Seit dieser Saison ist Mario Sungen Trainer beim SV Fortuna Ulmen. In der Kreisliga B spielt seine Mannschaft eine fast perfekte Saison. Der Aufstieg in die A-Klasse ist bereits vorzeitig perfekt. Das Team wirkt sehr ausgereift, schießt viele Tore und kassiert gleichzeitig nur sehr wenige Gegentore. Sungen spricht bei das-run.de unter anderem über die Traumsaison und die weiteren Ziele mit der Fortuna in der A-Klasse.
Das-Run.de: Im vergangenen Sommer bist du deine erste Trainerstation beim SV Fortuna Ulmen angetreten. Mit 30 Jahren bist du ein recht junger Trainer. Wie kam zur Zusammenarbeit?
Mario Sungen: Ich habe jahrelang hier in der Umgebung beim SV Neunkirchen Fußball gespielt. Ich habe mich zweimal schwer am Knie verletzt und habe mich dann frühzeitig dazu entschieden, Trainer zu werden. Dann habe ich meine B-Lizenz in Koblenz beim Fußballverband Rheinland gemacht. Zu Beginn habe ich Jugendmannschaften trainiert. Im Sommer kamen dann mehrere Anfragen aus dem Seniorenbereich. Das erste Gespräch habe ich dann direkt mit Ulmen geführt. Der Kontakt wurde durch einen Arbeitskollegen hergestellt, der im Vorstand tätig ist und mich dort ins Gespräch gebracht hat. Ich habe mich dann mit dem Vorstand zusammengesetzt. Mike Schumacher, mein spielender Co-Trainer, war auch dabei. Mein Anspruch war es von Beginn an eine junge und ambitionierte Truppe zu coachen, gerade weil ich auch selbst relativ jung bin. Das hat dann super gepasst. Wir haben ein Durchschnittsalter von ungefähr 23 Jahren – also eine sehr, sehr junge und ausgeglichene Truppe. So hat es dann mit dem SV Ulmen sehr gut gepasst. Ich habe dann schnell meine Zusage gegeben und konnte bereits die neue Saison planen.
Das-Run.de: Ihr spielt eine fantastische Saison, seit vorzeitig aufgestiegen. War der Aufstieg auch das ausgegebene Ziel zu Saisonbeginn?
Mario Sungen: Intern war es das klare Ziel. Die Jungs sind in der Vorsaison nur sehr knapp am Aufstieg gescheitert. Extern haben wir es so kommuniziert, dass wir „nur“ oben mitspielen wollen. Wir wollten aber aufsteigen. Alles andere wäre meines Erachtens nicht der richtige Weg gewesen. Das war auch ein wenig die Vorgabe des Vereines. Nichtsdestotrotz hätten wir es nicht so erwartet, wie es jetzt gekommen ist. Das muss man auch dazu sagen. Die Staffeleinteilung kam uns auch etwas zugute. Wir haben außerdem viele Derbys gespielt.
Das-Run.de: Wie zufrieden bist du mit dem Saisonverlauf? Ist wirklich alles so glatt gelaufen, wie es der Blick auf die Tabelle vermuten lässt? Gab es irgendwelche Schwierigkeiten in dieser Saison?
Mario Sungen: Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit dem gesamten Saisonverlauf. Wir sind mit hohen Zu-Null-Siegen sehr gut in die Saison gestartet und waren direkt im Flow. Allerdings haben wir an jedem Spieltag mit einer anderen ersten Elf begonnen. Für eine Spitzenmannschaft, die so viele Punkte sammelt, ist das sicherlich ungewöhnlich. Aber diese Kaderbreite zeichnet uns auch aus. Wir haben innerhalb der Mannschaft keinen großen Leistungsabfall, sondern eben einen sehr ausgeglichenen, breiten Kader. Dazu gibt es ein paar Studenten, die in allen Teilen Deutschlands studieren und nicht jedes Wochenende zu Hause sind. Zudem haben wir einige Verletzte, deren Ausfall wir immer wieder kompensieren müssen. Mit Blick auf den Saisonverlauf gab es wirklich wenige Siege, bei denen wir glücklich gewonnen haben. Bei nur fünf Gegentoren kann man sicherlich nicht ausschließlich von „Glück“ sprechen. Wir sind sehr, sehr zufrieden mit dieser Saison.
