Der weltweit bekannte Kommentar “Ricken, Lupfen, jetzt, JAAAAA! des einstigen Sportkommentators Marcel Reif im Champions-League-Endspiel der Saison 1996/1997 zwischen Borussia Dortmund und Juventus Turin entfachte beim heute 36-jährigen Nico Koch seine Leidenschaft für den Fußballsport. Als Fußballer blieb Nico die große Karriere leider verwehrt. Seine Leidenschaft für den Trainerjob hingegen, gefördert durch den Fußballmanager, sorgte dafür, dass Nico heute seine Berufung gefunden hat. Mit dem Wechsel in den Frauenfußball zum FV Rübenach und dem ins Leben rufen eines Hallenturniers für Mädchenmannschaften aus ganz Deutschland legte Nico einen wichtigen Grundstein in seiner Trainerkarriere, die spätestens mit dem Schritt in die Schängelschmiede der TuS Koblenz auch überregional thematisiert wurde. Deutschlandweit bekannt wurde der leidenschaftliche Fan von Borussia Dortmund durch den Schritt in die Frauen-Regionalliga Nordost. Im exklusiven Interview berichtet Nico von seiner Trainerkarriere, die in bis zu den Frauen des 1. FC Magdeburg geführt hat. Der gebürtige Norddeutsche nennt die Qualifikation für die 2027/2028 startende eingleisige 3. Liga als großes Ziel mit den FCM-Frauen und verrät darüber hinaus, dass er gerne noch die A-Lizenz ablegen würde. Am Ende nennt Nico noch mehrere sportliche Projekte, die er niemals ablehnen könnte. Viel Spaß beim Lesen.
Das-Run.de: Hallo Nico, willkommen zum Interview. Stelle dich zu Beginn gerne einmal vor.
Nico Koch: Mein Name ist Nico Koch, ich bin 36 Jahre alt und aktuell Trainer der Frauenmannschaft des 1.FC Magdeburg. Einige kennen mich aus meiner Zeit bei der Jugend der TuS Koblenz und dem FV Rübenach.
Das-Run.de: Nico, wie bist du denn zum Fußball gekommen?
Nico Koch: Als kleiner Junge lief damals das Champions League Finale BVB gegen Juventus Turin (es handelt sich um die Saison 1996/1997, Anmerkung der Redaktion). Bei dem Kommentar “Ricken, Lupfen, jetzt, JAAAAA!” hat es mich überkommen.
Das-Run.de: Nico, welche Momente haben dich als Spieler geprägt?
Nico Koch: Meine Jugendfußballzeit in Neubrandenburg und die ersten Schritte im Seniorenbereich. Jedoch konnte ich das Spiel, welches ich so sehr liebe, leider nie so gut spielen.
Das-Run.de: Demnach bist du früh Trainer geworden. Wie ist deine Leidenschaft für den Trainerjob entstanden?
Nico Koch: Ich habe früher an der Konsole schon den Fußballmanager dem klassischen Konsolenspiel Fifa vorgezogen. Danach habe ich die ersten Jugendteams trainiert und so eben meine Berufung im Leben gefunden.
Das-Run.de: Nico, erzähl uns gerne mal, was für ein Trainertyp du bist.
Nico Koch: Ich bin ein objektiver Typ, der für eine relative Demokratie im Team steht. Mir ist wichtig, dass wir alles rational und objektiv erklären können, was wir tun. Offen für Neues sind, aber keine Trends jagen. Jeder darf sich äußern und hat Mitspracherecht, aber die letzte Entscheidung muss ich treffen, da auch ich in der Verantwortung stehe.
Das-Run.de: Nico, du hast die Offenheit für Neues angesprochen. Wie wichtig ist es denn, dass sich ein Trainer weiterentwickelt?
Nico Koch: Der Job des Trainers ist eine Wissensberufung. Du musst immer neues Wissen aufbauen, dich ständig reflektieren und hinterfragen. Genau das Verlangen wir doch von unseren Spielern auch, sich ständig weiterzuentwickeln, das fängt bei uns Trainer an.
Das-Run.de: Nico, dann lass uns gerne mal noch auf deine Trainerstationen eingehen. Wie war die Anfangszeit?
Nico Koch: Im Jugendbereich war meine erste Station der FSV Altenkirchen auf Rügen. Die erste Station im Erwachsenenbereich war dann beim SSV Boppard. Die Anfangszeit war aufregend, spannend aber auch witzig. Hier war meine Intension aber selbst noch nicht ganz klar wohin es mal gehen soll.
