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Es war in den 1990er-Jahren, als Thomas (Tom) Theisen die Idee gekommen ist, einen regionalen Hallencup auszurichten. Die erste Auflage hieß damals noch TV-Cup und wurde in Theisens Geburtsstadt Mayen ausgetragen, ehe das Turnier nach Koblenz und schließlich in die Philipp-Heift-Halle nach Mülheim-Kärlich expandierte. Seit dem Jahr 1998 ist die Firma Sesterhenn Namensgeber des Traditionsevents, welches heute an drei Tagen über die Bühne geht und auch dank der zahlreichen Anhänger der TuS Koblenz von einer wohl einmaligen Atmosphäre lebt. Am ersten Turniertag messen sich die Alten Herren, am zweiten Turniertag steht dann das Hauptturnier an, bei dem die beiden Fußball-Oberligisten TuS Koblenz und FC Rot-Weiss Koblenz immer die Favoriten sind. Und am finalen Sonntag treffen sich dann zwölf Nachwuchsmannschaften im evm-Junior Cup und spielen den Sieger aus. Veranstalter des regionalen Hallencups ist seit unzähligen Jahren die SG 2000 Mülheim-Kärlich, deren zweiter Vorsitzender Tom Theisen ist. Im exklusiven Interview erläutert der Mann, der bei der SG 2000 im Vorstand für Marketing, Events und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist, die Erfolgsgeschichte des Hallenevents. Der dreifache Familienvater erzählt von den Anfängen, von der Entwicklung im Laufe der Jahre, berichtet von den Alleinstellungsmerkmalen des Sesterhenn-Cups und nennt das Einlagenspiel der Inklusionsmannschaft am Samstag als Highlight. Natürlich stellt der Schalke-Fan auch das Teilnehmerfeld vor und erklärt, warum er am Turnierkonzept erst einmal nichts ändern würde. Viel Spaß beim Lesen des Interviews und kommt gerne von Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. Januar, in die Philipp-Heift-Halle nach Mülheim-Kärlich, um selbst einmal die erstklassige Atmosphäre beim Sesterhenn Cup zu schnuppern.

Das-Run.de: Hallo Tom, vielen Dank für dein Interesse an einem Interview. Stelle dich gerne einmal der Community vor.

Tom Theisen: Hallo, ich bin Thomas Theisen (Tom), 56 Jahre jung, geboren in Mayen und lebe in Mülheim-Kärlich. Ich bin glücklich verheiratet und stolzer Vater von drei wundervollen Töchtern. Beruflich bin ich seit zwei Jahren Marketingleiter der LINUS WITTICH Mediengruppe.

Das-Run.de: Wie bist du denn zum Fußballsport gekommen?

Tom Theisen: Fußball ist meine Leidenschaft, seit ich denken kann. Mit 6 Jahren bin ich zum SV Rheinland Mayen gekommen, später zum Maifelder SV, zum VfB Polch und zur Fortuna Kottenheim. Mit 22 Jahren zwang mich mein mehrfach operiertes rechtes Knie bereits zum Karriereende. Wenig später wurde ich schon Jugendtrainer beim SSV Mülheim-Kärlich, der heutigen SG 2000 Mülheim-Kärlich.

Das-Run.de: Tom, welche Momente beim Fußballsport haben dich geprägt?

Tom Theisen: Ich kann mich sehr gut an das WM-Finale 1974 erinnern, aber meine Eltern und Großeltern haben überliefert, dass ich wohl mit drei Jahren das Pokalfinale Schalke gegen Kaiserslautern (5:0) mitbekommen habe. Seit ich denken kann, bin ich Schalker – auch Vereinsmitglied.

Das-Run.de: Tom, du bist bei der SG 2000 Mülheim-Kärlich ein Urgestein. Wie kam es zum Wechsel? Welches Amt übst du aus?

Tom Theisen: Mit Mitte 20 bin ich mit meiner damaligen Freundin und heutigen Frau nach Mülheim-Kärlich gezogen. Hier wurde ich Jugendtrainer beim damaligen SSV Mülheim und war nicht unbeteiligt an der Gründung der SG 2000 Mülheim-Kärlich, meinem heutigen Heimatclub. Ich bin seit circa 20 Jahren im Vorstand für Marketing, Events und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

Das-Run.de: Tom, was macht die SG 2000 in deinen Augen aus? Was sind Momente fürs Leben?

Tom Theisen: Seit der Gründung vor 25 Jahren legt der Verein wert auf die Jugendarbeit und zwar für Breiten – und Leistungssport, soweit möglich. Nach meiner Zeit als Jugendtrainer, war ich Co-Trainer der 1. Mannschaft unter Clemens Decker und von Oktober 2006 bis Sommer 2010 Trainer der 1. Mannschaft, mit der ich im Sommer 2009 den Aufstieg in die Fußball-Rheinlandliga geschafft habe. Der Aufstieg war sicher mein Moment fürs Leben. Aber viele tolle Events und Begegnungen sind haften geblieben. Grundsätzlich hab ich hier Freunde fürs Leben gefunden.