Das-Run.de: Neben der herausragenden Punkteausbeute kann sich auch eurer Torverhältnis nach 24 Spieltagen sehen lassen: 95:5 – unfassbar. Besser geht es eigentlich nicht, oder?
Mario Sungen: Bevor ich im Sommer Trainer in Ulmen wurde, hatte ich die Mannschaft bereits ein paarmal beobachtet. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Team einfach zu viele Tore kassiert. Daher habe ich großen Wert darauf gelegt, dass die Defensive stabil steht und wir nur wenige Gegentore kassieren. Man sagt ja nicht ohne Grund „Mit der Defensive werden Meisterschaften gewonnen.“ Der gute Saisonstart ohne Gegentreffer hat uns Auftrieb gegeben. Unser Ziel ist es, mit einer einstelligen Anzahl an Gegentoren aus der Saison herauszugehen. Die Jungs werfen sich in jeden Zweikampf und wollen einfach kein Gegentor. Man muss auch dazusagen, dass wir einen sehr, sehr guten Torwart haben, der ein großer Rückhalt ist. Auch unser Ersatztorwart ist richtig gut und könnte in jeder anderen Mannschaft in der B-Klasse von Beginn an spielen. Gleichzeitig nimmt Torwarttrainer Andreas Groß eine sehr wichtige Rolle bei uns ein und hilft uns auch mit seiner Erfahrung aus der Landesliga. Es passt einfach alles. Man merkt außerdem, dass wir einen guten Grundstein in der Sommervorbereitung gelegt haben.
Das-Run.de: Eine solide Defensive war also eines deiner Ziele – und im Angriff? Warum schießt ihr so viele Tore?
Mario Sungen: Offensiv haben wir mit meinem spielenden Co-Trainer Mike Schumacher natürlich einen Spieler dabei, der Rheinlandliga-Erfahrung hat und uns mit seinen 31 Saisontoren sehr hilft. Wir haben aber viel Qualität in der Offensive und sind auch von unserem Spiel her sehr offensiv ausgerichtet. Das zeichnet uns aus. Und auch konditionell sind wir hinten raus stärker als unsere Gegner.
Das-Run.de: Nächstes Jahr geht es dann also in die A-Klasse. Könnt ihr da den Kader zusammenhalten beziehungsweise weiter verstärken?
Mario Sungen: Wir haben frühzeitig Gespräche mit unseren Spielern geführt, weil wir wussten, dass in unserem sportlichen Erfolg auch andere Teams auf die Jungs zugehen werden. Tatsächlich haben wir von allen Spielern eine Zusage erhalten, dass sie auch in der nächsten Saison in Ulmen spielen. Lediglich ein, zwei Spieler werden im Sommer ihre Karriere beenden. Abgesehen von diesen älteren Spielern haben wir keine Abgänge. Gleichzeitig sind wir an dem ein oder anderen Neuzugang dran.
Das-Run.de: Was sind da die Ziele? Mit der Dominanz aus der – wird es da um mehr gehen als „nur“ um den Klassenerhalt?
Mario Sungen: Grundsätzlich müssen wir erstmal abwarten, in welche Liga wir letztendlich kommen – Rhein-Ahr oder Eifel. Das ist aber auch spannend. Es sind unterschiedlichen Klassen, in denen unterschiedlicher Fußball gespielt wird. Am Ende wollen wir uns aber ligaunabhängig in der A-Klasse etablieren, da ich denke, dass wir schon das nötige Niveau und die Qualität haben mitzuhalten. Den Anspruch nach dem Aufstieg oder den oberen Rängen können wir nur schlecht stellen. Ein gesunder Mittelfeldplatz wäre schön. Man sagt zwar, die erste Saison sei ohnehin die einfache, aber die A-Klasse ist in jedem Fall nochmal viel, viel stärker als beispielsweise unsere B-Klasse. So eine Saison, wie wir sie jetzt gespielt haben, können wir dann natürlich nicht mehr wiederholen. Ich glaube aber auch, dass wir so eine Spielzeit in der B-Klasse nicht nochmal wiederholen könnten, weil es dieses Jahr so unfassbar gut und schön gelaufen ist.
