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Mit den B-Junioren der JSG Neitersen hat Luca Breitenbach in der Halle Mannschaften auf Kreis- und Verbandsebene sowie bei der regionalen und der nationalen Meisterschaft an die Wand gespielt. Und auch in der Meisterstaffel der Rheinlandliga lässt es der 16-Jährige Tore regnen. Im Interview mit das-run.de erzählt der Westerwälder, warum er das Toreschießen und Zusammenspielen mit engen Freunden so sehr schätzt.

Das-Run.de: Hallo Luca, du wurdest von der Community zusammen mit Leo Garske zum Spieler des Monats März gewählt. Stell dich den Lesern gerne einmal vor.

Luca Breitenbach: Hallo zusammen. Ich heiße Luca Breitenbach, bin 16 Jahre alt und besuche die zehnte Klasse. In meiner Freizeit spiele ich gerne Fußball, fahre Fahrrad oder zocke mit meinen Freunden.

Das-Run.de: Du hast deine Leidenschaft Fußball angesprochen. Wann hast du denn damit begonnen?

Luca Breitenbach: Im Verein spielen ich seit dem Herbst des Jahres 2012. Mein Verein ist die JSG Neitersen.

Das-Run.de: Das ist gefühlt dein ganzes Leben lang. Was fasziniert dich denn an der Sportart Fußball?

Luca Breitenbach: Fußballspielen hat mir schon immer Spaß gemacht. Hinzu kommt, dass ich mit vielen Freunden gemeinsam spielen kann.

Das-Run.de: Gibt es Menschen, die du als Vorbild hast?

Luca Breitenbach: Auf den Fußball bezogen ist es Marco Reus. Von ihm habe ich mir vieles abgeschaut. Schade, dass er seine Karriere bei Dortmund beendet. Ich hoffe, dass er im Ausland weiterspielen wird.

Das-Run.de: Wenn man seit klein auf Fußball spielt, hat man sicher schon tolle Momente erlebt. Was kommt dir denn in den Sinn?

Luca Breitenbach: Ich würde sagen, dass die schönsten Momente mit Titeln belohnt wurden. Ich wurde mit meinem Team schon mehrfach Meister auf Kreis- und Verbandsebene. Meine erfolgreichste Zeit hab ich in dieser Saison mit den B-Junioren erlebt. Wir haben es geschafft, im Futsal auf Kreis-, Verbands- und Regionalebene zu gewinnen – als kleiner Verein wohlgemerkt. Dadurch haben wir uns für die Endrunde um die nationale Meisterschaft qualifiziert. Das wir auch diesen Titel gewonnen haben, ist sensationell. Es gab zuvor noch nie ein Team im Rheinland, dass sich Deutscher Meister nennen durfte.

Das-Run.de: Du hast euren sensationellen Triumpf angesprochen. Du und dein Team von der JSG Neitersen haben sich in die Geschichtsbücher eingetragen. Was macht dein Verein für dich so besonders?

Luca Breitenbach: Bei der JSG Neitersen treffe ich mich mit Freunden, mit denen ich zum Teil auch die Schule besuche. Das sind Freunde, mit denen ich seit Jahren zusammen dem runden Leder nachjage. Neitersen ist mein Heimatverein, da ich dort schon seit den Bambinis spiele. Und daran muss sich auch erstmal nichts ändern.

Das-Run.de: Das klingt sehr bodenständig. Lass uns nochmal auf euren Triumph auf nationaler Ebene schauen. Wie war die Endrunde?

Luca Breitenbach: Sehr gerne. Meine Mannschaft und ich hat letztes Jahr bereits einen tollen Fußball gespielt und den Titel in unserer Altersklasse im Futsal auf Kreis- und Verbandsebene geholt. Bei den regionalen Meisterschaften haben wir es leider nicht geschafft, uns für die nächst höhere Ebene zu qualifizieren. Deshalb haben wir uns als Ziel gesetzt, einen neuen Versuch zu starten. Oftmals entstehen ja im Sport aus einer Niederlage diejenigen Puzzleteile, welche für den großen Wurf benötigt werden. Dieses Mal haben wir auf Kreis- und Verbandsebene dominiert und uns souverän für die Regionalmeisterschaft qualifiziert. Dort haben wir an unsere Form angeknüpft und das Finale erreicht. Wir konnten uns in einem Sechs-Meter-Schießen durchsetzen und somit als Sieger für die Endrunde in Duisburg qualifizieren.

Das-Run.de: Das klingt sehr spannend. Was ist dann in Duisburg passiert? Schließlich habt ihr bekannte Mannschaften besiegt.