Das-Run.de: Im Anschluss an deine Anfangszeit hast du den Schritt in den Frauenfußball gewagt. Du hast den FV Rübenach angeleitet. Wie war die Zeit, welche Momente sind dir in Erinnerung geblieben?
Nico Koch: Diese Station wird mir immer sehr am Herzen liegen. Es waren sieben tolle Jahre, mit tollen Menschen, einem unglaublichen Verein und der Grundstein meiner Trainerkarriere. Hier konnte ich so viel lernen, ausprobieren und entwickeln. Aber auch herbe Niederlagen einstecken und noch heute wiegt es mir schwer, nie den Aufstieg feiern zu können. Wir wurden gleich dreimal Vizemeister und in der coronabedingt abgebrochenen Saison lagen wir am Platz an der Sonne. Ich danke Markus Mannebach, Michael Fröhlich und Christian Kleinewiese von Herzen für diese Zeit und Chance.
Das-Run.de: Und du hast ja nicht nur eine Frauenmannschaft in Rübenach angeleitet, sondern auch ein tolles Hallenturnier ins Leben gerufen. Wie war denn rückblickend die Resonanz dieses Turnieres, welches seit deinem Wechsel zum 1. FC Magdeburg nicht mehr stattfindet?
Nico Koch: Der Edeka Hallencup, ein Turnier für Mädchenmannschaften, war das Herzensprojekt von mir und Christian Kleinewiese. Aus einer verrückten Idee ist eine kleine Tradition entstanden mit einem Hallenmasters mit Teams aus ganz Deutschland. Darauf bin ich heute noch sehr stolz. An allen Turniertagen gab es bis zu 14 Teams, eine ausverkaufte Halle, TV-Auftritte und viel lokales Interesse. Wir waren richtig gut.
Das-Run.de: Nico, durch deine gute Arbeit beim FV Rübenach hast du einen Trainerposten bei der TuS Koblenz bekommen. Du hast dann in der Schängelschmiede gearbeitet und in einem Traditionsverein Talente geformt. Warum bist du in den Jugendfußball zurückgekehrt?
Nico Koch: Mein nächster Schritt war längst überfällig. Meine Ideen, mein Anspruch und meine Intensionen waren mit dem gehobenen Amateurbereich nicht mehr zu vereinbaren. Ich wollte einfach mehr, meinem Traum folgen und raus aus der Komfortzone Rübenach. Deshalb hab ich vor der Haustür eine tolle Stelle im Jugendfußball angenommen und die U16 der TuS Koblenz in der Junioren-Rheinlandliga gecoacht.
Das-Run.de: Und dieser Schritt war am Ende des Tages goldrichtig. Denn heute trainierst du die Frauenmannschaft des traditionsreichen 1. FC Magdeburg in der Frauen-Regionalliga Nordost. Wie kam es dazu? Wie viel Spaß macht es dir?
Nico Koch: Der Kontakt kam über einen Trainerkollegen zustande. Wenn so ein großer Name anklopft, überlegst du nicht lange. Dazu habe ich eine tiefe Verbindung zu den Ost-Clubs aufgrund meiner Kindheit. Ich genieße jeden Tag in Magdeburg, wir sind unglaublich erfolgreich und konnten schon viel bewegen.
Das-Run.de: Nico, welche Ziele möchtest du mit deinen FCM-Frauen erreichen?
Nico Koch: Wir möchten uns in der Spitzengruppe etablieren und diese Saison weiterhin für Überraschungen sorgen. In der nächsten Saison muss die Qualifikation für die zur Saison 2027/2028 kommende neue 3. Liga der Frauen aufgrund einer Top-Platzierung in der Nordost-Regionalliga das Ziel sein. Langfristig möchte ich mein Team weiter formen und in der dann eingleisigen und deutschlandweiten dritten Liga die Meisterschaft gewinnen und in die 2.Liga aufsteigen.
Das-Run.de: Und welche Ziele peilst du ganz persönlich an? Gibt es einen Verein, von dem du ein Angebot nicht ausschlagen könntest?
