Zum Abschluss der 4. Runde im Fußball-Rheinlandpokal stehen sich am heutigen Mittwochabend ab 19.30 Uhr noch der FC Cosmos Koblenz und der SV Eintracht Trier gegenüber. Das Duell zwischen dem Aufsteiger in die Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und dem Fußball-Regionalligisten aus der Porta-Nigra-Stadt wird ab 19.30 Uhr im altehrwürdigen Stadion Oberwerth in Koblenz auf Naturrasen ausgetragen. Die von Yusuf Emre Kasal trainierten Cosmonauten sind zwar in der Rolle des Außenseiters, haben sich allerdings seit der Rückkehr in die fünfthöchste Spielklasse gut gefestigt und werden an diesem Abend alles raushauen, um dem Favoriten ein Bein zu stellen. Der SV Eintracht Trier ist aktuell der am höchsten spielende Verein im Fußballverband Rheinland und liegt in der vierthöchsten Spielklasse in der Staffel Südwest aktuell auf einem respektablen achten Platz und hat somit die Favoritenrolle inne.
Im Viertelfinale wartet der FV Engers
Doch ein Pokalwettbewerb schreibt schließlich immer seine eigenen Gesetze und die Historie zeigt, dass sich regelmäßig auch der vermeintliche Underdog behauptet. Der aus Mayen stammende und als Spieler bei der TuS Koblenz und dem FC Karbach unter Vertrag stehende Thomas Klasen, Trainer der Eintracht, und sein Team möchten nämlich ihren Ruf als Rekordsieger ausbauen und endlich mal wieder den Pokal in den Händen halten – zuletzt gelang dies 2016, als im Finale der A-Ligist FC Hoher Westerwald Niederroßbach besiegt wurde. Geleitet wird das Duell von Jason Lieser und seinen Assistenten Johannes Klingel und Tim Steffens. Der Gewinner dieses Spiels unter dem Motto “Siegen oder Fliegen” trifft im Viertelfinale, ausgetragen im März 2026, auf den Fußball-Oberligisten FV Engers, aktueller Titelträger.
FC Cosmos Koblenz hat nichts zu verlieren
Auch wenn die Mannschaft von Yusuf Emre Kasal als Außenseiter in das Pokalduell mit dem Rekordsieger des Wettbewerbs geht, wollen die Cosmonauten zeigen, dass sie einen höherklassigen Gegner schlagen können. Im Vorjahr ist dies nämlich nicht gelungen, die TuS Koblenz war als Fußball-Oberligist für den damaligen Fußball-Rheinlandligisten eine Hürde zu hoch. Doch der alte FC Cosmos Koblenz hat sich in den vergangenen zwölf Monaten deutlich weiterentwickelt und im laufenden Wettbewerb schon zweimal gezeigt, dass zwischenzeitliche Rückschläge nicht gleich das Aus bedeuten müssen. In der zweiten Runde führte der Fußball-Bezirksligist TuS Mayen, ehe die Cosmonauten dank eines Doppelpacks von Nao Oriyama noch mit 2:1 siegten. Im letzten Pokalspiel, die Kasal-Mannen spielten beim Fußball-Rheinlandligisten SG 99 Andernach, wurde nach 100-minütiger Unterzahl und dem 30-minütigen Nachsitzen in der Verlängerung mit 3:2 gewonnen. Nun wartet mit der Eintracht aus Trier ein echter Brocken, doch die Kasal-Truppe wurde gerne im Pokalwettbewerb überwintern. Ein Spieler, der dieses Vorhaben unbedingt umsetzen und 2026 zu seinem Jahr machen möchte, ist Torhüter Josué Duverger, der vor wenigen Tagen mit Haiti die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA sichern konnte.
SV Eintracht Trier im Rheinlandpokal noch ohne Gegentor
Die Mannen von Cheftrainer Thomas Klasen, der in der Region rund um Koblenz vielen Kennern der Fußballszene mehr als ein Begriff ist, möchten bei ihrer bislang größten Hürde im Pokalwettbewerb alles reinhauen und das Kampfspiel auf einem wohl schwer zu bespielenden Naturrasen im Stadion Oberwerth für sich entscheiden. Und dies, obwohl in einem möglichen Viertelfinalspiel der Angstgegner FV Engers wartet – zuletzt schalteten die Mannen vom Wasserturm die Eintracht dreimal aus. Im letzten Pokalspiel mussten die Klasen-Jungs beim Fußball-Rheinlandligisten SV Rot-Weiss Wittlich ran und konnten sich vor knapp 2000 Zuschauern dank eines späten Doppelschlags mit 2:0 durchsetzen und das Nachsitzen verhindern. Des Weiteren war die Eintracht nur noch in der zweiten Runde beim A-Ligisten SG Wallenborn im Einsatz, dort wurde auch mit dem zweiten Anzug locker mit 6:0 gewonnen. Demnach wartet auf die zuletzt recht konstant punktenden Trierer, die Mannschaft hat sich nach dem Aufstieg in die Fußball-Regionalliga Südwest gut weiterentwickelt und zuletzt auf einem einstelligen Tabellenplatz eingeordnet, ein erster echter Gradmesser.
Bildquelle: FC Cosmos Koblenz / SV Eintracht Trier