Das-Run.de: Lass uns über den Sesterhenn Cup sprechen. Wann ist die Idee für dieses tolle Event geboren worden?

Tom Theisen: Da muss ich etwas ausholen: Als junger Journalist arbeitete ich für das Regionalfernsehen, erst MYK TV, dann Kanal 10, Westerwald TV, TVT1 und später hieß es TV Mittelrhein. Ich baute die Sportredaktion auf und als Fußballfan kam ich in den 1990er-Jahren auf die Idee, einen regionalen Hallencup auszurichten. So wurde der 1. TV Cup in Mayen gespielt. Es folgte, wegen der großen Resonanz, der Gang nach Koblenz in die Sporthalle Oberwerth und Ende der 1990er-Jahre schließlich der Umzug in die Philipp-Heift-Halle nach Mülheim-Kärlich, die einfach ideal ist. Durch die Kontakte des Vereins zur Firma Sesterhenn wurde es schließlich 1998 der Sesterhenn Cup.

Das-Run.de: Der Sesterhenn Cup wurde im Laufe der Jahre zu einer Traditionsveranstaltung, die viele Fußallfans auf die Tribüne lockt. Wie hat sich das Turnier denn im Laufe der Jahre entwickelt?

Tom Theisen: Viel verändert hat sich nicht. Es gab Hoch und Tiefs, aber summa summarum greift das Konzept bis heute. Es gab Überlegungen einen Kunstrasen zu legen, aber das ist viel zu teuer und die Halle ist ja trotzdem voll. Auch Futsal war mal kurz in der Diskussion, als der DFB dass pushen wollte, aber das wäre das Aus der Turniers gewesen.

Das-Run.de: Hallenturniere gibt es im Fußballverband Rheinland mehrere. Was macht denn den Sesterhenn Cup so besonders?

Tom Theisen: Besonders ist die kesselförmige Halle, die eigens von der Firma Sesterhenn gebaute Rundumbande, das einladende Foyer und nicht zuletzt unsere SG-Fähigkeit, gute Gastgeber zu sein. Es ist der Szenetreff zu Beginn eines neuen Jahres und die TuS Koblenz gibt mit ihren Fans der Atmosphäre beim Hauptturnier am Samstag sicherlich die besondere Note.

Das-Run.de: Tom, der Sesterhenn Cup geht in diesem Jahr wieder von Freitag bis Sonntag. Am Freitag ist ein Turnier der Alten Herren. Auf was können sich die Zuschauer freuen?

Tom Theisen: Das AH-Turnier am Freitagabend ist der ideale Auftakt in das Wochenende – seit 25 Jahren. Die Teams kommen, bis auf den SV Elz aus Hessen, aus der näheren Umgebung. Ansonsten lebt das Turnier von den lokalen Duellen, unter anderem dem Andernacher Stadtduell, und vom Treffen vieler alter Bekannter. In diesem Jahr spielen in der Gruppe “mein Ort-App” der SV Elz, der FC Andernach, der FC Rot-Weiss Koblenz, der SV Niederelbert und die SG 99 Andernach. In der Gruppe “Hachenburger Pils” spielen der TuS Kettig, der SC Augst Eitelborn, der BSC Güls, der TuS St. Sebastian und die SG 2000 Mülheim-Kärlich. Es wird eine Gruppenphase gespielt, ehe die Halbfinals und das Endspiel folgen.

Das-Run.de: Am Samstag ist dann das große Hauptturnier. Welche Teams sind denn dabei? Wie wählt ihr die Mannschaften aus?

Tom Theisen: Das Hauptturnier steigt mit Ober-, Verbands-, und Bezirksligisten. Das war früher sonntags, aber durch die Integration des evm-Junior Cups am Sonntag haben wir nach der Corona-Pandemie das Konzept geändert. Das Teilnehmerfeld ändert sich von Jahr zu Jahr immer ein wenig. Das liegt primär an den Coaches, die nicht in die Halle wollen, was ich persönlich nicht verstehe. Die TuS Koblenz gehört ebenso fest zum Inventar, wie der FC Rot-Weiss Koblenz – das sind auch die Favoriten. Gute Verbandsligisten, wie der Ahrweiler BC, die SG 99 Andernach, der SV Eintracht Mendig, die Spvgg EGC Wirges und auch die SG 2000 Mülheim-Kärlich sind die Herausforderer. Die Fußball-Bezirksligisten sind die Underdogs, aber wichtig. So kommt es zum Beispiel zum Stadtduell der TuS Koblenz und dem FC Metternich. Wir fragen im Grunde immer die Teilnehmer des Vorjahres zuerst ab. Gibt es dann Absagen, können wir reagieren. In diesem Jahr spielen in der Gruppe “11 Teamsports Vallendar” die SG 99 Andernach, die SG 2000 Mülheim-Kärlich, die TuS Koblenz, der TuS Mayen, der Ahrweiler BC und der FV Rübenach. In der Gruppe “Sesterhenn” messen sich der FC Rot-Weiss Koblenz, der SV Eintracht Mendig, die SG 2000 Mülheim-Kärlich II, die SF Höhr-Grenzhausen, der FC Metternich und die Spvgg EGC Wirges. Auch hier gibt es nach der Gruppenphase die Halbfinalbegegnungen und das Endspiel.