Luca Breitenbach: Duisburg ist für uns alle Neuland und vor allem sehr beeindruckend gewesen. Wir haben versucht, jedes einzelne Spiel als Endspiel anzusehen. Gleich im ersten Spiel haben wir gemerkt, wie kräftezehrend 20 Minuten Nettospielzeit in der Halle sein können. Jedoch haben wir uns als Team gegen diese Aufgabe namens Delbrück (Kreis Paderborn) gestellt und auch verdient durchsetzen können. Im zweiten Spiel war unser Gegner, der FC Eilenburg aus Sachsen, nach einer Auftaktpleite bereits unter Zugzwang. Wir konnten uns mit 3:2 durchsetzen, mussten aber den ein oder anderen kritischen Moment überstehen. Das letzte Gruppenspiel, der SV Böblingen aus Baden-Württemberg war der Gegner, mussten wir unbedingt gewinnen, denn nur die Gruppensieger waren für das Finale qualifiziert. Wir legten los wie die Feuerwehr und waren bereits nach fünf Minuten mit 3:0 in Front. Danach bekamen wir zu spüren, wie lange 20 Minuten sind. Der Gegner wurde stärker und schaffte es, zum 3:3 auszugleichen. Jedoch ist es uns gelungen, und dies macht mein Team aus, eine erneute Reaktion zu zeigen. In der Schlusssekunde konnten wir einen Ball abfangen und den Konter mit dem 4:3-Siegtreffer abschließen. Die Freude über den Finaleinzug war natürlich riesengroß.

Das-Run.de: Drei Siege in der Gruppenphase, in denen ihr Leiden musstet, wurden mit dem Finalspiel belohnt. Nimm uns auch da gerne mal mit. Schließlich seid ihr ja Außenseiter gewesen.

Luca Breitenbach: Im Finale gegen den FC Energie Cottbus waren wir bis zum Anpfiff recht nervös. Als der Ball rollte, konnten wir diese aber ablegen. In den ersten zehn Minuten entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, indem wir sogar mit 2:0 in Führung lagen. In den folgenden Minuten wurde der Bundesligist minütlich stärker und schaffte erst den Anschlusstreffer und dann sogar den Ausgleich. Jedoch konnten wir uns in die Verlängerung retten. Wir hatten die besseren Nerven und konnten zwei weitere Tore erzielen. Cottbus hingegen verlangte uns wieder alles ab, konnte aber kein weiteres Tor mehr erzielen. Als dann der Schlusspfiff ertönte, war der Jubel riesengroß. Auch, weil uns gefühlt keiner kannte und somit nicht auf der Rechnung hatte.

Das-Run.de: Nochmal Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg. Wie lautet denn dein Fazit zur Endrunde?

Luca Breitenbach: Das Wochenende war wirklich top und es hat uns allen sehr gut gefallen. Wenn die Mannschaft die Halle schließlich als Letzter und als Sieger verlässt, ist das unglaublich. Persönlich habe ich mich natürlich sehr über meine acht erzielten Tore gefreut, die es uns als Team ermöglicht haben, den Titel mit in den Westerwald zu nehmen.

Das-Run.de: Luca, du hast in diesem Jahr im Futsal alles mögliche erreicht. Was sind deine weiteren Ziele?

Luca Breitenbach: Ich will auch weiterhin gute Leistungen zeigen, mit meinem Team viele Erfolge einfahren und einfach Spaß haben. Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden, wobei es wichtig ist, den Fokus genau auf den kommenden Gegner zu legen.

Das-Run.de: Du hast in der Halle deinen Torriecher unter Beweis gestellt. Aber auch in der U17-Rheinlandliga zeigst du regelmäßig deine Qualitäten. Du bist mit acht Toren Toptorjäger in der Meisterstaffel. Was bedeutet es dir, die Auszeichnung Spieler des Monats März erhalten zu haben?

Luca Breitenbach: Die Auszeichnung bedeutet mir sehr viel. Diese zeigt mir, dass ich mich fußballerisch auf dem richtigen Weg befinde. Jedoch ist mir auch bewusst, dass ich ohne meine Mitspieler nicht ansatzweise den gleichen Erfolg hätte. Deshalb sehe ich die Auszeichnung als Belohnung für meine Tore und die tolle Performance meiner Mannschaft an.

Das-Run.de: Das sind tolle Worte. Wir verabschieden uns bei dir und hoffen, dass du weiterhin Tore am Fließband schießt.

Luca Breitenbach: Vielen Dank für das Interview. Hat mir große Freude bereitet.