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Der Fußballsport spielte von Klein auf eine große Rolle im Leben von Sebastian Stahl. Auf erste Erfahrungen auf dem Bolzplatz und heiße Duelle auf dem Pausenhof folgte der Schritt in einen Fußballverein nahe Frankfurt. Das Besondere hieran ist gewesen, dass Sebastian lange Jahre mit seinen Freunden in einem Dorfverein aktiv war, aber dennoch regelmäßig gegen NLZ-Teams von Eintracht Frankfurt, FSV Frankfurt und anderer Vereine antreten durfte. Im Seniorenfußball angekommen merkte der 18-Jährige schon bald, dass er großen Gefallen am Trainerjob hat und diesen gerne ausüben würde. Er war fast 16 Jahren im deutschen Nachwuchsfußball aktiv und trainierte auch NLZ-Teams vom FSV Frankfurt. Seit drei Jahren schlägt sein Sportlerherz für die “Young Bafana Academy”. Darunter ist ein Fußballprojekt in Südafrika nahe Kapstadt zu verstehen, welches Sebastian mit großer Leidenschaft unterstützt, sofern er nicht an der Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt, einer Eliteschule des Sports, unterrichtet. Im letzten Teil der dreiteiligen Interviewreihe berichtet der 38-Jährige von der Young Bafana Academy. Viel Spaß beim Lesen.

Das-Run.de: Hallo Sebastian, im dritten und letzten Teil der Interviewreihe möchten wir mit dir über die Young Bafana Academy reden. Was verbirgt sich hinter Young Bafana?

Sebastian Stahl: Young Bafana ist eine gemeinnützige Organisation (NGO), die sich der ganzheitlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus armen Verhältnissen in Südafrika widmet.

Das-Run.de: Und wann wurde das Projekt Young Bafana ins Leben gerufen?

Sebastian Stahl: Das Projekt wurde im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika im Jahre 2010 von Bernd Steinhage gegründet. Er wollte den Schwung des großen Turniers nutzen, um für den ärmeren Teil der Gesellschaft eine Perspektive aufzubauen.

Das-Run.de: Spannend zu wissen ist noch, wie sich solch ein tolles Projekt finanziert.

Sebastian Stahl: Da wir eine NGO sind, finanziert sich das Projekt ausschließlich aus Spenden. Jede Hilfe, am besten nachhaltig, ist willkommen und wir versuchen seit einigen Jahren durch große Spendenturniere, beispielweise den “Cup of hope” oder auch “YB´s Kick for hope” langfristig Spenden zu generieren, aber auch Menschen für unseren speziellen Vibe sowie für einen Besuch vor Ort in Südafrika zu begeistern. Das Event “Cup of hope” findet am 28. Februar bei Young Bafana in Südafrika statt, die Veranstaltung “YB´s Kick for hope” wird am 1. August im Adi-Dassler-Stadion, also auf dem Adidas-Campus nahe München, ausgetragen.

Das-Run.de: Sebastian, wer arbeitet denn alles bei Young Bafana mit? Schließlich verbirgt sich dahinter ja eine weltweite NGO.

Sebastian Stahl: Young Bafana setzt sich zusammen aus den Mitarbeiterinnen und den Coaches vor Ort (viele kommen selbst aus dem nahe gelegenen Township), dem deutschen e.V. mit ungefähr sechs ehrenamtlichen Mitgliedern und dem neu gegründeten e.V. aus der Schweiz mit vier Mitgliedern. Jeder, der in Deutschland unterstützen möchte, ist in unserem e.V. willkommen und kann sich selbst bei der ehrenamtlichen Arbeit enorm weiterentwickeln. >br>
Das-Run.de: Du hast die Township angesprochen. Warum ist Young Bafana so wichtig? Wie ist denn der Jugendfußball in Afrika?

Sebastian Stahl: Das Projekt ist wichtig, weil es jungen Menschen durch den Fußball, gepaart mit einem Bildungs- und einem Ernährungsangebot, eine Zukunftsperspektive eröffnet. Des Weiteren besteht die Chance, weg von der Gewalt und den Drogen im Township, für Momente auch der Armut und den Sorgen zu entfliehen. Jeder Mensch, der für Young Bafana arbeitet, interessiert sich für den einzelnen jungen Menschen. Hier sind wir wieder beim Anfang beziehungsweise bei meiner Philosophie: Es gibt keine Alternative, als erst den Menschen wertzuschätzen, sich mit ihm auszutauschen, um dann gemeinsam auf und neben dem Platz zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln. Echtes Interesse und Wertschätzung macht mit jedem Menschen etwas.

Das-Run.de: Was macht dir Spaß an der Arbeit für das Projekt Young Bafana?

Sebastian Stahl: So vieles, aber in erster Linie ist es der Austausch und das Eintauchen in eine völlig andere (Fußball)-Kultur, das Überwinden von Grenzen, um etwas Großes auf die Beine zu stellen und die persönliche Chance auf Weiterentwicklung. Dafür bin ich sehr dankbar.

Das-Run.de: Sebastian, lass uns in die Zukunft schauen. Wie kann es denn weitergehen mit der Young Bafana Academy?

Sebastian Stahl: Es befindet sich momentan so viel in der Pipeline, worüber ich noch gar nicht sprechen möchte. Ich habe Lust, dass ich gemeinsam mit den Coaches vor Ort die Ausbildungsphilosophie unter die Lupe nehmen und wir diese überarbeiten – hier sind nämlich noch viele Chancen vorhanden. Ich wünsche mir, dass wir mit unseren tollen und großen Partnern weiter wachsen und den Vibe und unsere Werte in die Welt transportieren.

Das-Run.de: Sebastian, Hand aufs Herz. Was hast du im Rahmen des Projekts Young Bafana gelernt?

Sebastian Stahl: Lächle jeden Tag und strahle, denn Du lebst – das ist Grund genug.

Das-Run.de: Sebastian, wir danken dir ein letztes Mal für deine Offenheit. Wir wünschen dir weiterhin privat und sportlich alles Gute und drücken die Daumen, dass ihr im Rahmen von Young Bafana auch weiterhin nachhaltig prägenden Einfluss hinterlassen könnt. Ihr macht mit eurer gemeinnützigen Organisation einen tollen Job. Wir wünschen für die Events in Südafrika und in Deutschland großen Andrang und vor allem möglichst hohe Spenden.

Sebastian Stahl: Ich danke euch für die Möglichkeit der Vorstellung meiner Person, meiner fußballerischen Ansätze und der Young Bafana Academy. Des Weiteren sage ich danke für euer Interesse rund um Young Bafana sowie für die Wünsche. Kommt gerne im August nach München und verschafft euch einen persönlichen Eindruck.

Fotoquelle: Privat