Ehrenamtliches Engagement ist im Amateurfußball unabdingbar, ist aber heutzutage immer weniger zu finden. Vermutlich wurde deshalb vom Deutschen Fußballbund etwas dagegengesteuert, indem der Titel Amateur des Jahres und Amateurin des Jahres seit mehreren Saisons vergeben wird. In diesem Jahr hat ein Mann aus dem Fußballverein Rheinland die Möglichkeit, sich diesen Titel zu sichern. Die Rede ist von Julian Gönemann, der seine Fußballschuhe für den SV Pfaffendorf schnürt, und sich ehrenamtlich um die wichtigen Bausteine Organisation des Spielbetriebs und Sponsoring kümmert. Immer getreu dem Motto “Bei uns soll jeder Spielzeit bekommen”.
Das Run-de: Hallo Julian. Wir freuen uns sehr, dass du uns für ein Interview zur Verfügung stehst. Stell dich doch mal vor.
Julian Gönemann: Ich freue mich sehr, dass ihr mich für ein Interview angefragt habt. Mein Name ist Julian Gönemann, ich bin 28 Jahre jung und wohne aktuell noch im Koblenzer Stadtteil Urbar. Meine beiden größten Hobbys sind zum einen Fußball und zum anderen Sport im Allgemeinen. Ich arbeite als Erzieher und studiere parallel dazu Soziale Arbeit.
Das Run-de: Du hast deine Leidenschaft für Fußball angesprochen. Wie bist du dazu gekommen?
Julian Gönemann: Gefühlt habe ich schon immer Fußball gespielt. Es ist kaum ein Tag vergangen, an dem ich nicht, gemeinsam mit meinem Bruder, dem runden Leder nachgejagt bin. Bis zur C- Jugend habe ich beim SV Pfaffendorf gespielt. Es folgte ein Intermezzo beim TuS Immendorf, welches mir für meine fußballerische Entwicklung sehr geholfen hat. Im Seniorenbereich bin ich dann wieder zum SV Pfaffendorf zurückgekehrt. Dort bin ich mittlerweile Spielführer und wir treten in der Kreisliga C an.
Das Run-de: Du spielst schon immer in der Kreisliga. Und fast ununterbrochen in Pfaffendorf. Hat dies einen Grund?
Julian Gönemann: Ich habe eben in Pfaffendorf mit dem Fußballspielen begonnen und mich von Anfang an heimisch gefühlt. Hier kann ich mit meinem Bruder und vielen Freunden auflaufen und einfach Spaß haben. Und es stört mich auch nicht, dass wir nur einen Hartplatz haben. Dennoch freue ich mich, wenn im Rahmen der Bundesgartenschau noch ein Rasenplatz gebaut wird. Dies sind für mich Gründe, die entscheidend sind, dass ich mich wohlfühlen kann und auch gerne ehrenamtlich engagiere.
Das Run-de: Du hast dein ehrenamtliches Engagement angesprochen. Dafür gibt es seit Jahren einen Preis. Deutschlandweit wird der Amateur und die Amteurin des Jahres gesucht. Du stehst unter den letzten fünf Bewerbern für den Preis Amateur des Jahres, der vom Deutschen Fußballbund vergeben wird. Wie ist es dazu gekommen?
Julian Gönemann: Erst einmal ist dies eine große Ehre für mich, aber auch eine tolle Werbung für den SV Pfaffendorf. Es kam so, dass unsere zweite Vorsitzende von dem Preis erfahren hat und mich einfach mal dafür angemeldet hat. Die Bewerbung wurde dann von einer Jury überprüft und als so gut empfunden, dass ich unter die besten fünf Amateure gekommen bin. Die finale Votingphase läuft noch bis zum Mittwoch, 17. April. 50 Prozent der Stimmen kommen von der Fachjury und den Kapitänen der deutschen Nationalmannschaft, die restlichen 50 Prozent ist eine klassische Abstimmung, bei der jeder Einzelne teilnehmen kann. Grundsätzlich ehrt der Preis das Ehrenamt von einzelnen Personen über den normalen Spielbetrieb hinaus.
Das Run-de: Du wurdest für den Preis also “einfach” angemeldet. Was ging dir durch den Kopf, als du davon erfahren hast?
