzeit gegen den FV Engers. Und auch das Spiel gegen die Vorderhunsrücker gehörte zu dieser Serie von Niederlagen in letzter Minute. In der 89. Minute erzielte der erst nach 74 Minuten eingewechselte Torjäger Max Wilschrey nach einem Eckstoß per Kopfball ein Tor. Es handelte sich um das dritte Tor des Spiels, das dritte nach einer Standardsituation.

Patrick Kühnreich spricht von einem “Derby der Standardsituationen

FCEK-Trainer Patrick Kühnreich nannte das Derby ein „Spiel der Standardsituationen“, da fast alle Chancen aus Einwürfen, Eck- und Freistößen resultierten. Cift nannte es „Spiel der Torhüter“, da sowohl Hamm als auch Jonas Bast mehrfach hervorragende Paraden zeigten. In der 65. Minute kam es zum Beispiel zu einer Aktion von Hamm gegen Keita Kinoshita, sowie von Bast gegen Marco Bresser, wobei letzterer einen misslungenen Klärungsversuch abgab. Wären Basts Hände nicht gewesen, die den Ball an die Latte lenkten, wäre es zu einem Eigentor und einer Führung für Koblenz gekommen (68.). Bast war auch gegen Zavier Ghebreghi zur Stelle (76.).

FC Emmelshausen-Karbach spielt 55 Minuten in Unterzahl

Obwohl ein Rückstand herrschte und man 55 Minuten lang in Unterzahl war, nahm Emmelshausen-Karbach die drei Punkte mit. Schiedsrichter Nico Dönges sprach früh eine Verwarnung an FC-Innenverteidiger Jannik Mohr aus, ermahnte ihn danach noch einmal und stellte ihn in der 35. Minute vom Platz. „Jannick sagt, er hätte ihn nicht berührt“, kommentierte Kühnreich den Zweikampf zwischen Mohr und Mohammed Maroc, der zu Gelb-Rot und einem Strafstoß führte. Zum 1:0 trat und traf Giulio Multrari. Unmittelbar vor der Pause wurde auf der gegenüberliegenden Seite des Spielfelds aus derselben Position heraus der Ausgleich erzielt. Linus Wimmer glich nach einem Handspiel von Dejvi Alsela aus (45.+1).

Patrick Kühnreich zieht den Hut vor dem Kampfgeist seines Teams

„Es gab zu viele Totalausfälle und zu viele Spieler, die nicht ihre Form erreichten. Auch für dich wäre ein Sieg nicht gerecht gewesen. Cift fasste zusammen: „Emmelshausen-Karbach hat sich mit dem Glück des Tüchtigen durchgesetzt.“ Sein Team war in der Mehrheit der Zweikämpfe unterlegen. Das ist nicht ausreichend – auch nicht, wenn noch ein Mann dazukommt. „Im Spielverlauf haben wir keine Chance zugelassen. Wir haben in der Defensive eng gestaffelt gespielt, die Unterzahl akzeptiert und uns als gleichwertiges Team erwiesen, obwohl wir einen Spieler weniger hatten. Kühnreich analysierte: „Ich habe Respekt vor der kämpferischen Leistung meiner Mannschaft.“

FC Rot-Weiss Koblenz und FC Emmelshausen-Karbach am Mittwoch im Landespokal im Einsatz

Schauen wir uns die Winterverpflichtungen an: Christopher Theisen, der neu zum FCEK gewechselte Spieler, wurde nach 74 Minuten ausgewechselt. Zwei der drei anderen neuen RWK-Spieler kamen hingegen als Joker ins Spiel. Tim Esten kam auf eine Spielzeit von 30 Minuten, der erfahrene Tim Schlüsselburg aus der Regionalliga spielte 16 Minuten, während Onyeka Osemene aufgrund einer Verletzung nicht zum Einsatz kam. „Tim ist derjenige unter den Neuen, der am weitesten ist. Onyeka hat nur Teile der Vorbereitung abgeschlossen, während Felix bisher zu wenig gemacht hat. Cift äußert: „Ich erwarte von ihm, dass er sich mehr aufdrängt.“ Beide Vereine setzen ihre Saison bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) im Viertelfinale des Fußball-Rheinlandpokals fort: Rot-Weiss hat eine Auswärtsfahrt zum Rheinlandligisten FC Bitburg vor sich, der FCEK muss zum Tabellenführer der Bezirksliga Ost, SG Betzdorf.

Bildquelle: FC Rot-Weiss Koblenz, FC Emmelshausen-Karbach