Jahrelang gehörte er zu den angesagtesten Fußballern des Fußballverbandes Rheinland. Kaum ein Angreifer war in den letzten beiden Jahrzehnten so talentiert wie Norman Olck. Zweit- und Bundesligisten hatten den Pellenzer Mittelstürmer auf dem Zettel. Tatsächlich lagen ihm sogar unterschriftsreife Verträge vor. Doch der heute 41-Jährige blieb in seiner Heimat, noch heute steht er auf dem Platz. Mit das-run.de spricht Norman Olck erstmals über seine „verrückte“ Karriere.
Das-Run.de: Hallo Norman, du alte „Eifel-Legende“. Bist du eigentlich noch aktiv? Spielst du noch Fußball?
Norman Olck: Guten Morgen, ihr Fußballverrückten da draußen. Ja, tatsächlich bin ich noch aktiv. Zurzeit bei der DJK Plaidt in der Kreisliga B. Wir sind aktuell Tabellenführer mit guten Aussichten auf den Aufstieg.
Das-Run.de: In den frühen 2000er-Jahren warst du das Sturmtalent des Fußballverbandes Rheinland. Beim TuS Mayen hast du von 2002 bis 2004 in der Oberliga ordentlich für Furore gesorgt. Wie hast du diese Zeit in Erinnerung?
Norman Olck: Ich habe nur positive Erinnerungen. Als Jungspund kam ich zum TuS und hatte dann direkt einen Stammplatz. Wir haben auch eigentlich immer eine gute Rolle in der Oberliga gespielt. Damals, noch zu Seiten von Erich Klasen, war das. Er hat den Verein zu dieser Zeit natürlich geprägt. Ich habe es geliebt für den TuS Mayen auf dem Rasen zu stehen.
Das-Run.de: Einige Mannschaften im Profibereich wurden auf dich aufmerksam. Welche Mannschaften waren das eigentlich? Bielefeld, Nürnberg?
Norman Olck: Ich hatte einige Zweitliga-Angebote. Das stimmt. Damals waren vor allem der 1. FC Nürnberg und Greuther Fürth hinter mir her. Aber das war leider alles zu weit weg vom Plaidter Kirchturm (lacht).
Das-Run.de: Schließlich ging es für dich nach Mannheim. Zum SV Waldhof. Du hast dort aber nur 9-mal gespielt und eine lange Rotsperre abgesessen. Warum klappte es in Mannheim nicht? Immerhin hast du früh in der Saison zwei Tore geschossen.
Norman Olck: Ja, dann ging der Weg zum Waldhof, wo ich einen Profivertrag unterschrieben habe. Leider verspielte Mannheim am letzten Spieltag noch den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Damit war der Abstieg besiegelt. Zudem erhielt der Verein keine Lizenz für die Regionalliga (damals noch die dritthöchste Liga – Anm. d. Red.). Somit starteten wir in der Oberliga. Spielführer war damals kein Geringerer als Dirk Schuster, der ehemalige Nationalspieler und Ex-Spieler des 1. FC Köln. Maurizio Gaudino war Manager des SV Waldhof und Eugen Hach – ehemals Alemannia Aachen – mein Trainer. Die Saison ist sehr gut angelaufen, dann sah ich beim SSV Ulm leider die Rote Karte und wurde zwei Monate gesperrt. In der Winterpause hat dann die EGC Wirges an die Tür geklopft. Und wer zu dieser Zeit mal für Wirges spielte, der weiß, dass man da nur sehr schwer absagen konnte. Außerdem war ich wieder in der Heimat.
Das Run-de: Nach Mannheim ging es für dich nach Wirges, dann weiter nach Mülheim-Kärlich und Engers. Über Montabaur und Rossbach ging es 2013 dann zurück zu deinem Heimatverein FC Alemannia Plaidt. Nach einer zweijährigen Pause hast du beim SV Rheinland Mayen nochmal groß aufgespielt bevor du deine Karriere in Mendig und bei der DJK Plaidt beenden solltest. Rückblickend. Was war die schönste Zeit in deiner Karriere?
