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Unser heutiger Gast in der exklusiven Interviewreihe über den sich im Aufwind befindenden Jugendfußball ist Stefan Kurth. Der 47-Jährige spielte einst für die Jugendmannschaften und Seniorenteams des TSV Lay und trainierte auch zwei Jugendmannschaften. Aus beruflichen Gründen ist er dann einige Jahre kürzer getreten, ehe er durch seine eigenen Jungs wieder so richtig auf die Fußballbühne zurückgekehrt ist. Mittlerweile ist der Physiotherapeut als Abteilungsleiter für den Jugendfußball des TSV Lay zuständig und verrichtet dort administrative Dinge. Darüber hinaus kümmert sich Stefan gemeinsam mit Stefan Moog vom FSV Dieblich um den Jugendfußball innerhalb der JSG Moseltal. Im exklusiven Interview erläutert der Fußballfachmann, wie der Jugendfußball rund um Dieblich, Lay und Niederfell aufgebaut ist und warum der Faktor Spaß in allen Altersklassen eine große Rolle spielt. Darüber hinaus berichtet der Mann, der auch gerne mal Musik macht, von der Komplexität, Jahr für Jahr genügend Spieler für sämtliche Altersklassen zu haben. Am Ende des Interviews spricht Stefan über seine Ziele für den Jugendfußball, über den Bau eines Kunstrasenplatzes in Dieblich und vom Traum, noch einmal eine Jugendmannschaft anleiten zu können. Viel Spaß beim Lesen.

Das-Run.de: Hallo Stefan, du bist unser Ansprechpartner rund um den Jugendfußball bei der JSG Moseltal. Stelle dich gerne einmal kurz vor.

Stefan Kurth: Hallo zusammen, vielen Dank für eure Anfrage. Ich bin Stefan Kurth, 47 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Jungs (17 und 19 Jahre alt) und einen Hund. Ich wohne im Koblenzer Stadtteil Lay und bin Physiotherapeut von Beruf. Für Hobbies ist neben dem Fußball und der Familie nur noch gelegentlich Zeit um Musik zu machen. Ich bin Inhaber der C-Lizenz.

Das-Run.de: Stefan, wie bist du zum Fußballsport gekommen?

Stefan Kurth: Ich habe selber in der Jugend und als Erwachsener Fußball gespielt. Ich spielte als Torwart beim TSV Lay. Mit 18 Jahren habe ich erstmals eine D-Jugend und B-Jugend trainiert, ehe ich aus beruflichen Gründen weniger gemacht habe. Erst als meine Jungs selber anfingen mit dem Fußball, dass ist jetzt schon wieder zehn Jahre her, bin ich wieder eingestiegen.

Das-Run.de: Stefan, du wurdest uns als Ansprechpartner für ein Interview rund um den Jugendfußball bei der JSG Moseltal genannt. Welche Rolle übst du aus? Was sind deine Aufgaben?

Stefan Kurth: Mein offizielles Amt heißt Abteilungsleiter Jugendfußball beim TSV Lay. Dieses Amt übe ich seit einem Jahr aus, vorher war ich acht Jahre Stellvertreter. In der JSG Moseltal haben wir erst jetzt die Strukturen geändert. Dort bekleide ich gemeinsam mit Stefan Moog vom FSV Dieblich das Amt des Leiters für den Jugendfußball. Meine Aufgaben beim TSV Lay sind dann eigentlich “nur” die administrativen Dinge. Bei der JSG sind die Aufgaben die Gewinnung von Sponsoren, die Akquise von Trainern, die Organisation der Mannschaften und die Organisation der Platzbelegung. Also alles, was zum Spielbetrieb gehört.

Das-Run.de: Stefan, nach welchem Konzept bildet ihr euren Nachwuchs aus?