Julian Gönemann: Offen und ehrlich gesagt ist dies eine große Ehre für mich. Ich habe mich sehr gefreut, als mir davon erzählt wurde. Und anscheinend hat unsere zweite Vorsitzende eine aussagekräftige Bewerbung abgeschickt, denn deutschlandweit gab es über 100 Bewerber. Es ist für mich schon toll, unter den letzten fünf Kandidaten zu sein. Jetzt bleibt es nur noch zu hoffen, dass mein für die finale Votingphase aufgenommenes Video, zu sehen auf der Plattform www.fussball.de, überzeugen konnte. Ich muss aber dennoch sagen, dass meine vier Kontrahenten auch tolle und interessante Beiträge hochgeladen haben. Möge der Bessere sich durchsetzen.
Das Run-de: Deine Bewerbung hat eine Fachjury überzeugt. Dein ehrenamtliches Engagement ist, zumindest im Rheinland, unübertroffen. Du bist der einzige Finalist aus unserem Fußballverband. Erzähl doch mal, was du ehrenamtlich machst. Vermutlich arbeitest du mit Kindern zusammen, was eine Parallele zu deinem Beruf wäre.
Julian Gönemann: Es gibt tatsächlich die von euch angesprochene Parallele, denn ich bin Jugendleiter beim SV Pfaffendorf. Mir ist es sehr wichtig, das Motto “Jeder soll bei uns Fußball spielen” umzusetzen. Los geht es dabei bei den Jüngsten. Ich habe eine Zwergengruppe für Kinder unter drei Jahren bis zum Alter von fünf Jahren gegründet, in der die motorische Entwicklung im Vordergrund steht. Daran reihen sich fünf Jugendmannschaften (Bambini, F-Junioren, zweimal E-Junioren und D-Junioren) an. Für mich ist es unumgänglich, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Und dabei steht immer der Spaß im Vordergrund. Die Bambinis trainiere ich zum Beispiel selbst.
Das Run-de: Das hört sich sehr gut an. Wird das Motto auch bei den Erwachsenen gelebt?
Julian Gönemann: Definitiv. Bei unseren Männern lebe ich das Motto mehrmals die Woche als Kapitän vor – in der Kreisliga steht eben die Kameradschaft und der Zusammenhalt an erster Stelle. Wenn dann sportlich gesehen auch Grund zur Freude vorhanden ist, dann läuft vieles erfolgreich zusammen. Aber auch bei der neu gegründeten Mädchen- und Damenmannschaft, die aktuell in der zweiten Spielzeit sind, und den Alten Herren, ebenfalls von mir ins Leben gerufen und auch angeleitet, ist Jedermann willkommen.
Das Run-de: Hut ab, wie sehr du dich in Pfaffendorf einbringst. Du sorgt ja wahrlich für einen Boom und Zuwachs an Spielern.
Julian Gönemann: Ich habe einfach Lust, in meiner Freizeit mich einzubringen. Und in einem Team Projekte umzusetzen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, ist mir eine große Freude. Geschätzt wird das Engagement und die Entwicklung auch bei Sponsoren. Ich kann berichten, dass wir problemlos Sponsoren finden und unsere Mitglieder demnach auch mit Vereinskleidung ausrüsten können. Das macht mich natürlich sehr glücklich. Und ich bin der Meinung, dass der Boom weitergehen wird, denn der künftige Rasenplatz ist ja ein weiteres Argument für ein Intermezzo bei der Großfamilie SV Pfaffendorf.
Das Run-de: Du hast von deinem ehrenamtlichen Engagement erzählt. Viele Menschen schätzen deinen vorbildlichen Einsatz. Warum bringst du dich eigentlich ehrenamtlich ein?
Julian Gönemann: Das ist einfach zu beantworten. Wenn man seinen Verein liebt und dafür brennt, dann ist das ehrenamtliche Engagement keine Arbeit mehr. Mir ist es einfach wichtig, die Entwicklung des SV Pfaffendorf mitzubestimmen. Es ist schön zu sehen, wie Jungs bereits im jungen Alter das Fußballspielen erlernen. Wenn man im Sinne der Entwicklung und Erhaltung des Vereins sich ehrenamtlich einbringen kann, dann ist das eine schöne Sache.