Norman Olck: Ich spiele ja immer noch (lacht). Die schönste Zeit war rückblickend aber die beim FC Plaidt, als ich mit 17 Jahren für die Seniorenmannschaft spielte. Ich spielte plötzlich in der Landesliga Nord mit meinen Onkeln zusammen. Ungefähr ein bis zwei Jahre sogar. Vorher hatte ich die beiden immer nur vom Spielfeldrand angefeuert. Im ersten Jahr schoss ich 23 Tore. Es war einfach eine geile Zeit.
Das-Run.de: Welchen Moment wirst du in deiner Karriere nie vergessen?
Norman Olck: Ich wurde zweimal Rheinlandpokal-Sieger. Das war schon geil. Auch mein letztes Spiel beim SV Waldhof Mannheim werde ich nicht vergessen. Wir spielten vor 20.000 Zuschauern ein Testspiel gegen Fenerbahce Istanbul. Das war Irre.
Das-Run.de: Gibt es eigentlich Spiele, an die du dich besonders gerne erinnerst? Die Spiele mit dem TuS Mayen gegen die TuS Koblenz waren doch immer etwas Besonderes, oder!?
Norman Olck: Klar. Gegen Koblenz. Das waren immer ganz besondere Spiele. Ich kann mich noch an ein Spiel erinnern, da war ich auch wieder bis in die Morgenstunden unterwegs. Ich habe gegen Fatih Cift gespielt und kein Land gesehen. Aber in der 88. Minute stand ich dann bei meinem Flugkopfball genau richtig und habe das 1:0 erzielt. Wir haben dann in der Nachspielzeit, glaube ich, noch das 2:0 gemacht. Duelle gegen Koblenz waren immer geil. Ganz besonders gegen Koschinat und Co.
Das-Run.de: Was waren deine Stärken?
Norman Olck: Das Kopfballspiel war eines meiner Stärken, obwohl ich gar nicht so groß bin. Grundsätzlich war ich eher der Vorbereiter als Vollstrecker. Aber wenn der Ball im Strafraum war, dann war ich schon sehr abgewichst (lacht).
Das-Run.de: Viele „Fußballexperten“ der Region sind der Meinung, dass du locker in der Bundesliga hättest spielen können. Wie siehst du das rückblickend?
Norman Olck: Das ist glaube ich die Frage, die mir in meinem Leben am meisten gestellt wird. Talent alleine reicht eben nicht. Mit der Disziplin meiner damaligen Mitspieler Tommy Klasen und Daniel Bauer wäre ich heute wahrscheinlich nicht jeden Tag als Garten- und Landschaftsbauer unterwegs.
Das-Run.de: Hattest oder hast du eigentlich ein Vorbild oder Idol?
Norman Olck: Klar. Für mich gab es nur Marco van Basten.
Das-Run.de: Bist du dem Fußball erhalten geblieben? Könntest du dir vorstellen mal als Trainer zu fungieren?
Norman Olck: Ich werde mich jetzt darauf konzentrieren, meinen Sohn auf die Fußballplätze der Region zu begleiten und zu unterstützen. Ich denke, da kommt endlich mal wieder einer aus dem Rheinland, auf den man ein Auge werfen sollte (lacht).
Das-Run.de: Gibst es Menschen bzw. Kollegen, denen du in deiner Karriere viel zu verdanken hast? Hast du noch Kontakt zu ihnen?
Norman Olck: Da gibt es einige. Kontakte gibt es aber fast keine mehr. Alles hat sich verlaufen. Ab und zu spiele ich beim Sesterhenn Cup bei den Alten Herren mit. Da trifft man dann schon den einen oder anderen Oberliga-Crack.
Das-Run.de: Zum Abschluss noch eine Frage zur Meisterschaft von Bayer Leverkusen. Was sagst du dazu? Und wo landet der 1860 München, dein Lieblingsverein?