Stefan Kurth: Wir sind ganz klar ein Breitensportverein. Bei uns kann jeder das Fußballspielen lernen. Wir versuchen jeden Spieler dort abzuholen, wo er sich von seinem Leistungsstand befindet. Lernen geht vor teuer erkauften Erfolgen. Wobei natürlich ganz klar ist: Spaß kommt nur dann, wenn man auch gewinnt. In der heutigen Zeit ist es umso wichtiger, ein familiäres Umfeld zu schaffen. Neben der sportlichen Ausbildung gehört auch die Unterstützung in der persönlichen Reife ein großes Feld ein. Natürlich ist das in einem wohlbehüteten Dorfumfeld sehr viel leichter als in der Stadt. Aber es gibt auch jeden Tag neue Herausforderungen.

Das-Run.de: Stefan, du bist ja Abteilungsleiter beim TSV Lay und eben auch Abteilungsleiter Jugendfußball bei der JSG Moseltal. Welche Vereine bilden die JSG Moseltal?

Stefan Kurth: Zur JSG Moseltal gehören neben dem TSV Lay noch der FSV Dieblich und der VfR Niederfell.

Das-Run.de: Stefan, beim Blick auf eure Jugendmannschaften fällt auf, dass ihr alle Altersklassen besetzt habt. Wie wichtig ist das denn?

Stefan Kurth: Unser Plan sah als Ziel immer vor, alle Altersklassen zu besetzen. Dieses sollte ein Jahr früher erreicht werden. Leider zerbrach dann unsere mögliche A-Jugend. In dieser Saison war die A-Jugend gesichert. Allerdings stand unsere B- und C-Jugend aufgrund kurzfristiger Spielerabsagen auf der Kippe. Da wir allen Spielern eine fußballerische Heimat geben möchten, sind wir das Risiko des Scheiterns eingegangen und haben alle Teams gemeldet. Dies sollte auch in den nächsten Jahren immer das Ziel sein, aber nicht um jeden Preis.

Das-Run.de: Stefan, wie wichtig ist es denn Jungs auszubilden, um dann auch erfolgreiche Seniorenmannschaften zu haben. Aktuell habt ihr ja nur ein Seniorenteam, dass in der Fußball-Kreisliga B spielt.

Stefan Kurth: Es ist für uns unglaublich wichtig, junge Spieler auszubilden. Diese sollen später das Gerüst der Senioren bilden. Und man sieht derzeit, dass wir über Jahre keine eigene A-Jugend mehr hatten. Die zweite Mannschaft konnte nicht mehr gestellt werden. Dafür haben wir viele junge Spieler in der ersten Mannschaft, die sich nun direkt beweisen müssen. In Zukunft muss wieder eine zweite Mannschaft gestellt werden, um den jungen Spielern eine Perspektive zu schaffen und langsam in den Seniorenbereich reinzuwachsen.

Das-Run.de: Stefan, lass uns auf die einzelnen Teams schauen. Die A-Junioren spielen auf Kreisebene. Wie zufrieden seid ihr damit?

Stefan Kurth: Unsere U19 spielt auf Kreisebene und das ist auch gut so. Natürlich lernt man auf einer höheren Ebene gegen stärkere Gegner mehr, aber Erfolge gehören auch zum Glücklich sein. Wir haben hier eine klasse Truppe zusammen, die Spaß am Fußball hat. Da ist es egal in welcher Spielklasse wir starten. Das Thema U19-Bezirksliga ist bei uns auch gar nicht wichtig. Wir haben teuer gelernt was es heißt, höherklassig zu spielen. Ansprüche steigen, Anfragen kommen, da bricht vieles auseinander. Dafür sind wir leider qualitativ nicht nachhaltig genug aufgestellt.

Das-Run.de: Die U17 und U15 spielen in Qualifikationsrunden. Wie wichtig wäre es für euch, auf Bezirksebene zu spielen?