Das Run-de: Dann hoffen wir sehr, dass du für dein großes Engagement mit dem Titel Amateur des Jahres ausgezeichnet wirst.
Julian Gönemann: Danke, dass ihr mich kontaktiert habt. Wir können gerne nach der Preisverleihung nochmal quatschen. Macht es gut.
Bildquelle: SV Pfaffendorf
Das Run-de: Hallo Julian. Wir freuen uns sehr, dass du uns für ein Interview zur Verfügung stehst. Stell dich doch mal vor.
Julian Gönemann: Ich freue mich sehr, dass ihr mich für ein Interview angefragt habt. Mein Name ist Julian Gönemann, ich bin 28 Jahre jung und wohne aktuell noch im Koblenzer Stadtteil Urbar. Meine beiden größten Hobbys sind zum einen Fußball und zum anderen Sport im Allgemeinen. Ich arbeite als Erzieher und studiere parallel dazu Soziale Arbeit.
Das Run-de: Du hast deine Leidenschaft für Fußball angesprochen. Wie bist du dazu gekommen?
Julian Gönemann: Gefühlt habe ich schon immer Fußball gespielt. Es ist kaum ein Tag vergangen, an dem ich nicht, gemeinsam mit meinem Bruder, dem runden Leder nachgejagt bin. Bis zur C- Jugend habe ich beim SV Pfaffendorf gespielt. Es folgte ein Intermezzo beim TuS Immendorf, welches mir für meine fußballerische Entwicklung sehr geholfen hat. Im Seniorenbereich bin ich dann wieder zum SV Pfaffendorf zurückgekehrt. Dort bin ich mittlerweile Spielführer und wir treten in der Kreisliga C an.
Das Run-de: Du spielst schon immer in der Kreisliga. Und fast ununterbrochen in Pfaffendorf. Hat dies einen Grund?
Julian Gönemann: Ich habe eben in Pfaffendorf mit dem Fußballspielen begonnen und mich von Anfang an heimisch gefühlt. Hier kann ich mit meinem Bruder und vielen Freunden auflaufen und einfach Spaß haben. Und es stört mich auch nicht, dass wir nur einen Hartplatz haben. Dennoch freue ich mich, wenn im Rahmen der Bundesgartenschau noch ein Rasenplatz gebaut wird. Dies sind für mich Gründe, die entscheidend sind, dass ich mich wohlfühlen kann und auch gerne ehrenamtlich engagiere.
Das Run-de: Du hast dein ehrenamtliches Engagement angesprochen. Dafür gibt es seit Jahren einen Preis. Deutschlandweit wird der Amateur und die Amteurin des Jahres gesucht. Du stehst unter den letzten fünf Bewerbern für den Preis Amateur des Jahres, der vom Deutschen Fußballbund vergeben wird. Wie ist es dazu gekommen?
Julian Gönemann: Erst einmal ist dies eine große Ehre für mich, aber auch eine tolle Werbung für den SV Pfaffendorf. Es kam so, dass unsere zweite Vorsitzende von dem Preis erfahren hat und mich einfach mal dafür angemeldet hat. Die Bewerbung wurde dann von einer Jury überprüft und als so gut empfunden, dass ich unter die besten fünf Amateure gekommen bin. Die finale Votingphase läuft noch bis zum Mittwoch, 17. April. 50 Prozent der Stimmen kommen von der Fachjury und den Kapitänen der deutschen Nationalmannschaft, die restlichen 50 Prozent ist eine klassische Abstimmung, bei der jeder Einzelne teilnehmen kann. Grundsätzlich ehrt der Preis das Ehrenamt von einzelnen Personen über den normalen Spielbetrieb hinaus.
Das Run-de: Du wurdest für den Preis also “einfach” angemeldet. Was ging dir durch den Kopf, als du davon erfahren hast?
