Unser heutiger Gast in der exklusiven Interviewreihe über den sich im Aufwind befindenden Jugendfußball ist Josef Regneri. Der 64-Jährige war jahrelang Standortleiter eines regionalen Industriebetriebs und ist seit dem 1. Januar 2025 Rentner. Als Fußballer spielte Josef nicht nur in der Junioren-Rheinlandauswahl, sondern auch mehr als 100 Mal im Seniorenfußball für den SV Eintracht Trier in der einstigen Oberliga Südwest. Nur allzu gerne erinnert sich der Familienvater an große Duelle mit dem Karlsruher SC, dem KFC Uerdingen und dem SV Bayer 04 Leverkusen zurück. Im exklusiven Interview erläutert der Abteilungsleiter Mädchen- und Frauenfußball, wie der Jugendfußball bei den Mädchenmannschaften des TuS Issel aufgebaut ist und warum sein Herzensverein auch in Zukunft erfolgreich sein wird. Darüber hinaus berichtet der 2. Vorsitzende des TuS Issel von seinen Zielen für den Jugendfußball. Am Ende verrät Josef noch, warum es sinnvoll ist, dass Mädchen möglichst lange mit Jungs in Jugendmannschaften zusammenspielen sollen. Viel Spaß beim Lesen.
Das-Run.de: Hallo Josef, du bist unser Ansprechpartner rund um den Mädchenfußball beim TuS Issel. Stelle dich gerne einmal kurz vor.
Josef Regneri: Ich bin Josef Regneri, 64 Jahre alt, bin verheiratet und habe zwei Kinder. Wir sind eine Fußballer-Familie und ich bin seit dem 1. Januar 2025 Rentner. Vor meiner Rente war ich Standortleiter in einem regionalen Industriebetrieb.
Das-Run.de: Josef, wie bist du eigentlich zum Fußball gekommen?
Josef Regneri: Ich war schon immer an der Sportart Fußball interessiert. Ich bin mit zwölf Jahren zum SV Leiwen, als Juniorenspieler habe ich mit 15 Jahren schon mit den Senioren trainiert. Ich habe seit den C-Junioren in der Rheinlandauswahl gespielt. Als A-Jugendspieler bin ich im Jahr 1980 vom SV Mehring zum SV Eintracht Trier gewechselt und habe über 100 Oberligaspiele absolvier. Highlights waren die Pokalspiele in den 1980er-Jahren gegen den Karlsruher SC, den Pokalsieger KFC Uerdingen und Bayer 04 Leverkusen.
Das-Run.de: Josef, du wurdest uns als Ansprechpartner für ein Interview rund um den Mädchenfußball beim TuS Issel genannt. Welche Rolle übst du aus?
Josef Regneri: Ich bin seit mehr als zehn Jahren Abteilungsleiter Mädchenfußball und Frauenfußball beim TuS Issel. Aktuell bin ich auch noch seit drei Jahren Schatzmeister und 2. Vorsitzender des Gesamtvereins TuS Issel (650 Mitglieder). Meine Aufgaben ergeben sich aus den Funktionen, die ich ausübe. Die Förderung des Mädchenfußballs und die Stabilisierung des Niveaus und die Weiterentwicklung im Frauenbereich sind die Hauptaufgaben.
Das-Run.de: Josef, nach welchem Konzept bildet ihr euren Nachwuchs aus?
Josef Regneri: Der Unterbau des Frauenfußballs ist die weibliche U17 auf Niveau der Regionalliga Südwest, was wir seit Jahren auch umsetzen beziehungsweise realisieren können.
Das-Run.de: Josef, ihr habt im Saarland und auch in Rheinland-Pfalz viele Konkurrenten. Wie steht ihr denn dazu?
Josef Regneri: Ein gesunder Wettbewerb fördert die Entwicklung. Wir sehen den FC Saarbrücken und die SV Elversberg nicht als Fluch, denn die Ambitionen der einzelnen Vereine sind unterschiedlich.
Das-Run.de: Josef, ihr habt aktuell keine weibliche A-Jugend. Wäre genau solch eine Mannschaft nicht immens wichtig für den Übergang vom Jugend- in den Seniorinnenbereich?
Josef Regneri: Wir haben keine weibliche A-Jugend, weil es diese offiziell im Spielbetrieb nicht gibt. Die heutige U19 können sich vornehmlich nur Profivereine beziehungsweise Vereine, die es werden wollen, leisten. Zudem fehlt uns im Raum Trier die notwendige Breite an qualifizierten Spielerinnen. Für den Übergang in den Seniorinnenbereich ist das wichtig, aber von kleinen Vereinen sehr schwer umsetzbar.