Nico Koch: Persönlich steht meine A-Lizenz ganz oben auf der Liste. Ja, da gibt es einen Verein (lacht). Ich glaube es ist kein Geheimnis, dass Borussia Dortmund mein Kindheitstraum ist. Meine heimatliche Küstenregion in Mecklenburg-Vorpommern und das Ausland würden mich auch noch reizen. Aber alles mit der Zeit und Schritt für Schritt.
Das-Run.de: Nico, wir bedanken uns für deine Zeit und wünschen weiterhin ganz viel Erfolg mit deinen FCM-Frauen. Wir drücken die Daumen, dass ihr in der neuen Saison die Qualifikation für die 3. Liga schafft und diese Spielklasse ab der Saison 2027/2028 aufmischt.
Nico Koch: Sehr gerne. Und besten Dank. Ich werde gemeinsam mit meinem Team hart arbeiten, um die ehrgeizigen Ziele auch zu erreichen.
Fotoquelle: 1. FC Magdeburg Frauen
Das-Run.de: Hallo Nico, willkommen zum Interview. Stelle dich zu Beginn gerne einmal vor.
Nico Koch: Mein Name ist Nico Koch, ich bin 36 Jahre alt und aktuell Trainer der Frauenmannschaft des 1.FC Magdeburg. Einige kennen mich aus meiner Zeit bei der Jugend der TuS Koblenz und dem FV Rübenach.
Das-Run.de: Nico, wie bist du denn zum Fußball gekommen?
Nico Koch: Als kleiner Junge lief damals das Champions League Finale BVB gegen Juventus Turin (es handelt sich um die Saison 1996/1997, Anmerkung der Redaktion). Bei dem Kommentar “Ricken, Lupfen, jetzt, JAAAAA!” hat es mich überkommen.
Das-Run.de: Nico, welche Momente haben dich als Spieler geprägt?
Nico Koch: Meine Jugendfußballzeit in Neubrandenburg und die ersten Schritte im Seniorenbereich. Jedoch konnte ich das Spiel, welches ich so sehr liebe, leider nie so gut spielen.
Das-Run.de: Demnach bist du früh Trainer geworden. Wie ist deine Leidenschaft für den Trainerjob entstanden?
Nico Koch: Ich habe früher an der Konsole schon den Fußballmanager dem klassischen Konsolenspiel Fifa vorgezogen. Danach habe ich die ersten Jugendteams trainiert und so eben meine Berufung im Leben gefunden.
Das-Run.de: Nico, erzähl uns gerne mal, was für ein Trainertyp du bist.
Nico Koch: Ich bin ein objektiver Typ, der für eine relative Demokratie im Team steht. Mir ist wichtig, dass wir alles rational und objektiv erklären können, was wir tun. Offen für Neues sind, aber keine Trends jagen. Jeder darf sich äußern und hat Mitspracherecht, aber die letzte Entscheidung muss ich treffen, da auch ich in der Verantwortung stehe.
Das-Run.de: Nico, du hast die Offenheit für Neues angesprochen. Wie wichtig ist es denn, dass sich ein Trainer weiterentwickelt?
Nico Koch: Der Job des Trainers ist eine Wissensberufung. Du musst immer neues Wissen aufbauen, dich ständig reflektieren und hinterfragen. Genau das Verlangen wir doch von unseren Spielern auch, sich ständig weiterzuentwickeln, das fängt bei uns Trainer an.
Das-Run.de: Nico, dann lass uns gerne mal noch auf deine Trainerstationen eingehen. Wie war die Anfangszeit?
Nico Koch: Im Jugendbereich war meine erste Station der FSV Altenkirchen auf Rügen. Die erste Station im Erwachsenenbereich war dann beim SSV Boppard. Die Anfangszeit war aufregend, spannend aber auch witzig. Hier war meine Intension aber selbst noch nicht ganz klar wohin es mal gehen soll.
Das-Run.de: Im Anschluss an deine Anfangszeit hast du den Schritt in den Frauenfußball gewagt. Du hast den FV Rübenach angeleitet. Wie war die Zeit, welche Momente sind dir in Erinnerung geblieben?
Nico Koch: Diese Station wird mir immer sehr am Herzen liegen. Es waren sieben tolle Jahre, mit tollen Menschen, einem unglaublichen Verein und der Grundstein meiner Trainerkarriere. Hier konnte ich so viel lernen, ausprobieren und entwickeln. Aber auch herbe Niederlagen einstecken und noch heute wiegt es mir schwer, nie den Aufstieg feiern zu können. Wir wurden gleich dreimal Vizemeister und in der coronabedingt abgebrochenen Saison lagen wir am Platz an der Sonne. Ich danke Markus Mannebach, Michael Fröhlich und Christian Kleinewiese von Herzen für diese Zeit und Chance.