Norman Olck: Mich freut es, dass Leverkusen Meister ist. Viel zu feiern habe ich mit meinem Herzensverein 1860 München gerade nicht. Aber das kennst du ja als Gladbach-Fan (lacht.)
Bildquelle: Peter Seydel
Das-Run.de: Hallo Norman, du alte „Eifel-Legende“. Bist du eigentlich noch aktiv? Spielst du noch Fußball?
Norman Olck: Guten Morgen, ihr Fußballverrückten da draußen. Ja, tatsächlich bin ich noch aktiv. Zurzeit bei der DJK Plaidt in der Kreisliga B. Wir sind aktuell Tabellenführer mit guten Aussichten auf den Aufstieg.
Das-Run.de: In den frühen 2000er-Jahren warst du das Sturmtalent des Fußballverbandes Rheinland. Beim TuS Mayen hast du von 2002 bis 2004 in der Oberliga ordentlich für Furore gesorgt. Wie hast du diese Zeit in Erinnerung?
Norman Olck: Ich habe nur positive Erinnerungen. Als Jungspund kam ich zum TuS und hatte dann direkt einen Stammplatz. Wir haben auch eigentlich immer eine gute Rolle in der Oberliga gespielt. Damals, noch zu Seiten von Erich Klasen, war das. Er hat den Verein zu dieser Zeit natürlich geprägt. Ich habe es geliebt für den TuS Mayen auf dem Rasen zu stehen.
Das-Run.de: Einige Mannschaften im Profibereich wurden auf dich aufmerksam. Welche Mannschaften waren das eigentlich? Bielefeld, Nürnberg?
Norman Olck: Ich hatte einige Zweitliga-Angebote. Das stimmt. Damals waren vor allem der 1. FC Nürnberg und Greuther Fürth hinter mir her. Aber das war leider alles zu weit weg vom Plaidter Kirchturm (lacht).
Das-Run.de: Schließlich ging es für dich nach Mannheim. Zum SV Waldhof. Du hast dort aber nur 9-mal gespielt und eine lange Rotsperre abgesessen. Warum klappte es in Mannheim nicht? Immerhin hast du früh in der Saison zwei Tore geschossen.
Norman Olck: Ja, dann ging der Weg zum Waldhof, wo ich einen Profivertrag unterschrieben habe. Leider verspielte Mannheim am letzten Spieltag noch den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Damit war der Abstieg besiegelt. Zudem erhielt der Verein keine Lizenz für die Regionalliga (damals noch die dritthöchste Liga – Anm. d. Red.). Somit starteten wir in der Oberliga. Spielführer war damals kein Geringerer als Dirk Schuster, der ehemalige Nationalspieler und Ex-Spieler des 1. FC Köln. Maurizio Gaudino war Manager des SV Waldhof und Eugen Hach – ehemals Alemannia Aachen – mein Trainer. Die Saison ist sehr gut angelaufen, dann sah ich beim SSV Ulm leider die Rote Karte und wurde zwei Monate gesperrt. In der Winterpause hat dann die EGC Wirges an die Tür geklopft. Und wer zu dieser Zeit mal für Wirges spielte, der weiß, dass man da nur sehr schwer absagen konnte. Außerdem war ich wieder in der Heimat.
Das Run-de: Nach Mannheim ging es für dich nach Wirges, dann weiter nach Mülheim-Kärlich und Engers. Über Montabaur und Rossbach ging es 2013 dann zurück zu deinem Heimatverein FC Alemannia Plaidt. Nach einer zweijährigen Pause hast du beim SV Rheinland Mayen nochmal groß aufgespielt bevor du deine Karriere in Mendig und bei der DJK Plaidt beenden solltest. Rückblickend. Was war die schönste Zeit in deiner Karriere?