Fotoquelle: SV Fortuna Ulmen
Das-Run.de: Im vergangenen Sommer bist du deine erste Trainerstation beim SV Fortuna Ulmen angetreten. Mit 30 Jahren bist du ein recht junger Trainer. Wie kam zur Zusammenarbeit?
Mario Sungen: Ich habe jahrelang hier in der Umgebung beim SV Neunkirchen Fußball gespielt. Ich habe mich zweimal schwer am Knie verletzt und habe mich dann frühzeitig dazu entschieden, Trainer zu werden. Dann habe ich meine B-Lizenz in Koblenz beim Fußballverband Rheinland gemacht. Zu Beginn habe ich Jugendmannschaften trainiert. Im Sommer kamen dann mehrere Anfragen aus dem Seniorenbereich. Das erste Gespräch habe ich dann direkt mit Ulmen geführt. Der Kontakt wurde durch einen Arbeitskollegen hergestellt, der im Vorstand tätig ist und mich dort ins Gespräch gebracht hat. Ich habe mich dann mit dem Vorstand zusammengesetzt. Mike Schumacher, mein spielender Co-Trainer, war auch dabei. Mein Anspruch war es von Beginn an eine junge und ambitionierte Truppe zu coachen, gerade weil ich auch selbst relativ jung bin. Das hat dann super gepasst. Wir haben ein Durchschnittsalter von ungefähr 23 Jahren – also eine sehr, sehr junge und ausgeglichene Truppe. So hat es dann mit dem SV Ulmen sehr gut gepasst. Ich habe dann schnell meine Zusage gegeben und konnte bereits die neue Saison planen.
Das-Run.de: Ihr spielt eine fantastische Saison, seit vorzeitig aufgestiegen. War der Aufstieg auch das ausgegebene Ziel zu Saisonbeginn?
Mario Sungen: Intern war es das klare Ziel. Die Jungs sind in der Vorsaison nur sehr knapp am Aufstieg gescheitert. Extern haben wir es so kommuniziert, dass wir „nur“ oben mitspielen wollen. Wir wollten aber aufsteigen. Alles andere wäre meines Erachtens nicht der richtige Weg gewesen. Das war auch ein wenig die Vorgabe des Vereines. Nichtsdestotrotz hätten wir es nicht so erwartet, wie es jetzt gekommen ist. Das muss man auch dazu sagen. Die Staffeleinteilung kam uns auch etwas zugute. Wir haben außerdem viele Derbys gespielt.
Das-Run.de: Wie zufrieden bist du mit dem Saisonverlauf? Ist wirklich alles so glatt gelaufen, wie es der Blick auf die Tabelle vermuten lässt? Gab es irgendwelche Schwierigkeiten in dieser Saison?
Mario Sungen: Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit dem gesamten Saisonverlauf. Wir sind mit hohen Zu-Null-Siegen sehr gut in die Saison gestartet und waren direkt im Flow. Allerdings haben wir an jedem Spieltag mit einer anderen ersten Elf begonnen. Für eine Spitzenmannschaft, die so viele Punkte sammelt, ist das sicherlich ungewöhnlich. Aber diese Kaderbreite zeichnet uns auch aus. Wir haben innerhalb der Mannschaft keinen großen Leistungsabfall, sondern eben einen sehr ausgeglichenen, breiten Kader. Dazu gibt es ein paar Studenten, die in allen Teilen Deutschlands studieren und nicht jedes Wochenende zu Hause sind. Zudem haben wir einige Verletzte, deren Ausfall wir immer wieder kompensieren müssen. Mit Blick auf den Saisonverlauf gab es wirklich wenige Siege, bei denen wir glücklich gewonnen haben. Bei nur fünf Gegentoren kann man sicherlich nicht ausschließlich von „Glück“ sprechen. Wir sind sehr, sehr zufrieden mit dieser Saison.
