Im Fußballverband Rheinland ist Wolfgang Durben für seine fußballverrückte Lebensweise bekannt. Durben hat Seniorenmannschaften des SV Ochtendung und des VfB Polch trainiert und auch die U19 der SG99 Andernach angeleitet. Im Interview blickt er auf diese Zeit zurück, legt den Fokus aber auf die Inklusionsmannschaft, die er seit 2019 betreut. Und nicht zu vergessen ist die ins Leben gerufene Gehfußballmannschaft. Am Ende spricht Durben darüber, was er sich für den Amateurfußball wünscht und über einen Spieler, der heute einen Marktwert von neun Millionen Euro hat.
Das-Run.de: Hallo Wolfgang. In der Fußballszene des Fußballverbandes Rheinland bist du ein bekanntes Gesicht. Doch in den letzten Jahren ist es ruhiger um dich geworden. Bist du noch im Fußball aktiv?
Wolfgang Durben: Hallo. Ja, jedoch in leicht anderen fußballerischen Sparten. Zum einen leite und betreue ich zusammen mit Volker Ackermann und Rudi Schäfer seit 2019 eine Inklusionsmannschaft, zum anderen habe ich letztes Jahr mit Gleichgesinnten eine Gehfußballmannschaft ins Leben gerufen. Letzteres ist auch als Walking Football bekannt. Beide Mannschaften starten für den VfB Polch. Am 15. Juni haben wir in Polch unser erstes Turnier mit zwölf Mannschaften ausgerichtet. Die Teilnehmer waren aus Nordrhein-Westfalen, dem Raum Mainz und aus dem Westerwald.
Das-Run.de: Thema Inklusion: Wie genau sieht ein Training mit deinem Inklusionsteam überhaupt aus? Was sind für dich die Unterschiede zum Jugend- und Seniorenbereich?
Wolfgang Durben: Unser Training zeichnet sich dadurch aus, dass Beeinträchtigte und Nichtbeeinträchtigte zusammen Fußballspielen. Bei den Einheiten ist immer eine große Anzahl von Unterstützern mit am Start. Dadurch entsteht eine besondere Stimmung auf dem Feld, geprägt von einer schönen Atmosphäre und gegenseitiger Wertschätzung. Bei Trainingseinheiten mit dem Inklusionsteam steht der Spaß und das Fußballspielen im Vordergrund. Im Jugend- und Erwachsenenbereich geht es eher um eine strategische Entwicklung.
Das-Run.de: Wann hast du persönlich gemerkt, dass du mal etwas anderes machen wolltest?
Wolfgang Durben: Das war ziemlich genau an meinem 50. Geburtstag.
Das-Run.de: Wird man dich nochmal als Trainer einer Seniorenmannschaft am Spielfeld stehen sehen?
Wolfgang Durben: Stand heute kann ich mir nicht vorstellen, dass ich nochmal eine Mannschaft eine ganze Saison oder gar länger trainiere. Aber für zwei bis drei Monate auszuhelfen oder einzuspringen, hätte einen gewissen Charme.
Das-Run.de: Wie hat sich der Fußball im Laufe der Jahre im Amateurbereich verändert?
Wolfgang Durben: Ich glaube nicht, dass er sich groß verändert hat.
Das-Run.de Du warst jahrelang sehr erfolgreich beim SV Ochtendung als Coach unterwegs. Später dann als U19-Trainer bei der SG99 Andernach. Zuletzt bei der SG Maifeld. Welche Eindrücke bleiben? Was war die schönste Zeit?
Wolfgang Durben: Ich hatte das Glück, dass ich bei allen der drei Stationen eine schöne Zeit hatte. Letztendlich waren die sechs Jahre mit einem Aufstieg beim VfB Polch, beziehungsweise der SG Maifeld (der VfB Polch wurde Teil der SG Maifeld, Anmerkung der Redaktion), die nachhaltigste Zeit.
Das-Run.de: Kannst du dich an Spieler erinnern, die den Sprung in höhere Ligen geschafft haben?
Wolfgang Durben: Ozan Ekici hat es vor seiner schweren Verletzung in den Kader der TuS Koblenz geschafft. Benedikt Kempkes hat bei meiner ersten Trainerstation 2004 in Ochtendung gespielt und sich als Schiedsrichter in der Bundesliga etabliert. 2018 haben wir mit der U19 der SG99 Andernach nach dem Gewinn des Rheinlandpokals gegen RB Leipzig in der ersten Runde des DFB-Pokals gespielt. Dort hat Mads Bidstrup mitgespielt, der heute einen Marktwert von neun Millionen hat und bei RB Salzburg spielt. Und Eric Majetschak wurde eine Woche später beim Euroleague Spiel zwischen RB Leipzig und Celtic Glasgow eingewechselt. Also alles in allem überschaubar und unspektakulär.
Das-Run.de: Es ist kein Geheimnis, und das ist auch nicht böse gemeint. Aber würdest du dich als fußallbekloppt bezeichnen?
Wolfgang Durben: Na ja. Ein bisschen fußballverrückt vielleicht.
Das-Run.de: Was macht den Fußball gegenüber anderen Sportarten aus?
Wolfgang Durben: Wenn man es als Mannschaftssport betrachtet, gar nicht allzu viel. Sport im allgemeinen verbindet.
Das-Run.de: Was würdest du dir für den Fußball wünschen?
