Unser heutiger Gast in der exklusiven Interviewreihe über den sich im Aufwind befindenden Jugendfußball ist Marcus Cremer. Der 37-Jährige spielt aktuell in der 3. Mannschaft und bei den Alten Herren der Sportfreunde Höhr-Grenzhausen und hat nach wie vor das Toreschießen im Blut. Wenn Marcus mal nicht als Spieler auf dem Platz steht, bringt er sich als Jugendtrainer, Schiedsrichter oder auch als Abteilungsleiter Fußball bei den SF ein. Darüber hinaus ist er Mitglied im Jugendausschuss der JSG Kannenbäcker und Vater einer fußballbegeisterten Tochter. Im exklusiven Interview erläutert der Mann, der in seiner Kindheit noch auf Fußballwiesen gespielt hat, ehe er sich als F-Junior für den Vereinsfußball entschieden hat, wie der Jugendfußball bei der JSG Kannenbäcker aufgebaut ist und warum sein Herzensverein auch in Zukunft erfolgreich sein wird. Darüber hinaus berichtet der Fußballfachmann von seinen Zielen für den Jugendfußball in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen und erläutert, warum genügend Trainer im gehypten Jugendfußball nicht schaden können. Am Ende verrät Marcus noch, wie wichtig er das Zusammenspiel zwischen Sportlern und Kommunalpolitikern findet, um erfolgreiche Jugendfußballer auszubilden und in den Seniorenbereich zu übergeben. Viel Spaß beim Lesen.
Das-Run.de: Hallo Marcus, du bist unser Ansprechpartner rund um den Jugendfußball bei der JSG Kannenbäcker. Stelle dich gerne einmal kurz vor.
Marcus Cremer: Mein Name ist Marcus Cremer, ich bin 37 Jahre alt und wohne mit meiner Frau und meiner Tochter in Höhr-Grenzhausen.
Das-Run.de: Marcus, wie bist du eigentlich zum Fußball gekommen?
Marcus Cremer: Eigentlich habe ich mein ganzes Leben Fußball gespielt. Während meiner Kindheit gab es auch noch Bolzplätze und Bolzwiesen. Dort haben wir mit Freunden und eigentlich allen Kindern aus der Nachbarschaft jeden Tag gekickt. In der F-Jugend habe ich dann angefangen im Verein zu spielen. Das lief direkt ganz gut und ich bin bisher dabeigeblieben.
Das-Run.de: Marcus, du wurdest uns als Ansprechpartner für ein Interview rund um den Jugendfußball bei der JSG Kannenbäcker genannt. Welche Rolle übst du aus?
Marcus Cremer: Seit fünf Jahren bin ich Abteilungsleiter Fußball bei den Sportfreunden Höhr-Grenzhausen und Mitglied der Jugendleitung der JSG Kannenbäcker.
Das-Run.de: Marcus, du hast die JSG Kannenbäcker angesprochen. Welche Vereine verstecken sich denn dahinter?
Marcus Cremer: Die JSG Kannenbäcker ist die gemeinsame JSG der SF Höhr-Grenzhausen, des SV 08 Hillscheid und des TuS Hilgert. Dies sind die Vereine aus der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen. Die Zusammenarbeit auf dieser Ebene macht absolut Sinn. Die Kinder unserer Mannschaften gehen gemeinsam zur Schule, da macht es auch Sinn, dass sie gemeinsam im Jugendfußball aktiv sind. Die JSG erlaubt es uns, stabil alle Altersklassen zu besetzen und den Nachwuchs für die Seniorenteams der drei Vereine auszubilden.
Das-Run.de: Marcus, nach welchem Konzept bildet ihr euren Nachwuchs aus?
