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Philipp Barth
Im siebten Teil unserer Interviewserie mit regionalen Fußballtrainern, in der vor allem die Hinserie der Spielzeit 2025/2026 im Vordergrund stehen wird, haben wir mit Philipp Barth gesprochen. Der einstige Jugendleiter der JSG Mittelrhein trainiert neben der U16 der TuS Koblenz auch die Frauen des FC Urbar in der Fußball-Regionalliga Südwest. Die Aufsteiger vom Aulenberg konnten bis zur Winterpause neun Punkte einfahren und mussten demnach auf Rang zehn, dem ersten Abstiegsrang, überwintern. Im exklusiven Interview berichtet der Trainer von seinen schönsten Momenten in der Hinserie, spricht aber auch über die bitteren Erlebnisse und betont, wie diese Erfahrungen künftig Auftrieb im Kampf um den Klassenverbleib geben soll. Am Ende des Interviews erläutert Philipp, wie wichtig der Support von Außen für seine Mannschaft im Abstiegskampf sein kann und erläutert die Unterschiede von der Frauen-Rheinlandliga und der nächsthöheren Frauen-Regionalliga Südwest. Viel Spaß beim Lesen.

Das-Run.de: Hallo Philipp, herzlich willkommen zum Interview. Stelle dich gerne kurz vor.

Philipp Barth: Mein Name ist Philipp Barth. Ich bin 24 Jahre alt und komme aus Bendorf. Seit Sommer bin ich als Trainer bei der TuS Koblenz in der U16-Rheinlandliga tätig und seit Ende September beim FC Urbar in der Frauen-Regionalliga Südwest. Zusätzlich bin ich seit Juni letzten Jahres im Verbandsjugendausschuss ehrenamtlich tätig.

Das-Run.de: Philipp, du wurdest während der Saison Coach der Frauen des FC Urbar, die seit dieser Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest spielen. Was hast du vorgefunden?

Philipp Barth: Nach einer schwierigen Sommervorbereitung und dem Saisonbeginn in der Frauen-Regionalliga traf ich auf eine Mannschaft und einen Verein, die sich im Entwicklungsprozess an die athletischen, taktischen und organisatorischen Vorrausetzungen für die Frauen-Regionalliga befand. Die Mannschaft weist einen guten Zusammenhalt auf. Das ist wichtig für unsere aktuelle sportliche Herausforderung.

Das-Run.de: Philipp, wie ist es eigentlich, eine Frauenmannschaft in der Frauen-Regionalliga Südwest zu führen?

Philipp Barth: Dreimal die Woche Training und am Wochenende ein Spiel bedeutet, die Trainingsvorbereitungen und Spielvorbereitungen passend auf die Mannschaft vorzubereiten. Für mich steht die Entwicklung der Spielerinnen und der Mannschaft im Fokus. Die Besonderheit in Urbar ist, dass man hier in einem familiären gut geführten Verein die Mannschaft entwickeln kann. Die Unterstützung im Verein ist super.

Das-Run.de: 9 eingefahrene Punkte in 13 Spielen bis zur Winterpause und ein Torverhältnis von 8:42 reichen aktuell für Rang zehn – den ersten Abstiegsplatz. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt aktuell einen Zähler. Wie ordnet man diese Hinserie ein?

Philipp Barth: Die Mannschaft ist weiterhin im Entwicklungsprozess. Der Sprung aus der Frauen-Rheinlandliga in die Frauen-Regionalliga Südwest ist sehr groß. Aufgrund von Langzeitverletzen und immer wieder längeren Abwesenheiten im Kader war es in der Hinrunde eine besondere Herausforderung für die Mannschaft. Da auch danke an die zweite Mannschaft, die uns immer wieder unterstützt hat. Natürlich hätte man sich gewünscht, den ein oder anderen Punkt mehr zu holen. Die Mannschaft hat auch das Potenzial dafür, allerdings hat uns die Konstanz gefehlt.

Das-Run.de: Philipp, deine Mannschaft hat alle drei Siege daheim eingefahren. Wie wichtig ist der Aulenberg beim Kampf um den Klassenverbleib?