Norman Olck: Ich spiele ja immer noch (lacht). Die schönste Zeit war rückblickend aber die beim FC Plaidt, als ich mit 17 Jahren für die Seniorenmannschaft spielte. Ich spielte plötzlich in der Landesliga Nord mit meinen Onkeln zusammen. Ungefähr ein bis zwei Jahre sogar. Vorher hatte ich die beiden immer nur vom Spielfeldrand angefeuert. Im ersten Jahr schoss ich 23 Tore. Es war einfach eine geile Zeit.
Das-Run.de: Welchen Moment wirst du in deiner Karriere nie vergessen?
Norman Olck: Ich wurde zweimal Rheinlandpokal-Sieger. Das war schon geil. Auch mein letztes Spiel beim SV Waldhof Mannheim werde ich nicht vergessen. Wir spielten vor 20.000 Zuschauern ein Testspiel gegen Fenerbahce Istanbul. Das war Irre.
Das-Run.de: Gibt es eigentlich Spiele, an die du dich besonders gerne erinnerst? Die Spiele mit dem TuS Mayen gegen die TuS Koblenz waren doch immer etwas Besonderes, oder!?
Norman Olck: Klar. Gegen Koblenz. Das waren immer ganz besondere Spiele. Ich kann mich noch an ein Spiel erinnern, da war ich auch wieder bis in die Morgenstunden unterwegs. Ich habe gegen Fatih Cift gespielt und kein Land gesehen. Aber in der 88. Minute stand ich dann bei meinem Flugkopfball genau richtig und habe das 1:0 erzielt. Wir haben dann in der Nachspielzeit, glaube ich, noch das 2:0 gemacht. Duelle gegen Koblenz waren immer geil. Ganz besonders gegen Koschinat und Co.
Das-Run.de: Was waren deine Stärken?
Norman Olck: Das Kopfballspiel war eines meiner Stärken, obwohl ich gar nicht so groß bin. Grundsätzlich war ich eher der Vorbereiter als Vollstrecker. Aber wenn der Ball im Strafraum war, dann war ich schon sehr abgewichst (lacht).
Das-Run.de: Viele „Fußballexperten“ der Region sind der Meinung, dass du locker in der Bundesliga hättest spielen können. Wie siehst du das rückblickend?
Norman Olck: Das ist glaube ich die Frage, die mir in meinem Leben am meisten gestellt wird. Talent alleine reicht eben nicht. Mit der Disziplin meiner damaligen Mitspieler Tommy Klasen und Daniel Bauer wäre ich heute wahrscheinlich nicht jeden Tag als Garten- und Landschaftsbauer unterwegs.
Das-Run.de: Hattest oder hast du eigentlich ein Vorbild oder Idol?
Norman Olck: Klar. Für mich gab es nur Marco van Basten.
Das-Run.de: Bist du dem Fußball erhalten geblieben? Könntest du dir vorstellen mal als Trainer zu fungieren?
Norman Olck: Ich werde mich jetzt darauf konzentrieren, meinen Sohn auf die Fußballplätze der Region zu begleiten und zu unterstützen. Ich denke, da kommt endlich mal wieder einer aus dem Rheinland, auf den man ein Auge werfen sollte (lacht).
Das-Run.de: Gibst es Menschen bzw. Kollegen, denen du in deiner Karriere viel zu verdanken hast? Hast du noch Kontakt zu ihnen?
Norman Olck: Da gibt es einige. Kontakte gibt es aber fast keine mehr. Alles hat sich verlaufen. Ab und zu spiele ich beim Sesterhenn Cup bei den Alten Herren mit. Da trifft man dann schon den einen oder anderen Oberliga-Crack.
Das-Run.de: Zum Abschluss noch eine Frage zur Meisterschaft von Bayer Leverkusen. Was sagst du dazu? Und wo landet der 1860 München, dein Lieblingsverein?
Norman Olck: Mich freut es, dass Leverkusen Meister ist. Viel zu feiern habe ich mit meinem Herzensverein 1860 München gerade nicht. Aber das kennst du ja als Gladbach-Fan (lacht.)
Bildquelle: Peter Seydel