Marcus Cremer: Zunächst einmal haben wir einen ausgeprägten Ansatz im Breitensport. Wir möchten jedem Kind die Möglichkeit bieten im Verein Fußball zu spielen und möchten kein Kind nach Hause schicken. Die größte Herausforderung ist es, Trainer zu finden, die sich im Ehrenamt engagieren und die Kids trainieren. Wir arbeiten dabei, angefangen bei der ersten Herrenmannschaft und endend bei den kleinsten, mit Trainerteams. Da kommt schon eine stolze Anzahl an benötigten Personen zusammen. Da sind wir schon ein wenig stolz, dass uns dies in den letzten Jahren so gut gelungen ist. So steht im Ergebnis auch eine kontinuierlich wachsender Jugendbereich. Gleichzeitig versuchen wir auch ambitionierten Fußballern ein Zuhause zu bieten und auch die ein oder andere Mannschaft im etwas leistungsorientierten Nachwuchsfußball zu etablieren. Hier gab es in der Vergangenheit bereits erste Erfolge. Es gibt aber auch immer wieder Rückschläge. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Relegationsspiele um den Aufstieg in die Bezirksligen wir in den letzten Jahren knapp verloren haben. Hier müssen wir weiter am Ball bleiben, dann wird es uns sicher zukünftig gelingen einen Schritt nach vorne zu machen. Am wichtigsten für die Entwicklung ist es, dass wir den Kids dauerhaft ein gutes Training anbieten. Bei der Trainingsgestaltung und den Trainingsinhalten orientieren wir uns an der Trainingsphilosophie Deutschland.
Das-Run.de: Marcus, lass uns gerne mal auf einzelne Nachwuchsteams schauen. Eure U19 spielt aktuell in der Junioren-Bezirksliga. Wie wichtig ist diese Spielklasse?
Marcus Cremer: Unsere U19 hat in den letzten Jahren stets überregional gespielt, zuletzt sogar zwei Jahre in der Junioren-Rheinlandliga. Das ist schon eine tolle Sache. Denn die Jungs, die aus diesen Jahrgängen in den Seniorenbereich kommen, haben dann eine gute Qualität und helfen den Teams im Seniorenbereich richtig weiter. Es wäre daher sehr wünschenswert, wenn wir den Klassenerhalt in der Junioren-Bezirksliga schaffen würden. Es wird allerdings kein einfaches Unterfangen für das Trainerteam Tayfun Öztürk, Lukas Bay und Heiko Nehm.
Das-Run.de: Marcus, die U17 hat eine Qualifikationsrunde auf Platz fünf abgeschlossen. Wie geht es weiter?
Marcus Cremer: Unsere U17 spielt nunmehr in der Kreisklasse weiter und hat dort die Möglichkeit, an der Spitze mitzuspielen. Die U17 hat einen sehr schmalen Kader. Die Herausforderung für die Jungs von Eddi Rainer und Joshua Heinz wird es sein, zusammenzustehen und mit der dünnen Personaldecke die Saison erfolgreich zu beenden.
Das-Run.de: Marcus, lass uns kurz auf die C-Junioren. Wie läuft es aktuell?
Marcus Cremer: In der C-Jugend stellen wir zwei Teams. Die C1, die unter anderem von meinem Jugendleiterkollegen Sascha Deinert trainiert wird, hat nunmehr die Qualifikationsrunde auf Tabellenplatz 1 abgeschlossen und wird demnach in der Leistungsklasse versuchen, oben mitzuspielen. Mit einem Auftaktsieg über die JSG Untermosel Kobern ist dies gelungen. Und auch der C2 möchte ich ein Kompliment machen. Diese hat sich bislang mehr als achtbar geschlagen.
Das-Run.de: Marcus, lass uns gerne auch auf die D-Junioren schauen.
Marcus Cremer: Sehr gerne. Auch in der D-Jugend stellen wir zwei Teams. Die D1 hat eine starke Qualifikationsrunde gespielt. Und auch in der Leistungsklasse konnte die Truppe des Trainerteams Aydin und Ufuk Sögünmez schon fünf Punkte in vier Spielen eintüten. Auch in der D2 wird ansehnlicher Fußball gespielt und wir haben eine ordentliche Anzahl an Kindern. Wir haben sogar recht lange überlegt noch eine D3 zu melden.
Das-Run.de: Marcus, lass uns noch auf die kleinsten Nachwuchsfußballer schauen. Gebe uns gerne mal ein Update, was bei euch im Grundlagenbereich so los ist.