Das-Run.de: Josef, eure weibliche U17 rockt die Regionalliga Südwest. Wie stolz seid ihr darauf?
Josef Regneri: Die heutige U17 ist schon eine sehr gute und homogene Mannschaft mit einem tollen Trainerteam. Natürlich bin ich hier sehr stolz, da wir über Jahre hinweg gute Jugendarbeit leisten und nicht ohne Grund drei Jahre ununterbrochen U17-Bundesliga gespielt haben. Auch das war sensationell und sehr lobenswert. Zudem standen wir mit unserer U17 als einziger Amateurverein im Achtelfinale des DFB-Pokals und spielten gegen Borussia Mönchengladbach – einfach sensationell.
Das-Run.de: Josef, eure C-Juniorinnen spielen in einer kleinen Staffel. Geht da noch mehr?
Josef Regneri: Bei den C-Juniorinnen wird zunächst nur auf Kreisebene gespielt und später in einer Endrunde um die Rheinlandmeisterschaft. Die heutigen beiden Jahrgänge sind im Vergleich zu den letzten vier Jahrgängen einfach schwächer, was aber vorkommt und normal ist.
Das-Run.de: Josef, eure jüngsten Mädels sind die D-Juniorinnen. Wie zufrieden seid ihr mit der Leistung dieser Jugendspielerinnen?
Josef Regneri: Auch bei den D-Juniorinnen sind die aktuellen Jahrgänge nicht so stark. Talentierte Spielerinnen spielen zunächst bei den Jungs in Ihren Heimatvereinen, was auch auf die C-Juniorinnen zutrifft. Aktuell stellt unser Verein erstmals eine C-Junioren-Mannschaft. Ziel wird und muss sein, Talente im eigenen Verein bei den Jungs spielen zu lassen und zu fördern.
Das-Run.de: Wäre es wichtig, wenn es auch für die ganz jungen Mädels im Alter von sechs bis zehn Jahren reine Mädelsmannschaften geben würde?
Josef Regneri: Aus meiner Sicht nicht. Talente sollten, falls möglich, so lange es geht bei Jungs spielen, weil sie dort qualitativ in puncto Schnelligkeit, Athletik, Zweikampfstärke schneller und früher lernen.
Das-Run.de: Josef, lass uns noch auf eure Frauenteams schauen. Die eine Mannschaft spielt in der Frauen-Regionalliga Südwest, die andere Mannschaft kickt auf Bezirksebene. Seid ihr als Verein mit diesen Spielklassen fein?
Josef Regneri: Die heutige Klassenzugehörigkeit ist genau richtig. Mittelfristig ist das Ziel, die zweite Mannschaft der Frauen wieder in der Rheinlandliga spielen zu lassen. Eine geplante 3. Liga wird von uns für die erste Frauen-Mannschaft zur Saison 2027/2028 erstmal nicht angestrebt.
Das-Run.de: Josef, abschließend noch ein kleiner Blick in die Zukunft. Welche Ziele hat der TuS Issel noch im Frauenfußball?
Josef Regneri: Zielsetzung ist ganz klar, Talente bei uns einzubinden, auszubilden, zu fördern für den Seniorenbereich und attraktiven Frauenfußball zu spielen.
Das-Run.de: Josef, wir bedanken uns bei dir herzlich für deine Zeit und das Interesse daran, über den Mädchenfußball rund um den TuS Issel zu berichten. Wir wünschen dir und deinem Verein weiterhin alles Gute und hoffen, dass in euren Jugendmannschaften weiterhin viele Talente geformt werden und ihr euch dauerhaft überkreislich mit Nachwuchsteams messen könnt.
Josef Regneri: Vielen Dank, dass ich die Abteilung Mädchen- und Frauenfußball des TuS Issel in eurer Serie vorstellen durfte. Wir geben weiterhin Gas, um möglichst viele Nachwuchsspielerinnen qualitativ hochwertig ausbilden zu können.
Fotoquelle: TuS Issel
Das-Run.de: Hallo Josef, du bist unser Ansprechpartner rund um den Mädchenfußball beim TuS Issel. Stelle dich gerne einmal kurz vor.
Josef Regneri: Ich bin Josef Regneri, 64 Jahre alt, bin verheiratet und habe zwei Kinder. Wir sind eine Fußballer-Familie und ich bin seit dem 1. Januar 2025 Rentner. Vor meiner Rente war ich Standortleiter in einem regionalen Industriebetrieb.
Das-Run.de: Josef, wie bist du eigentlich zum Fußball gekommen?
