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JENS BERMEL & MORITZ BRENDLER

Gemäß dem Motto “Ehre, wem Ehre gebührt” hat sich die Redaktion von Das-Run.de dazu entschieden, die Meister aus der Saison 2024/2025 im Fußballverband Rheinland mit einer kleinen Berichterstattung über deren Reise bis hin zum Gewinn der Meisterschaft zu ehren. Ein Verein, der von dieser Möglichkeit Feuer und Flamme gewesen ist, ist die SG Augst Eitelborn. Der Verein um Spielführer Moritz Brendler und Torwarttrainer Jens Bermel hat die Meisterschaftsrunde in der Fußball-Kreisliga A Staffel 4 durchlaufen und am Saisonende als klassenbestes Team abgeschlossen. Demnach haben die Kombinierten nicht nur die Meisterschaft im Kreisligaoberhaus eingefahren, sondern sich auch einen Startplatz in der Fußball-Bezirksliga Mitte in der kommenden Spielzeit verdient. Im exklusiven Meisterinterview mit Kapitän Moritz Brendler und Torwarttrainer Jens Bermel erfahrt ihr alles über die Meisterschaftsreise der Fußballer aus Eitelborn, Neuhäusel und Simmern. Viel Spaß beim Lesen.

Das-Run.de: Hallo Moritz, hallo Jens. Schön, dass ihr Zeit habt für unser angefragtes Meisterinterview. Vorab aber nochmal herzliche Glückwünsche zum Gewinn der Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A Staffel 4.

Moritz Brendler: Hallo, vielen Dank für die Anfrage.

Jens Bermel: Auch von mir hallo und danke für euer Interesse, über unseren Aufstieg zu berichten.

Das-Run.de: Mit welchem Ziel seid ihr in die Spielzeit gestartet?

Moritz Brendler: Nach dem dritten Platz in der vorherigen Saison war für uns klar, dass wir wieder eine sehr gute Rolle in der Fußball-Kreisliga A spielen wollen. In der Sommerpause wurde unser Kader durch Neuzugänge qualitativ und in der Breite deutlich verstärkt, was sich in einer besseren Trainingsbeteiligung und einer höheren Intensität widergespiegelt hat. Der Aufstieg war nie das klar gesteckte Ziel, doch wir wussten, dass, wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, über lange Zeit oben mithalten können.

Jens Bermel: Wir sind mit dem klaren Ziel in diese Saison gegangen, ganz oben mitzuspielen, da wir ja letzte Saison knapp gescheitert waren und wir uns zusätzlich noch weiter verstärkt hatten

Das-Run.de: Wann habt ihr denn gemerkt, dass ihr Meister in der Fußball-Kreisliga A4 werden könnt?

Moritz Brendler: Dass das Potenzial vorhanden ist, haben wir spätestens in der Winterpause gemerkt, als wir auf dem ersten Tabellenplatz überwintert haben. Leider haben wir es nicht geschafft gehabt, diese Euphorie in die ersten Spiele mitzunehmen und haben im März nur vier Punkte aus vier Spielen geholt. Uns war klar zu diesem Zeitpunkt, dass wir eine Serie aufbauen müssen, um oben einen der ersten beiden Plätze zu erhalten. Dass wir eine realistische Chance auf den ersten Platz haben, war ehrlicherweise erst zwei Spieltage vor Saisonende klar, als der FC Rot-Weiss Koblenz II gegen die SG Rheindörfer verloren hat und wir wussten, dass wir im letzten Spiel gegen den direkten Konkurrenten an ihnen vorbeiziehen können. Dass sich alles so entwickelt und wir die letzten sieben Ligaspiele gewinnen können, mit der Krönung, am letzten Spieltag zu Hause aufzusteigen, hätten wir uns im besten Traum nicht ausmalen können.

Jens Bermel: Der Glaube daran war von Anfang an da. Doch zu Beginn der Rückrunde habe ich nicht mehr daran geglaubt, dass sich der FC Rot-Weiss Koblenz den Titel nochmal nehmen lässt. Da habe ich den Fokus auf den Relegationsplatz (Rang zwei, Anmerkung der Redaktion) gelegt.

Das-Run.de: Wann stand die Meisterschaft fest?

Moritz Brendler: Erst mit dem Abpfiff am letzten Spieltag. In so einem Finale am letzten Spieltag der Meisterschaftsrunde hätte alles passieren können.

Jens Bermel: Fest stand es ja dann letztendlich im letzten Spiel, wo es ja zum Showdown mit dem damaligen Tabellenführer FC Rot-Weiss Koblenz II kam.