Marcus Cremer: In der E-Jugend läuft es bei uns sehr gut. Wir haben derart viele Kinder, dass wir vor der Saison unsere JSG in dieser Altersklasse auflösen mussten. Zur Erläuterung: Der Verband erlaubt nicht mehr als drei Mannschaften für eine JSG. Dafür haben wir zu viele Kinder. Daher haben wir uns entschieden, zwei E-Jugenden in Hillscheid und drei in Höhr-Grenzhausen zu melden. Wir nehmen also mit insgesamt fünf E-Jugenden am Spielbetrieb teil und dies zum Teil sehr erfolgreich. Der stark wachsende Trend setzt sich auch in der F-Jugend fort. Auch dort haben wir in der JSG deutlich über 40 Kinder am Ball. Durch die neuen Spielformen, die ich persönlich übrigens Weltklasse finde, wird hier jedes Training zu Materialschlacht.
Das-Run.de: Marcus, in der VG Höhr-Grenzhausen wird ja auch Mädchenfußball angeboten. Es gibt eine MSG Höhr-Grenzhausen bei den C- und D-Juniorinnen. Wie schön ist das?
Marcus Cremer: Die aktuelle Entwicklung des Mädchenfußballs ist durchaus beachtlich. Was Eckhard Franz und seine Teams hier in den letzten Jahren leisten, ist außergewöhnlich. Es ist schon ein gewisser Hype entstanden und wir möchten den Mädchenfußballbereich gerne weiter ausbauen. Langfristig wäre es super, wenn wir auch im Mädchenfußball alle Altersklassen besetzten könnten. Das würde mich nicht nur als Jugendleiter, sondern auch als Vater einer jungen F-Jugendspielerin sehr freuen. Das-Run.de: Marcus, lass uns in die Zukunft blicken. Was wünscht du dir für den Jugendfußball in der VG Höhr-Grenzhausen?
Marcus Cremer: Für den Jugendfußball in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen wünsche ich mir, dass wir auch zukünftig vielen jungen Menschen eine Heimat und Hobby bieten können. Es wäre wünschenswert, dass es uns weiterhin gelingt, genügend engagierte und qualifizierte Trainer für alle Teams zu finden. Und wenn wir grade beim Wünschen sind, dann wäre es auch super, in einigen Jahren flächendeckend überkreislich vertreten zu sein.
Das-Run.de: Marcus, ein spannendes Thema ist auch immer die Infrastruktur. Gib uns gerne einen Überblick, wie schwer es bei euch ist, Talente auszubilden und zu fördern?
Marcus Cremer: Infrastrukturell sieht es bei uns recht gut aus. In Höhr-Grenzhausen haben wir auf der vereinseigenen Anlage am Sportpark am Flürchen einen Kunstrasen-, einen Rasenplatz und ein Kleinspielfeld. Dazu gibt es noch den kommunalen Kunstrasenplatz am Moorsbergstadion. In Hillscheid gibt es einen tollen Kunstrasen und in Hilgert einen Hybridrasen. Trotz der vielen Plätze wird es aber bei der hohen Anzahl an Mannschaften gelegentlich eng, insbesondere im Herbst und Winter, wenn es früher dunkel wird und die Rasenplätze nicht mehr bespielbar sind. Dennoch haben andere Vereine hier wohl deutlich größere Sorgen. Insgesamt finde ich, dass die Politik und die Vereine in der VG Höhr-Grenzhausen sehr gut zusammenarbeiten und im Zusammenspiel ein großartiges Umfeld für tolle Nachwuchsarbeit geschaffen haben.
Das-Run.de: Und wie sieht es rund um die JSG Kannenbäcker mit Trainern aus?
Marcus Cremer: Was die Anzahl an Trainern angeht, will ich die Frage mal wie folgt beantworten. In den letzten Jahren hatten wir immer grade so genug, was ich schonmal eine Leistung finde. Man kann natürlich immer noch mehr Trainer gebrauchen, um sich breiter und besser aufzustellen. Wir haben sehr viele Trainer, die auch noch aktiv für unsere Vereine spielen. Die Jungs sind dann schon echt oft auf dem Sportplatz. Da würde jede Entlastung natürlich helfen.