Das-Run.de: Neben der herausragenden Punkteausbeute kann sich auch eurer Torverhältnis nach 24 Spieltagen sehen lassen: 95:5 – unfassbar. Besser geht es eigentlich nicht, oder?
Mario Sungen: Bevor ich im Sommer Trainer in Ulmen wurde, hatte ich die Mannschaft bereits ein paarmal beobachtet. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Team einfach zu viele Tore kassiert. Daher habe ich großen Wert darauf gelegt, dass die Defensive stabil steht und wir nur wenige Gegentore kassieren. Man sagt ja nicht ohne Grund „Mit der Defensive werden Meisterschaften gewonnen.“ Der gute Saisonstart ohne Gegentreffer hat uns Auftrieb gegeben. Unser Ziel ist es, mit einer einstelligen Anzahl an Gegentoren aus der Saison herauszugehen. Die Jungs werfen sich in jeden Zweikampf und wollen einfach kein Gegentor. Man muss auch dazusagen, dass wir einen sehr, sehr guten Torwart haben, der ein großer Rückhalt ist. Auch unser Ersatztorwart ist richtig gut und könnte in jeder anderen Mannschaft in der B-Klasse von Beginn an spielen. Gleichzeitig nimmt Torwarttrainer Andreas Groß eine sehr wichtige Rolle bei uns ein und hilft uns auch mit seiner Erfahrung aus der Landesliga. Es passt einfach alles. Man merkt außerdem, dass wir einen guten Grundstein in der Sommervorbereitung gelegt haben.
Das-Run.de: Eine solide Defensive war also eines deiner Ziele – und im Angriff? Warum schießt ihr so viele Tore?
Mario Sungen: Offensiv haben wir mit meinem spielenden Co-Trainer Mike Schumacher natürlich einen Spieler dabei, der Rheinlandliga-Erfahrung hat und uns mit seinen 31 Saisontoren sehr hilft. Wir haben aber viel Qualität in der Offensive und sind auch von unserem Spiel her sehr offensiv ausgerichtet. Das zeichnet uns aus. Und auch konditionell sind wir hinten raus stärker als unsere Gegner.
Das-Run.de: Nächstes Jahr geht es dann also in die A-Klasse. Könnt ihr da den Kader zusammenhalten beziehungsweise weiter verstärken?
Mario Sungen: Wir haben frühzeitig Gespräche mit unseren Spielern geführt, weil wir wussten, dass in unserem sportlichen Erfolg auch andere Teams auf die Jungs zugehen werden. Tatsächlich haben wir von allen Spielern eine Zusage erhalten, dass sie auch in der nächsten Saison in Ulmen spielen. Lediglich ein, zwei Spieler werden im Sommer ihre Karriere beenden. Abgesehen von diesen älteren Spielern haben wir keine Abgänge. Gleichzeitig sind wir an dem ein oder anderen Neuzugang dran.
Das-Run.de: Was sind da die Ziele? Mit der Dominanz aus der – wird es da um mehr gehen als „nur“ um den Klassenerhalt?
Mario Sungen: Grundsätzlich müssen wir erstmal abwarten, in welche Liga wir letztendlich kommen – Rhein-Ahr oder Eifel. Das ist aber auch spannend. Es sind unterschiedlichen Klassen, in denen unterschiedlicher Fußball gespielt wird. Am Ende wollen wir uns aber ligaunabhängig in der A-Klasse etablieren, da ich denke, dass wir schon das nötige Niveau und die Qualität haben mitzuhalten. Den Anspruch nach dem Aufstieg oder den oberen Rängen können wir nur schlecht stellen. Ein gesunder Mittelfeldplatz wäre schön. Man sagt zwar, die erste Saison sei ohnehin die einfache, aber die A-Klasse ist in jedem Fall nochmal viel, viel stärker als beispielsweise unsere B-Klasse. So eine Saison, wie wir sie jetzt gespielt haben, können wir dann natürlich nicht mehr wiederholen. Ich glaube aber auch, dass wir so eine Spielzeit in der B-Klasse nicht nochmal wiederholen könnten, weil es dieses Jahr so unfassbar gut und schön gelaufen ist.
Fotoquelle: SV Fortuna Ulmen