Wolfgang Durben: Ich würde mir wünschen, dass die Kommerzialisierung ein Ende nimmt. Der Amateurfußball ist ehrlicher.
Das-Run.de: Zum Abschluss: Sieht man Wolfgang Durben in zehn Jahren noch als Trainer auf dem Platz?
Wolfgang Durben: Puuhhh, eher nicht.
Das-Run.de: Hallo Wolfgang. In der Fußballszene des Fußballverbandes Rheinland bist du ein bekanntes Gesicht. Doch in den letzten Jahren ist es ruhiger um dich geworden. Bist du noch im Fußball aktiv?
Wolfgang Durben: Hallo. Ja, jedoch in leicht anderen fußballerischen Sparten. Zum einen leite und betreue ich zusammen mit Volker Ackermann und Rudi Schäfer seit 2019 eine Inklusionsmannschaft, zum anderen habe ich letztes Jahr mit Gleichgesinnten eine Gehfußballmannschaft ins Leben gerufen. Letzteres ist auch als Walking Football bekannt. Beide Mannschaften starten für den VfB Polch. Am 15. Juni haben wir in Polch unser erstes Turnier mit zwölf Mannschaften ausgerichtet. Die Teilnehmer waren aus Nordrhein-Westfalen, dem Raum Mainz und aus dem Westerwald.
Das-Run.de: Thema Inklusion: Wie genau sieht ein Training mit deinem Inklusionsteam überhaupt aus? Was sind für dich die Unterschiede zum Jugend- und Seniorenbereich?
Wolfgang Durben: Unser Training zeichnet sich dadurch aus, dass Beeinträchtigte und Nichtbeeinträchtigte zusammen Fußballspielen. Bei den Einheiten ist immer eine große Anzahl von Unterstützern mit am Start. Dadurch entsteht eine besondere Stimmung auf dem Feld, geprägt von einer schönen Atmosphäre und gegenseitiger Wertschätzung. Bei Trainingseinheiten mit dem Inklusionsteam steht der Spaß und das Fußballspielen im Vordergrund. Im Jugend- und Erwachsenenbereich geht es eher um eine strategische Entwicklung.
Das-Run.de: Wann hast du persönlich gemerkt, dass du mal etwas anderes machen wolltest?
Wolfgang Durben: Das war ziemlich genau an meinem 50. Geburtstag.
Das-Run.de: Wird man dich nochmal als Trainer einer Seniorenmannschaft am Spielfeld stehen sehen?
Wolfgang Durben: Stand heute kann ich mir nicht vorstellen, dass ich nochmal eine Mannschaft eine ganze Saison oder gar länger trainiere. Aber für zwei bis drei Monate auszuhelfen oder einzuspringen, hätte einen gewissen Charme.
Das-Run.de: Wie hat sich der Fußball im Laufe der Jahre im Amateurbereich verändert?
Wolfgang Durben: Ich glaube nicht, dass er sich groß verändert hat.
Das-Run.de Du warst jahrelang sehr erfolgreich beim SV Ochtendung als Coach unterwegs. Später dann als U19-Trainer bei der SG99 Andernach. Zuletzt bei der SG Maifeld. Welche Eindrücke bleiben? Was war die schönste Zeit?
Wolfgang Durben: Ich hatte das Glück, dass ich bei allen der drei Stationen eine schöne Zeit hatte. Letztendlich waren die sechs Jahre mit einem Aufstieg beim VfB Polch, beziehungsweise der SG Maifeld (der VfB Polch wurde Teil der SG Maifeld, Anmerkung der Redaktion), die nachhaltigste Zeit.
Das-Run.de: Kannst du dich an Spieler erinnern, die den Sprung in höhere Ligen geschafft haben?
Wolfgang Durben: Ozan Ekici hat es vor seiner schweren Verletzung in den Kader der TuS Koblenz geschafft. Benedikt Kempkes hat bei meiner ersten Trainerstation 2004 in Ochtendung gespielt und sich als Schiedsrichter in der Bundesliga etabliert. 2018 haben wir mit der U19 der SG99 Andernach nach dem Gewinn des Rheinlandpokals gegen RB Leipzig in der ersten Runde des DFB-Pokals gespielt. Dort hat Mads Bidstrup mitgespielt, der heute einen Marktwert von neun Millionen hat und bei RB Salzburg spielt. Und Eric Majetschak wurde eine Woche später beim Euroleague Spiel zwischen RB Leipzig und Celtic Glasgow eingewechselt. Also alles in allem überschaubar und unspektakulär.
Das-Run.de: Es ist kein Geheimnis, und das ist auch nicht böse gemeint. Aber würdest du dich als fußallbekloppt bezeichnen?
Wolfgang Durben: Na ja. Ein bisschen fußballverrückt vielleicht.
Das-Run.de: Was macht den Fußball gegenüber anderen Sportarten aus?
Wolfgang Durben: Wenn man es als Mannschaftssport betrachtet, gar nicht allzu viel. Sport im allgemeinen verbindet.
Das-Run.de: Was würdest du dir für den Fußball wünschen?
Wolfgang Durben: Ich würde mir wünschen, dass die Kommerzialisierung ein Ende nimmt. Der Amateurfußball ist ehrlicher.
Das-Run.de: Zum Abschluss: Sieht man Wolfgang Durben in zehn Jahren noch als Trainer auf dem Platz?
Wolfgang Durben: Puuhhh, eher nicht.