Philipp Barth: Für uns ist der Aulenberg eine Festung. Die Unterstützung zu Hause ist überragend und wir wünschen uns für die Rückrunde weiterhin diesen Support – gerne auch auswärts. Wir werden alles daran setzten, diese 9 Punkte auch auswärts zu holen.

Das-Run.de: Philipp, deine Mädels haben in der Hinserie lediglich acht Treffer erzielt. Wie kann die Offensivausbeute besser werden?

Philipp Barth: In der Vorbereitung auf die Restrunde haben wir das Thema analysiert und Lösungsideen trainiert. In den bislang absolvierten Vorbereitungsspielen hat die Mannschaft das bisher gut umgesetzt.

Das-Run.de: Deine Mannschaft kassiert im Schnitt mehr als drei Gegentore pro Begegnung. Wie möchtest du dein Team stabilisieren?

Philipp Barth: Wir haben uns als Team die Leitplanke gesetzt, dass alle Spielerinnen das Tor verteidigen. Das greifen wir immer wieder im Training auf und erwarten in den Spielen von der Mannschaft eine Leidenschaft und den eisernen Willen, unser eigenes Tor zu verteidigen. Dazu haben wir im Training gemeinsam Lösungen entwickelt.

Das-Run.de: Philipp, euer größter Konkurrent ist der Rangneunte SC Siegelbach. Was benötigt es, damit ihr den einen Platz in der Tabelle noch klettert und die Abstiegsränge somit verlässt?

Philipp Barth: Dafür benötigen wir eine hohe Trainingsbeteiligung und von allen Spielerinnen die Leidenschaft, den Willen und den Glauben. Zudem werden wir bei jedem Spiel unsere 100 Prozent abrufen müssen, um Punkte auf unserem Konto verbuchen zu können.

Das-Run.de: Wie wichtig wäre es denn, mit einem Sieg im Rheinlandpokal beim SC 13 Bad Neuenahr II in die Restrunde zu starten?

Philipp Barth: Sehr wichtig, denn es ist ein großes Ziel von uns, ins Halbfinale des Rheinlandpokals einzuziehen. Die Mannschaft freut sich auf das Spiel und wird alles geben, um das Ziel zu erreichen. Ein Weiterkommen kann uns natürlich Rückenwind für die Rückrunde geben.

Das-Run.de: Habt ihr euch eigentlich für die Restrunde personell verstärkt?

Philipp Barth: Wir habe uns aus der zweiten Mannschaft mit Alketa Rizani verstärkt. Zudem sind Sarah Gliesdorf und Lorena Schäfer nach ihren Langzeitverletzungen zurück. Extern haben wir uns mit Jürgen Ebert als Sportlichen Leiter Frauen auf der organisatorischen Ebene verstärkt, um die Strukturen im Frauenfußball beim FC Urbar zu stärken.

Das-Run.de: Philipp, worauf kommt es deiner Meinung nach in den restlichen Meisterschaftsspielen an, um das Ziel Klassenverbleib zu erreichen?

Philipp Barth: Das wir als Mannschaft im Training und Spiel immer wieder unsere 100 Prozent abrufen. Wir müssen es gemeinschaftlich als Mannschaft und Verein angehen, um unser Ziel Klassenerhalt zu schaffen.

Das-Run.de: Philipp, wir bedanken uns herzlich bei dir beim Blick auf die Hinserie und hoffen, dass deine Mannschaft nach dem Restart auch in den noch ausstehenden Meisterschaftsspielen performen wird. Wir würden uns freuen, wenn ihr eure sportlichen Ziele erreicht und im Wettbewerb um den Fußball-Rheinlandpokal mindestens ins Halbfinale stürmt. Bleib gesund und mach es gut.

Philipp Barth: Vielen Dank für das Interview. Es hat mir viel Freude bereitet, mit euch auf die Hinserie zu blicken. Ich hoffe, dass wir unsere Ziele erreichen. Macht es gut, bleibt sportlich und kommt uns mal auf dem Aulenberg besuchen.

Fotoquelle: TuS Koblenz