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Im letzten Spiel des Jahres 2025 in der Fußball-Bezirksliga Mitte konnte sich der SV Anadoluspor Koblenz auf dem heimischen Hartplatz an der Feste Franz im Duell mit dem Stadtrivalen FC Germania Metternich drei ganz wichtige Zähler sichern. Die witterungsbedingt auf das Nikolauswochenende verschobene Begegnung wurde von Schiedsrichter Adrian Ax geleitet und zog rund 120 Zuschauer an. Die auf dem eigenen Geläuf ungeschlagenen Gastgeber gerieten im zweiten Spielabschnitt in Rückstand, konnten aber noch zwei ganz späte Tore erzielen und durften somit den dritten Dreier in lediglich sieben Tagen feiern. Durch den 2:1-Erfolg sind die Mannen von Pablo Merino Abajo auf den dritten Rang im Tableau vorgerückt. In 17 Meisterschaftsspielen wurden 31 Zähler eingefahren bei einem Torverhältnis von 40:30. Der Rückstand auf das Führungsduo, den SV Untermosel Kobern-Gondorf und den TuS Mayen, beträgt aktuell neun Zähler. Der FC Germania Metternich verweilt nach der Niederlage in langer Unterzahl weiterhin mit 26 Zählern auf Tabellenplatz acht, hat aber noch eine Begegnung weniger ausgetragen. Die Schützlinge von Leonardo de Sousa können demnach weiterhin mit Optimismus daran glauben, die Saison auf Rang drei zu beenden – dies wäre die beste Platzierung nach dem bitteren Abstieg aus der Fußball-Rheinlandliga in der Saison 2023/2024.

FC Germania Metternich gerät sehr früh in Unterzahl

Die Begegnung auf der Feste Franz war erst sechs Minuten alt, als Schiedsrichter Adrian Ax einen Platzverweis durchführte. Es war der reaktivierte Metternicher Oscar Greening, der in den Augen des Spielleiters eine Notbremse ausgeführt und somit eine klare Torchance verhindert hat. Eine mit Sicherheit diskutable Entscheidung, in dessen Folge sich die Taktik der Germanen sehr früh veränderte. Der Fokus wurde notgedrungen auf die eigene Defensive gelegt, nachdem Sousa die eigentliche Taktik durch einige Ausfälle eh schon verändern musste. Und die Germanen machten ihre Sache sehr gut, denn die Gastgeber konnten sich auf ihrer Festung kaum Tormöglichkeiten aus dem Spiel heraus erarbeiten. Bis auf ein paar Standards hatte der SV Anadoluspor um das Brüderduo Dzenis und Edis Ramovic kaum eine echte Torchance. Folgerichtig ging diese Begegnung auf Bezirksebene torlos in die Halbzeitpause.

Alle Tore fallen durch verwandelte Foulelfmeter

Im zweiten Spielabschnitt waren es die in Unterzahl agierenden Germanen, die in Führung gehen konnten (65.). Nachdem Fabien Fries mit einem Kracher am Querbalken scheiterte (55.) und sein Teamkollege Jeremy Heyer im Eins-gegen-Eins mit Anadolus Torhüter Helidon Pacarada den Kürzeren zog, durfte Gästecoach Leonardo de Sousa jubeln. Fries konnte einen Foulelfmeter nutzen, nachdem er selbst gefoult wurde. In der Folge wollten die Gastgeber ihren Heimnimbus wahren und warfen alles nach vorne, woraufhin Hektik aufkam. Auch, weil Schiedsrichter AX nach einem vermeintlichen Handspiel keinen Elfmeter für die Gastgeber pfiff und die Stimmung zu kippen drohte – der Einsatz des Stopp-Konzeptes beruhigte die Gemüter dann erfolgreich (82.). Nur wenige Minuten später gab es dann einen diskutablen Handelfmeter für das Team von Pablo Merino Abajo, Edis Ramovic nutzte die Chance zum 1:1 (88.). Und es kam noch dicker, denn in der Nachspielzeit agierte ein Germania-Akteur zu ungestüm im Strafraum und verursachte einen Foulelfmeter. Wieder trat Edis Ramovic an, erneut zappelte der Ball im Netz (90+2.). Am Ende jubelte der SV Anadoluspor über einen glücklichen Sieg zum Jahresende.

Trainerstimmen und Ausblick

Metternichs Trainer Leonardo de Sousa kommentierte den bitteren Spielverlauf mit folgenden Worten: „Nach fast 100 Minuten in Unterzahl tut dieses Ende natürlich sehr weh. Wir haben uns ein Remis sehr verdient, mit einer Auswahl an Spielern aus der dritten Mannschaft, der U19 und der ersten Mannschaft. Mit dieser Leistung bin ich sehr zufrieden, nicht mit dem Ergebnis.” Bei den Germanen geht es jetzt darum, dass in der Winterpause die vielen verletzten Spieler wieder fit werden. Testspiele gibt es unter anderem gegen die Spvgg Wirges, die TuS Koblenz und den FC Rot-Weiss Koblenz II. Der erste Gegner in der Meisterschaft ist am Sonntag, 1. März, dann der TuS Mayen. Beim SV Anadoluspor war die Freude über den dreifachen Punktgewinn hingegen sehr groß: „Für mich war es letztlich eine wirklich gute Zeit, und mit dem dritten Platz können wir auch zufrieden zurückblicken, ein schöner Abschluss“, sagte Pablo Merino Abajo. Seine Mannschaft testet gegen die SG Neuwied und die SG Bad Breisig, ehe die Ligaphase mit dem Duell bei der SG Viertäler Oberwesel wieder fortgesetzt wird.

Bildquelle: SV Anadoluspor Koblenz / FC Germania Metternich