Das-Run.de: Marcus, wir bedanken uns bei dir herzlich für deine Zeit und das Interesse daran, über den Jugendfußball rund um die SF Höhr-Grenzhausen zu berichten. Wir wünschen dir und deinem Verein weiterhin alles Gute und hoffen, dass in euren Jugendmannschaften weiterhin viele Talente geformt werden und ihr euch auch dauerhaft überkreislich mit Nachwuchsteams messen könnt.
Marcus Cremer: Vielen Dank, dass ich die SF Höhr-Grenzhausen und die JSG Kannenbäcker in eurer Serie vorstellen durfte. Wir geben weiterhin Gas, um möglichst viele Nachwuchsspieler qualitativ hochwertig ausbilden zu können.
Fotoquelle: SF Höhr-Grenzhausen
Das-Run.de: Hallo Marcus, du bist unser Ansprechpartner rund um den Jugendfußball bei der JSG Kannenbäcker. Stelle dich gerne einmal kurz vor.
Marcus Cremer: Mein Name ist Marcus Cremer, ich bin 37 Jahre alt und wohne mit meiner Frau und meiner Tochter in Höhr-Grenzhausen.
Das-Run.de: Marcus, wie bist du eigentlich zum Fußball gekommen?
Marcus Cremer: Eigentlich habe ich mein ganzes Leben Fußball gespielt. Während meiner Kindheit gab es auch noch Bolzplätze und Bolzwiesen. Dort haben wir mit Freunden und eigentlich allen Kindern aus der Nachbarschaft jeden Tag gekickt. In der F-Jugend habe ich dann angefangen im Verein zu spielen. Das lief direkt ganz gut und ich bin bisher dabeigeblieben.
Das-Run.de: Marcus, du wurdest uns als Ansprechpartner für ein Interview rund um den Jugendfußball bei der JSG Kannenbäcker genannt. Welche Rolle übst du aus?
Marcus Cremer: Seit fünf Jahren bin ich Abteilungsleiter Fußball bei den Sportfreunden Höhr-Grenzhausen und Mitglied der Jugendleitung der JSG Kannenbäcker.
Das-Run.de: Marcus, du hast die JSG Kannenbäcker angesprochen. Welche Vereine verstecken sich denn dahinter?
Marcus Cremer: Die JSG Kannenbäcker ist die gemeinsame JSG der SF Höhr-Grenzhausen, des SV 08 Hillscheid und des TuS Hilgert. Dies sind die Vereine aus der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen. Die Zusammenarbeit auf dieser Ebene macht absolut Sinn. Die Kinder unserer Mannschaften gehen gemeinsam zur Schule, da macht es auch Sinn, dass sie gemeinsam im Jugendfußball aktiv sind. Die JSG erlaubt es uns, stabil alle Altersklassen zu besetzen und den Nachwuchs für die Seniorenteams der drei Vereine auszubilden.
Das-Run.de: Marcus, nach welchem Konzept bildet ihr euren Nachwuchs aus?
Marcus Cremer: Zunächst einmal haben wir einen ausgeprägten Ansatz im Breitensport. Wir möchten jedem Kind die Möglichkeit bieten im Verein Fußball zu spielen und möchten kein Kind nach Hause schicken. Die größte Herausforderung ist es, Trainer zu finden, die sich im Ehrenamt engagieren und die Kids trainieren. Wir arbeiten dabei, angefangen bei der ersten Herrenmannschaft und endend bei den kleinsten, mit Trainerteams. Da kommt schon eine stolze Anzahl an benötigten Personen zusammen. Da sind wir schon ein wenig stolz, dass uns dies in den letzten Jahren so gut gelungen ist. So steht im Ergebnis auch eine kontinuierlich wachsender Jugendbereich. Gleichzeitig versuchen wir auch ambitionierten Fußballern ein Zuhause zu bieten und auch die ein oder andere Mannschaft im etwas leistungsorientierten Nachwuchsfußball zu etablieren. Hier gab es in der Vergangenheit bereits erste Erfolge. Es gibt aber auch immer wieder Rückschläge. Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Relegationsspiele um den Aufstieg in die Bezirksligen wir in den letzten Jahren knapp verloren haben. Hier müssen wir weiter am Ball bleiben, dann wird es uns sicher zukünftig gelingen einen Schritt nach vorne zu machen. Am wichtigsten für die Entwicklung ist es, dass wir den Kids dauerhaft ein gutes Training anbieten. Bei der Trainingsgestaltung und den Trainingsinhalten orientieren wir uns an der Trainingsphilosophie Deutschland.
