Am siebten Spieltag in der Fußball-Regionalliga Südwest stehen sich am Sonntagnachmittag ab 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz im Aulenbergstadion zwei der erfolgreichsten Frauenmannschaften aus dem Fußballverband Rheinland gegenüber. Die Rede ist vom Duell zwischen dem amtierenden Rheinlandligameister FC Urbar und dem einstigen Frauen-Bundesligisten SC 13 Bad Neuenahr. Während die Frauen des FC Urbar in der unteren Tabellenhälfte feststecken und sich nach wie vor an die neue sportliche Umgebung gewöhnen müssen, sind die Frauen aus dem Apollinarisstadion mit fünf Siegen in die Meisterschaftsrunde gestartet, mussten aber unter der Woche das bittere Aus im Wettbewerb um den Fußball-Rheinlandpokal verkraften. Die von Anne-Kathrine Kremer trainierten SC-Frauen gehen dennoch aufgrund der tabellarischen Ausgangslage als Favorit in die Begegnung mit der von Philipp Bart trainierten Frauenmannschaft des FC Urbar. Während die Gäste mit einem Sieg weiterhin Druck auf den Primus 1. FC Saarbrücken ausüben könnten, wäre ein Sieg der Gastgeberinnen ein Ausrufezeichen im Kampf um ein weiteres Jahr in der dritthöchsten nationalen Spielklasse. Geleitet wird diese Begegnung von Justin Daum und seinen Assistenten Mohammed Hatroosh und Tobias Hohmann.
Nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Fußball-Rheinlandliga in der Saison 2024/2025 dürfen sich die Frauen vom Aulenberg seit dieser Spielzeit in der Fußball-Regionalliga Südwest ausprobieren. Als Ziel hat sich die Mannschaft, die an den ersten Spieltagen von Volker Schmidt von Tippelskirch angeleitet wurde, die Weiterentwicklung des Kaders und den Klassenverbleib gesetzt. Dafür wurden die Neuzugänge Leni Hepfer (SG 99 Andernach), Jana Heibel (SG Ahrbach), Laura Wermann, Danae Besic und Alketa Rizani (alle FV Rübenach) auf den Aulenberg gelotst. Den Kader des Aufsteigers verlassen haben Maike Nissen und Marie Nissen (beide Karriereende) sowie Lisa Zühlke, Selina Hoffmann und Mara Koch, die fortan für die zweite Mannschaft auflaufen werden. Hinzu kommt, dass seit wenigen Tagen Philipp Barth das Amt des Cheftrainers übernommen hat, nachdem er unzählige Jahre bei der JSG Mittelrhein im Jugendbereich tätig gewesen ist und seit dieser Saison auch im Nachwuchs der TuS Koblenz, der Schängelschmiede, arbeitet.
Nach einer sehr starken Vorsaison, die hinter den Spitzenmannschaften 1. FC Saarbrücken und 1. FSV Mainz 05 auf dem dritten Rang abgeschlossen und auch vom Einzug ins Finale des Fußball-Rheinlandpokals geprägt wurde, möchten die Frauen von Anne-Kathrine Kremer in dieser Saison in den 22 Meisterschaftsspielen so konstant punkten, um am Ende die Marke von 50 erspielten Punkten knacken zu können. Damit dieses sportliche Ziel erreicht wird, wurden Maya Sakamoto (DJK Südwest Köln), Luisa Deckenbrock (SG 99 Andernach II), Johanna Rolke (SG 99 Andernach U19), Sina Brenner (eigene U23), Nao Bauroth, Paulina Braun und Lina Weinitschke (alle eigene U17) ins Apollinarisstadion gelotst. Im Umkehrschluss stehen dem SC 13 Stefanie Lotzien und Marisol Kröncke (beide Karriereende) sowie Nele Peters aufgrund einer sportlichen Pause nicht mehr zur Verfügung. Für welche Platzierung es am Saisonende für die Kremer-Schützlinge reichen wird, gilt es abzuwarten. Klar kommuniziert ist bislang nur, dass die Marke von 50 Punkten nicht gleich den Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga bedeuten muss.
Die Frauen des FC Urbar haben unter der Woche im Fußball-Rheinlandpokal gegen die Reserve des Ligakonkurrenten 1. FFC Montabaur gespielt und sich dank einem 3:0-Auswärtssieg den Einzug in die nächste Pokalrunde gesichert. Dies war eine gute Reaktion auf die heftige 0:7-Klatsche in der Meisterschaftsrunde beim Topfavoriten auf den Aufstieg, den 1. FC Saarbrücken, am fünften Spieltag. Am vierten Spieltag feierten die Frauen vom Aulenberg gegen den SV Ober-Olm ihren zweiten Saisonsieg. Den ersten dreifachen Punktgewinn gab es am ersten Spieltag gegen den VfR Wormatia Worms, ebenfalls auf dem heimischem Aulenberg. Die drei weiteren Niederlagen in der Meisterschaft setze es auswärts beim 1. FSV Mainz o5 II, dem 1. FFC Montabaur und vor heimischem Publikum gegen den 1. FC Riegelsberg. Die aktuell sechs eingetüteten Zähler bei einem Torverhältnis von 4:19 verdeutlichen, dass Neutrainer Philipp Barth und seine Mannschaft noch Arbeit vor sich haben.
Für die von Anne-Kathrine Kremer trainierten Schützlinge des SC 13 Bad Neuenahr setze es unter der Woche im Duell mit dem 1. FFC Montabaur eine bittere 1:2-Niederlage und demnach das Aus im Fußball-Rheinlandpokal – die zweite bittere Pokalniederlage gegen die Westerwälderinnen nach der Finalpleite Anfang Juni. In der Meisterschaftsrunde hingegen liegen die SC-Schützlinge voll auf Kurs, denn der 0:3-Schlappe gegen den nach wie vor verlustpunktfreien 1. FC Saarbrücken stehen fünf Siege gegenüber. Los ging es mit einem 3:0-Erfolg über den Aufsteiger 1. FSV Mainz 05 II, ehe beim 1. FC Riegelsberg ein 3:1-Erfolg gefeiert werden konnte. Noch besser wurde es am dritten Spieltag, als der langjährige Rivale 1. FFC Montabaur mit 2:1 besiegt wurde. Den bislang torreichsten Saisonerfolg gab es am vierten Spieltag, als der SV Ober-Olm mit 5:1 geschlagen wurde. Am fünften Spieltag setzte es dann nicht nur die erste Saisonniederlage, sondern auch die Tabellenführung musste abgegeben werden. Am sechsten und bislang letzten Spieltag in der Meisterschaftsrunde gab es dann einen 3:0-Heimerfolg gegen den SC Siegelbach, ehe die Stimmung vom Aus in der 2. Runde im Fußball-Rheinlandpokal getrübt wurde.
Bildquelle: FC Urbar / SC 13 Bad Neuenahr