Rund 50 Zuschauer haben sich am Sonntagnachmittag rund um den Kunstrasenplatz im Aulenbergstadion in Urbar versammelt, um das Duell am siebten Spieltag in der Frauen-Regionalliga Südwest zu verfolgen. Dem Duell zwischen dem Aufsteiger FC Urbar und dem SC 13 Bad Neuenahr wurde von vielen Fußballfans aus der Region entgegengefiebert, denn diese Begegnung gab es in der jüngeren Vergangenheit fast ausschließlich in Pokalspielen. Am Ende des Tages haben die favorisierten Gäste an ihre bisher gezeigten Leistungen angeknüpft und sich nach dem bitteren Pokalaus unter der Woche (1:2-Niederlage gegen den 1. FFC Montabaur) wieder einen dreifachen Punktgewinn gesichert. Die Frauen des FC Urbar hingegen, angeleitet von Philipp Barth, boten zwar ein Abwehrbollwerk auf, mussten aber dennoch zwei Gegentreffer schlucken. Während sich der SC 13 Bad Neuenahr durch den 2:0-Erfolg bis auf einen Zähler an den Ligaprimus 1. FC Saarbrücken (19 Zähler) herangearbeitet hat, verweilen die Frauen vom Aulenberg mit sechs Zählern weiterhin nur knapp über der Abstiegszone.
Die seit Saisonbeginn in der Fußball-Regionalliga Südwest spielenden FCU-Frauen gingen gut erholt von der 0:7-Packung beim Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken in diese Begegnung und zeigten von Beginn an, dass sie dem Zweiten aus dem Apollinarisstadion das Leben sehr schwer machen möchten. Mit viel Kampf und einer hohen Laufbereitschaft strotzten die FCU-Frauen auch der Tatsache, dass vier Stammspielerinnen nicht zum Einsatz kommen konnten. Trainer Barth kommentierte den Aufdruck mit den Worten „ich bin total stolz auf die Mädels”. Und das durfte er auch sein, denn seine Mannschaft legte den Fokus im ersten Spielabschnitt auf die Defensive, warf sich in die Schüsse und Pässe des Gegner, führte leidenschaftliche Zweikämpfe und ging lediglich mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeitpause. Die technisch versierteren Gäste machten oftmals zu wenig aus ihrer Überlegenheit und konnten lediglich den Treffer von Ann-Kathrin Goltermann nach Maya Sakamotos Rückpass von der Grundline bejubeln (14.).
Im zweiten Spielabschnitt forderte Urbars Trainer Philipp Barth noch mehr Mut von seinen Mädels ein, denn Entlastung ist im Duell mit der Truppe von Anne-Kathrine Kremer sehr wichtig. Die Urbar-Frauen zeigten diesen Mut auch und versuchten sich in Offensivaktionen. Eine tolle Möglichkeit hatte Franziska Becker, die die SC13-Torfrau mit einem Heber überwinden konnte, aber dank einer starken Rettungstat von SC-Kapitänin Paula Gau nicht zum Jubeln abdrehen konnte (63.). Richtig durchatmen konnte der einstige Frauen-Bundesligist aus Bad Neuenahr erst, als die eingewechselte Celine Dickopf per Flachschuss ins lange Eck den Treffer zum 2:0 erzielen konnte, welcher gleichbedeutend mit dem Endstand gewesen ist (86.). den Gästesieg sicher (86.).
„Für die Mädels war das ein Erfahrungsspiel“, sagte Martin Reuschenbach, der sich als Spielervater einbringt und Philipp Barth als Co- und Torwarttrainer assistiert. Reuschenbach ergänzte seine Analyse: „Was Körperlichkeit und Intensität angeht, ist die Regionalliga nicht zu vergleichen mit der Rheinlandliga.“ Doch sicher ist, dass für die Frauen vom Aulenberg bereits am Sonntag ein enorm wichtiges Heimspiel gegen den Tabellennachbarn SC Siegelbach ansteht. Wenn es für den FC Urbar in dieser Saison um etwas geht, dann sind es die Siege in Duellen mit Teams auf Augenhöhe und nicht der Kampf um eine Top-Platzierung. Deutlich höhere Ziele haben die etablierten Regionalliga-Frauen aus Bad Neuenahr, die durch den sechsten Sieg in der Meisterschaftsrunde nur noch einen Zähler hinter dem 1. FC Saarbrücken liegen. Die Saarländerinnen kamen nämlich gegen den SV Elversberg nicht über ein 2:2 hinaus. Den dreifachen Punktgewinn im Aulenbergstadion kommentierte Trainerin Kremer wie folgt: „Grundsätzlich bin ich zufrieden. Auch am Ende der englischen Woche haben wir gutgearbeitet, sind viel gelaufen und haben gut gepresst. Was uns nach wie vor begleitet, ist das Unvermögen ein Spiel frühzeitig zu entscheiden. Die Chancen waren auf jeden Fall da.” Eine gute Chancenverwertung wird sicherlich von Nöten sein, wenn die SC-Frauen auch am Sonntag, 19. Oktober, ab 14 Uhr vor heimischem Publikum gegen den Vierten SV Elversberg bestehen möchten.
Bildquelle: FC Urbar / SC 13 Bad Neuenahr