Das-Run.de: Moritz und Jens, was waren die wichtigsten Etappen auf dem Weg zur Meisterschaft?

Moritz Brendler: Das war meiner Meinung nach zum einen die sehr starke Hinrunde, die wir dann auch auf dem verdienten ersten Tabellenplatz beendet haben. Ein entscheidender Faktor war meiner Meinung nach auch das Pokal-Viertelfinale gegen den TV Mühlhofen, in dem wir mit Beginn der Nachspielzeit 2:4 zurücklagen, es aber dennoch schafften, den Ausgleich zu erzielen und uns in der Verlängerung den Einzug ins Halbfinale des Fußball-Kreispokals zu sichern. Das war einfach eine enorme Willensleistung, die uns in dem Spiel niemand mehr zugetraut hätte und die neue Energie freigesetzt hat. Ebenso der Erfolg im anschließenden Halbfinale auswärts bei der Reserve des FC Rot-Weiss Koblenz. Dies hat uns nochmal gezeigt, dass wir gegen jedes Team gewinnen können.

Jens Bermel: Das wir immer an uns geglaubt haben. Und auch der Glaube, zumindest den zweiten Rang erreichen zu können. In die Karten haben uns dann natürlich die Patzer von der Reserve des FC Rot-Weiss Koblenz gespielt.

Das-Run.de: Männer, welcher Moment hat euch auf dem Weg zur Meisterschaft eigentlich geprägt?

Moritz Brendler: Da kann ich keinen genauen Moment nennen. Meiner Meinung nach ist es einfach der extrem gute Zusammenhalt bei uns in der Mannschaft. Wir sind fast alles Jungs, die aus der eigenen Jugend sind, die auch außerhalb des Fußballs gut befreundet sind, die oft nach dem Training noch für ein Bierchen oder zum Grillen zusammensitzen. Es macht einfach extremen Spaß mit seinen Jungs Fußball spielen zu können, das zu machen, was einem Spaß macht, was einem Freude bereitet. Ich glaube, dass trägt auch dazu bei, dass in den entscheidenden Spielen vielleicht noch mal der ein oder andere Meter mehr gelaufen oder sich noch mal etwas mehr in den nächsten Zweikampf reingehauen wird und wenn man dann am Ende noch etwas gemeinsam zu feiern hat, gibt es nichts geileres. An der Stelle möchte ich mich auch noch mal im Namen der gesamten Mannschaft bei allen Fans und Unterstützern bedanken, die uns die komplette Spielzeit überragend supportet haben und fast jedes Spiel zu einem gefühlten Heimspiel gemacht haben.

Jens Bermel: Hier kann ich gar keinen besonderen Moment nennen. Die Mannschaft ist, und war schon immer, sehr eng und homogen.

Das-Run.de: Abschließend möchten wir noch wissen, wie bei der SG Augst eigentlich gefeiert wird?

Moritz Brendler: Einzelheiten kann ich natürlich nicht verraten, aber ich kann so viel vorwegnehmen: Wir hatten einen sehr guten, feuchtfröhlichen Abend, den wir so wahrscheinlich auch nicht mehr vergessen werden. Den Aufstieg und die Meisterschaft haben wir definitiv gebührend gefeiert.

Jens Bermel: Gefeiert wird natürlich ausgelassen. Aber auch hier kann ich sagen, dass es auch genügend Momente in einem tollen Team vor der Meisterschaft gab, wo man schon toll zusammen gefeiert hat. Der Gewinn der Meisterschaft und des Kreispokals ist natürlich die Sahne auf der Torte.

Das-Run.de: Dann hoffen wir, dass ihr mittlerweile wieder nüchtern seid (lacht) und euch gut ausruht, um zeitnah wieder in die Vorbereitung einzusteigen. Nach dem Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und Kreispokal wartet ja bekanntlich die Fußball-Bezirksliga Mitte.

Moritz Brendler: Ja, mittlerweile sollten die letzten Pegelstände wieder abgeklungen sein. Wir werden in der Vorbereitung hart schuften, um uns auf Bezirksebene zu halten. Und noch ein riesiges Dankeschön an euch für eure Anfrage für das Meisterinterview.

Jens Bermel: Ich freue mich schon, wenn die Torhüter wieder richtig schön hart arbeiten dürfen (lacht). Nach der tollen Feierei gilt es, in der Vorbereitung die Bezirksliga-Reife zu erlangen. Auch ich sage vielen Dank für die Interviewanfrage. Macht es gut. Wir sehen uns auf dem Sportplatz.