Das-Run.de: Tom, du hast die TuS Koblenz als Zuschauermagnet schon angesprochen. Wie besonders ist es, dass rund 150 Schängel-Fans in der Halle für Stimmung sorgen?

Tom Theisen: Die TuS ist der Zuschauermagnet, ohne wenn und aber. Die Gesänge und sogar Choreos sind beeindruckend, erst recht in einer engen Halle. Ich glaube die TuS-Fans kommen gerne, da sprechen die Stimmung und die Bilder Jahr für Jahr für sich. Und nicht vergessen darf man die Mannschaft, denn ohne die kämen die Fans nicht. Die Verantwortlichen wollen, dass sich die Mannschaft auch mal in der Halle den Fans präsentiert und die wollen auch Jahr für Jahr den Titel einfahren. So weiß ich von Trainer Michael Stahl persönlich, dass er den Sesterhenn Cup zum dritten Mal in Folge gewinnen will, damit der große Wanderpokal endgültig in Koblenz bleiben kann.

Das-Run.de: Und am Sonntag spielt dann der Nachwuchs. Erzähl uns etwas über den evm-Junior Cup.

Tom Theisen: Zwölf U13-Teams spielen am Sonntag ab 10 Uhr um den evm-Junior Cup. Das ist für die Kinder seit jeher ein Highlight in dieser Halle, mit Bande, mit Atmosphäre. Die Bühne bereiten wir primär unserer eigenen U13, früher sogar gegen Bundesliganachwuchsmannschaften, aber die Zeiten sind vorbei. Die Proficlubs spielen im Januar lieber Outdoor Leistungsvergleiche, sogar im Ausland. In der Gruppe evm spielen die SG 2000 Mülheim-Kärlich I, die SG Vettelschoß/St. Katharinen, die Sportfreunde Eisbachtal, die SG Weißenthurm, die JSG Untermosel und der VfL Hamm. In der Gruppe “Linus Wittich” messen sich der JFV Rhein-Hunsrück, der SSV Heimbach-Weis, der FC Metternich, die EGC Wirges, die TuS Koblenz und die SG 2000 Mülheim-Kärlich II und ermitteln zwei Halbfinalisten.

Das-Run.de: Tom, gibt es in diesem Jahr ein Highlight beim Sesterhenn Cup?

Tom Theisen: Ein Highlight ist sicherlich wieder das Einlagespiel unserer Inklusionsmannschaft am Samstag vor den beiden Halbfinals. Das wird zu dritten Mal sehr besonders sein, primär für die Spielerinnen und Spieler, aber auch für das Publikum.

Das-Run.de: Tom, wir haben jetzt viel über das Sportliche gesprochen. Lass uns noch auf das Organisatorische schauen. Wie stellt man so ein Event auf die Bühne?

Tom Theisen: Der logistische Aufwand ist enorm. Die Excelliste unseres Veranstaltungsplaners Wolfgang Knöll umfasst über 200 Punkte. Exakte Angaben zu Mengen bei Essen und Getränken würden hier zu weit führen, aber beim letzten Turnierwochenende wurden noch einmal alle Rekorde gebrochen. Fakt ist, wir empfehlen für den Samstag den Vorverkauf über www.Vereinsticket.de zu nutzen. Im Vorverkauf sind Tickets einen Euro günstiger und es entstehen weniger Schlangen beim Einlass.

Das-Run.de: Tom, abschließend noch eine Frage: Könnt ihr euch Veränderungen am aktuellen Modus vorstellen? Vielleicht ein Frauenturnier oder ein Männerturnier für Kreisligisten?

Tom Theisen: Zur Zeit sehe ich keine Möglichkeiten für große Veränderungen, aber wer weiß was noch kommen wird? Was gut ist, darf auch mal so bleiben in diesen bewegten Tagen (lacht).

Das-Run.de: Tom, wir bedanken uns herzlich bei dir für das nette Interview und wünschen drei tolle Tage voller spannender Spiele in der Philipp-Heift-Halle.

Tom Theisen: Ich bedanke mich ganz herzlich für die Interviewanfrage. Kommt gerne vorbei in die Halle und saugt die Atmosphäre auf. Ein Besuch des Sesterhenn Cups lohnt sich immer.

Fotoquelle: SG 2000 Mülheim-Kärlich