Das-Run.de: Marcus, lass uns gerne mal auf einzelne Nachwuchsteams schauen. Eure U19 spielt aktuell in der Junioren-Bezirksliga. Wie wichtig ist diese Spielklasse?
Marcus Cremer: Unsere U19 hat in den letzten Jahren stets überregional gespielt, zuletzt sogar zwei Jahre in der Junioren-Rheinlandliga. Das ist schon eine tolle Sache. Denn die Jungs, die aus diesen Jahrgängen in den Seniorenbereich kommen, haben dann eine gute Qualität und helfen den Teams im Seniorenbereich richtig weiter. Es wäre daher sehr wünschenswert, wenn wir den Klassenerhalt in der Junioren-Bezirksliga schaffen würden. Es wird allerdings kein einfaches Unterfangen für das Trainerteam Tayfun Öztürk, Lukas Bay und Heiko Nehm.
Das-Run.de: Marcus, die U17 hat eine Qualifikationsrunde auf Platz fünf abgeschlossen. Wie geht es weiter?
Marcus Cremer: Unsere U17 spielt nunmehr in der Kreisklasse weiter und hat dort die Möglichkeit, an der Spitze mitzuspielen. Die U17 hat einen sehr schmalen Kader. Die Herausforderung für die Jungs von Eddi Rainer und Joshua Heinz wird es sein, zusammenzustehen und mit der dünnen Personaldecke die Saison erfolgreich zu beenden.
Das-Run.de: Marcus, lass uns kurz auf die C-Junioren. Wie läuft es aktuell?
Marcus Cremer: In der C-Jugend stellen wir zwei Teams. Die C1, die unter anderem von meinem Jugendleiterkollegen Sascha Deinert trainiert wird, hat nunmehr die Qualifikationsrunde auf Tabellenplatz 1 abgeschlossen und wird demnach in der Leistungsklasse versuchen, oben mitzuspielen. Mit einem Auftaktsieg über die JSG Untermosel Kobern ist dies gelungen. Und auch der C2 möchte ich ein Kompliment machen. Diese hat sich bislang mehr als achtbar geschlagen.
Das-Run.de: Marcus, lass uns gerne auch auf die D-Junioren schauen.
Marcus Cremer: Sehr gerne. Auch in der D-Jugend stellen wir zwei Teams. Die D1 hat eine starke Qualifikationsrunde gespielt. Und auch in der Leistungsklasse konnte die Truppe des Trainerteams Aydin und Ufuk Sögünmez schon fünf Punkte in vier Spielen eintüten. Auch in der D2 wird ansehnlicher Fußball gespielt und wir haben eine ordentliche Anzahl an Kindern. Wir haben sogar recht lange überlegt noch eine D3 zu melden.
Das-Run.de: Marcus, lass uns noch auf die kleinsten Nachwuchsfußballer schauen. Gebe uns gerne mal ein Update, was bei euch im Grundlagenbereich so los ist.
Marcus Cremer: In der E-Jugend läuft es bei uns sehr gut. Wir haben derart viele Kinder, dass wir vor der Saison unsere JSG in dieser Altersklasse auflösen mussten. Zur Erläuterung: Der Verband erlaubt nicht mehr als drei Mannschaften für eine JSG. Dafür haben wir zu viele Kinder. Daher haben wir uns entschieden, zwei E-Jugenden in Hillscheid und drei in Höhr-Grenzhausen zu melden. Wir nehmen also mit insgesamt fünf E-Jugenden am Spielbetrieb teil und dies zum Teil sehr erfolgreich. Der stark wachsende Trend setzt sich auch in der F-Jugend fort. Auch dort haben wir in der JSG deutlich über 40 Kinder am Ball. Durch die neuen Spielformen, die ich persönlich übrigens Weltklasse finde, wird hier jedes Training zu Materialschlacht.