Stefan Kurth: Für unsere U17 und U15 gilt, die Saison mit Spaß zu Ende zu bringen. Eine höhere Klasse ist kein Ziel. Leider haben wir vor der Saison in der U17 viele Absagen von Spielern erhalten, die fest eingeplant waren. Dadurch ist der Kader unglaublich dünn. Hinzu kamen einige Langzeitverletzte. Deshalb müssen U13-Spieler bei der U15 aushelfen und U15-Spieler bei der U17.

Das-Run.de: Stefan, eure U13 spielt in der Staffelrunde. Welches Potenzial siehst du noch?

Stefan Kurth: Unsere U13 hat eine richtig tolle Qualifikationsrunde gespielt und nur knapp den Einzug in die Leistungsklasse verpasst. Da ist sicher noch einiges drin. Allerdings ist natürlich auch die Frage, inwieweit unsere D-Jugendlichen dauerhaft bei der C-Jugend aushelfen müssen.

Das-Run.de: Stefan, lass uns noch über Ziele sprechen. Was habt ihr von der U11 (E-Junioren) abwärts geplant?

Stefan Kurth: Bei den F- und E-Junioren kann es nur darum gehen, mit Spaß den Kindern Fußballspielen beizubringen. Das was sie hier nicht lernen, können sie niemals mehr aufholen. Und wenn dann noch Erfolge bei rausspringen, umso besser.

Das-Run.de: Und welche Ziele hast du allgemein für den Jugendfußball bei der JSG Moseltal?

Stefan Kurth: Meine persönlichen Ziele für den Jugendfußball sind glückliche Kinder und Jugendliche, die gerne bei uns spielen. Sie sollen sich freuen, irgendwann zusammen bei den Senioren zu kicken. Nebenbei eine Jugendmannschaft zu trainieren, wäre toll. Derzeit bilden wir fünf Jugendliche zum Schiedsrichter aus. Das zeigt auch eine tolle Vereinsarbeit und Zusammengehörigkeit. Und wenn wir in Zukunft hinbekommen, glücklich zusammen auf dem Sportplatz zu sein, dann haben wir alle gewonnen.

Das-Run.de: Danke dir für den Überblick: Kannst du uns am Ende noch berichten, wie es rund um die Sportstätten und um Trainer ausschaut?

Stefan Kurth: Ja klar, sehr gerne. Wir verfügen über drei Sportplätze. Den Hybridrasenplatz in Lay und die Hartplätze in Dieblich und Niederfell. Der Rasen kann natürlich nicht so beansprucht werden, wie man das gerne möchte. Außerdem wurde er erst saniert und benötigt noch Zeit. Und die Hartplätze locken nicht wirklich. Umso wichtiger ist es, dass wir in Lay, in diesem Winter ein 1200 Quadratmeter großes Kunstrasenfeld erhalten. Dadurch können wir wenigsten auch im Winter relativ verletzungsfrei trainieren. Im nächsten Jahr soll dann auch mit den Bau des Kunstrasenplatzes in Dieblich begonnen werden. Dann wären wir als Team Moseltal etwas sorgenfreier für die Zukunft aufgestellt. Und unseren Trainern würde die Arbeit auch erleichtert werden. Die machen alle einen tollen Job und tun alles für ihre Mannschaften. Nur leider haben wir zu wenige Trainer, aber das kennen andere Vereine ja sicher auch.

Das-Run.de: Stefan, wir bedanken uns bei dir herzlich für deine Zeit und das Interesse daran, über den Jugendfußball rund um die JSG Moseltal zu berichten. Wir wünschen dir und deinem Verein weiterhin alles Gute und hoffen, dass eure Jugendmannschaften schon im nächsten Jahr auf dem hoffentlich gebauten Kunstrasenplatz in Dieblich auflaufen können.

Stefan Kurth: Vielen Dank, dass ich die JSG Moseltal in eurer Serie vorstellen durfte. Wir geben weiterhin Gas, um möglichst viele Nachwuchsspieler qualitativ hochwertig ausbilden zu können.

Fotoquelle: Privat