Das-Run.de: Und du hast ja nicht nur eine Frauenmannschaft in Rübenach angeleitet, sondern auch ein tolles Hallenturnier ins Leben gerufen. Wie war denn rückblickend die Resonanz dieses Turnieres, welches seit deinem Wechsel zum 1. FC Magdeburg nicht mehr stattfindet?
Nico Koch: Der Edeka Hallencup, ein Turnier für Mädchenmannschaften, war das Herzensprojekt von mir und Christian Kleinewiese. Aus einer verrückten Idee ist eine kleine Tradition entstanden mit einem Hallenmasters mit Teams aus ganz Deutschland. Darauf bin ich heute noch sehr stolz. An allen Turniertagen gab es bis zu 14 Teams, eine ausverkaufte Halle, TV-Auftritte und viel lokales Interesse. Wir waren richtig gut.
Das-Run.de: Nico, durch deine gute Arbeit beim FV Rübenach hast du einen Trainerposten bei der TuS Koblenz bekommen. Du hast dann in der Schängelschmiede gearbeitet und in einem Traditionsverein Talente geformt. Warum bist du in den Jugendfußball zurückgekehrt?
Nico Koch: Mein nächster Schritt war längst überfällig. Meine Ideen, mein Anspruch und meine Intensionen waren mit dem gehobenen Amateurbereich nicht mehr zu vereinbaren. Ich wollte einfach mehr, meinem Traum folgen und raus aus der Komfortzone Rübenach. Deshalb hab ich vor der Haustür eine tolle Stelle im Jugendfußball angenommen und die U16 der TuS Koblenz in der Junioren-Rheinlandliga gecoacht.
Das-Run.de: Und dieser Schritt war am Ende des Tages goldrichtig. Denn heute trainierst du die Frauenmannschaft des traditionsreichen 1. FC Magdeburg in der Frauen-Regionalliga Nordost. Wie kam es dazu? Wie viel Spaß macht es dir?
Nico Koch: Der Kontakt kam über einen Trainerkollegen zustande. Wenn so ein großer Name anklopft, überlegst du nicht lange. Dazu habe ich eine tiefe Verbindung zu den Ost-Clubs aufgrund meiner Kindheit. Ich genieße jeden Tag in Magdeburg, wir sind unglaublich erfolgreich und konnten schon viel bewegen.
Das-Run.de: Nico, welche Ziele möchtest du mit deinen FCM-Frauen erreichen?
Nico Koch: Wir möchten uns in der Spitzengruppe etablieren und diese Saison weiterhin für Überraschungen sorgen. In der nächsten Saison muss die Qualifikation für die zur Saison 2027/2028 kommende neue 3. Liga der Frauen aufgrund einer Top-Platzierung in der Nordost-Regionalliga das Ziel sein. Langfristig möchte ich mein Team weiter formen und in der dann eingleisigen und deutschlandweiten dritten Liga die Meisterschaft gewinnen und in die 2.Liga aufsteigen.
Das-Run.de: Und welche Ziele peilst du ganz persönlich an? Gibt es einen Verein, von dem du ein Angebot nicht ausschlagen könntest?
Nico Koch: Persönlich steht meine A-Lizenz ganz oben auf der Liste. Ja, da gibt es einen Verein (lacht). Ich glaube es ist kein Geheimnis, dass Borussia Dortmund mein Kindheitstraum ist. Meine heimatliche Küstenregion in Mecklenburg-Vorpommern und das Ausland würden mich auch noch reizen. Aber alles mit der Zeit und Schritt für Schritt.
Das-Run.de: Nico, wir bedanken uns für deine Zeit und wünschen weiterhin ganz viel Erfolg mit deinen FCM-Frauen. Wir drücken die Daumen, dass ihr in der neuen Saison die Qualifikation für die 3. Liga schafft und diese Spielklasse ab der Saison 2027/2028 aufmischt.
Nico Koch: Sehr gerne. Und besten Dank. Ich werde gemeinsam mit meinem Team hart arbeiten, um die ehrgeizigen Ziele auch zu erreichen.
Fotoquelle: 1. FC Magdeburg Frauen