Julian Gönemann: Offen und ehrlich gesagt ist dies eine große Ehre für mich. Ich habe mich sehr gefreut, als mir davon erzählt wurde. Und anscheinend hat unsere zweite Vorsitzende eine aussagekräftige Bewerbung abgeschickt, denn deutschlandweit gab es über 100 Bewerber. Es ist für mich schon toll, unter den letzten fünf Kandidaten zu sein. Jetzt bleibt es nur noch zu hoffen, dass mein für die finale Votingphase aufgenommenes Video, zu sehen auf der Plattform www.fussball.de, überzeugen konnte. Ich muss aber dennoch sagen, dass meine vier Kontrahenten auch tolle und interessante Beiträge hochgeladen haben. Möge der Bessere sich durchsetzen.
Das Run-de: Deine Bewerbung hat eine Fachjury überzeugt. Dein ehrenamtliches Engagement ist, zumindest im Rheinland, unübertroffen. Du bist der einzige Finalist aus unserem Fußballverband. Erzähl doch mal, was du ehrenamtlich machst. Vermutlich arbeitest du mit Kindern zusammen, was eine Parallele zu deinem Beruf wäre.
Julian Gönemann: Es gibt tatsächlich die von euch angesprochene Parallele, denn ich bin Jugendleiter beim SV Pfaffendorf. Mir ist es sehr wichtig, das Motto “Jeder soll bei uns Fußball spielen” umzusetzen. Los geht es dabei bei den Jüngsten. Ich habe eine Zwergengruppe für Kinder unter drei Jahren bis zum Alter von fünf Jahren gegründet, in der die motorische Entwicklung im Vordergrund steht. Daran reihen sich fünf Jugendmannschaften (Bambini, F-Junioren, zweimal E-Junioren und D-Junioren) an. Für mich ist es unumgänglich, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Und dabei steht immer der Spaß im Vordergrund. Die Bambinis trainiere ich zum Beispiel selbst.
Das Run-de: Das hört sich sehr gut an. Wird das Motto auch bei den Erwachsenen gelebt?
Julian Gönemann: Definitiv. Bei unseren Männern lebe ich das Motto mehrmals die Woche als Kapitän vor – in der Kreisliga steht eben die Kameradschaft und der Zusammenhalt an erster Stelle. Wenn dann sportlich gesehen auch Grund zur Freude vorhanden ist, dann läuft vieles erfolgreich zusammen. Aber auch bei der neu gegründeten Mädchen- und Damenmannschaft, die aktuell in der zweiten Spielzeit sind, und den Alten Herren, ebenfalls von mir ins Leben gerufen und auch angeleitet, ist Jedermann willkommen.
Das Run-de: Hut ab, wie sehr du dich in Pfaffendorf einbringst. Du sorgt ja wahrlich für einen Boom und Zuwachs an Spielern.
Julian Gönemann: Ich habe einfach Lust, in meiner Freizeit mich einzubringen. Und in einem Team Projekte umzusetzen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, ist mir eine große Freude. Geschätzt wird das Engagement und die Entwicklung auch bei Sponsoren. Ich kann berichten, dass wir problemlos Sponsoren finden und unsere Mitglieder demnach auch mit Vereinskleidung ausrüsten können. Das macht mich natürlich sehr glücklich. Und ich bin der Meinung, dass der Boom weitergehen wird, denn der künftige Rasenplatz ist ja ein weiteres Argument für ein Intermezzo bei der Großfamilie SV Pfaffendorf.
Das Run-de: Du hast von deinem ehrenamtlichen Engagement erzählt. Viele Menschen schätzen deinen vorbildlichen Einsatz. Warum bringst du dich eigentlich ehrenamtlich ein?
Julian Gönemann: Das ist einfach zu beantworten. Wenn man seinen Verein liebt und dafür brennt, dann ist das ehrenamtliche Engagement keine Arbeit mehr. Mir ist es einfach wichtig, die Entwicklung des SV Pfaffendorf mitzubestimmen. Es ist schön zu sehen, wie Jungs bereits im jungen Alter das Fußballspielen erlernen. Wenn man im Sinne der Entwicklung und Erhaltung des Vereins sich ehrenamtlich einbringen kann, dann ist das eine schöne Sache.
Das Run-de: Dann hoffen wir sehr, dass du für dein großes Engagement mit dem Titel Amateur des Jahres ausgezeichnet wirst.
Julian Gönemann: Danke, dass ihr mich kontaktiert habt. Wir können gerne nach der Preisverleihung nochmal quatschen. Macht es gut.
Bildquelle: SV Pfaffendorf