Das-Run.de: Marcus, in der VG Höhr-Grenzhausen wird ja auch Mädchenfußball angeboten. Es gibt eine MSG Höhr-Grenzhausen bei den C- und D-Juniorinnen. Wie schön ist das?
Marcus Cremer: Die aktuelle Entwicklung des Mädchenfußballs ist durchaus beachtlich. Was Eckhard Franz und seine Teams hier in den letzten Jahren leisten, ist außergewöhnlich. Es ist schon ein gewisser Hype entstanden und wir möchten den Mädchenfußballbereich gerne weiter ausbauen. Langfristig wäre es super, wenn wir auch im Mädchenfußball alle Altersklassen besetzten könnten. Das würde mich nicht nur als Jugendleiter, sondern auch als Vater einer jungen F-Jugendspielerin sehr freuen. Das-Run.de: Marcus, lass uns in die Zukunft blicken. Was wünscht du dir für den Jugendfußball in der VG Höhr-Grenzhausen?
Marcus Cremer: Für den Jugendfußball in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen wünsche ich mir, dass wir auch zukünftig vielen jungen Menschen eine Heimat und Hobby bieten können. Es wäre wünschenswert, dass es uns weiterhin gelingt, genügend engagierte und qualifizierte Trainer für alle Teams zu finden. Und wenn wir grade beim Wünschen sind, dann wäre es auch super, in einigen Jahren flächendeckend überkreislich vertreten zu sein.
Das-Run.de: Marcus, ein spannendes Thema ist auch immer die Infrastruktur. Gib uns gerne einen Überblick, wie schwer es bei euch ist, Talente auszubilden und zu fördern?
Marcus Cremer: Infrastrukturell sieht es bei uns recht gut aus. In Höhr-Grenzhausen haben wir auf der vereinseigenen Anlage am Sportpark am Flürchen einen Kunstrasen-, einen Rasenplatz und ein Kleinspielfeld. Dazu gibt es noch den kommunalen Kunstrasenplatz am Moorsbergstadion. In Hillscheid gibt es einen tollen Kunstrasen und in Hilgert einen Hybridrasen. Trotz der vielen Plätze wird es aber bei der hohen Anzahl an Mannschaften gelegentlich eng, insbesondere im Herbst und Winter, wenn es früher dunkel wird und die Rasenplätze nicht mehr bespielbar sind. Dennoch haben andere Vereine hier wohl deutlich größere Sorgen. Insgesamt finde ich, dass die Politik und die Vereine in der VG Höhr-Grenzhausen sehr gut zusammenarbeiten und im Zusammenspiel ein großartiges Umfeld für tolle Nachwuchsarbeit geschaffen haben.
Das-Run.de: Und wie sieht es rund um die JSG Kannenbäcker mit Trainern aus?
Marcus Cremer: Was die Anzahl an Trainern angeht, will ich die Frage mal wie folgt beantworten. In den letzten Jahren hatten wir immer grade so genug, was ich schonmal eine Leistung finde. Man kann natürlich immer noch mehr Trainer gebrauchen, um sich breiter und besser aufzustellen. Wir haben sehr viele Trainer, die auch noch aktiv für unsere Vereine spielen. Die Jungs sind dann schon echt oft auf dem Sportplatz. Da würde jede Entlastung natürlich helfen.
Das-Run.de: Marcus, wir bedanken uns bei dir herzlich für deine Zeit und das Interesse daran, über den Jugendfußball rund um die SF Höhr-Grenzhausen zu berichten. Wir wünschen dir und deinem Verein weiterhin alles Gute und hoffen, dass in euren Jugendmannschaften weiterhin viele Talente geformt werden und ihr euch auch dauerhaft überkreislich mit Nachwuchsteams messen könnt.
Marcus Cremer: Vielen Dank, dass ich die SF Höhr-Grenzhausen und die JSG Kannenbäcker in eurer Serie vorstellen durfte. Wir geben weiterhin Gas, um möglichst viele Nachwuchsspieler qualitativ hochwertig ausbilden zu können.
Fotoquelle: SF Höhr-Grenzhausen