Josef Regneri: Ich war schon immer an der Sportart Fußball interessiert. Ich bin mit zwölf Jahren zum SV Leiwen, als Juniorenspieler habe ich mit 15 Jahren schon mit den Senioren trainiert. Ich habe seit den C-Junioren in der Rheinlandauswahl gespielt. Als A-Jugendspieler bin ich im Jahr 1980 vom SV Mehring zum SV Eintracht Trier gewechselt und habe über 100 Oberligaspiele absolvier. Highlights waren die Pokalspiele in den 1980er-Jahren gegen den Karlsruher SC, den Pokalsieger KFC Uerdingen und Bayer 04 Leverkusen.
Das-Run.de: Josef, du wurdest uns als Ansprechpartner für ein Interview rund um den Mädchenfußball beim TuS Issel genannt. Welche Rolle übst du aus?
Josef Regneri: Ich bin seit mehr als zehn Jahren Abteilungsleiter Mädchenfußball und Frauenfußball beim TuS Issel. Aktuell bin ich auch noch seit drei Jahren Schatzmeister und 2. Vorsitzender des Gesamtvereins TuS Issel (650 Mitglieder). Meine Aufgaben ergeben sich aus den Funktionen, die ich ausübe. Die Förderung des Mädchenfußballs und die Stabilisierung des Niveaus und die Weiterentwicklung im Frauenbereich sind die Hauptaufgaben.
Das-Run.de: Josef, nach welchem Konzept bildet ihr euren Nachwuchs aus?
Josef Regneri: Der Unterbau des Frauenfußballs ist die weibliche U17 auf Niveau der Regionalliga Südwest, was wir seit Jahren auch umsetzen beziehungsweise realisieren können.
Das-Run.de: Josef, ihr habt im Saarland und auch in Rheinland-Pfalz viele Konkurrenten. Wie steht ihr denn dazu?
Josef Regneri: Ein gesunder Wettbewerb fördert die Entwicklung. Wir sehen den FC Saarbrücken und die SV Elversberg nicht als Fluch, denn die Ambitionen der einzelnen Vereine sind unterschiedlich.
Das-Run.de: Josef, ihr habt aktuell keine weibliche A-Jugend. Wäre genau solch eine Mannschaft nicht immens wichtig für den Übergang vom Jugend- in den Seniorinnenbereich?
Josef Regneri: Wir haben keine weibliche A-Jugend, weil es diese offiziell im Spielbetrieb nicht gibt. Die heutige U19 können sich vornehmlich nur Profivereine beziehungsweise Vereine, die es werden wollen, leisten. Zudem fehlt uns im Raum Trier die notwendige Breite an qualifizierten Spielerinnen. Für den Übergang in den Seniorinnenbereich ist das wichtig, aber von kleinen Vereinen sehr schwer umsetzbar.
Das-Run.de: Josef, eure weibliche U17 rockt die Regionalliga Südwest. Wie stolz seid ihr darauf?
Josef Regneri: Die heutige U17 ist schon eine sehr gute und homogene Mannschaft mit einem tollen Trainerteam. Natürlich bin ich hier sehr stolz, da wir über Jahre hinweg gute Jugendarbeit leisten und nicht ohne Grund drei Jahre ununterbrochen U17-Bundesliga gespielt haben. Auch das war sensationell und sehr lobenswert. Zudem standen wir mit unserer U17 als einziger Amateurverein im Achtelfinale des DFB-Pokals und spielten gegen Borussia Mönchengladbach – einfach sensationell.
Das-Run.de: Josef, eure C-Juniorinnen spielen in einer kleinen Staffel. Geht da noch mehr?
Josef Regneri: Bei den C-Juniorinnen wird zunächst nur auf Kreisebene gespielt und später in einer Endrunde um die Rheinlandmeisterschaft. Die heutigen beiden Jahrgänge sind im Vergleich zu den letzten vier Jahrgängen einfach schwächer, was aber vorkommt und normal ist.
Das-Run.de: Josef, eure jüngsten Mädels sind die D-Juniorinnen. Wie zufrieden seid ihr mit der Leistung dieser Jugendspielerinnen?
Josef Regneri: Auch bei den D-Juniorinnen sind die aktuellen Jahrgänge nicht so stark. Talentierte Spielerinnen spielen zunächst bei den Jungs in Ihren Heimatvereinen, was auch auf die C-Juniorinnen zutrifft. Aktuell stellt unser Verein erstmals eine C-Junioren-Mannschaft. Ziel wird und muss sein, Talente im eigenen Verein bei den Jungs spielen zu lassen und zu fördern.
Das-Run.de: Wäre es wichtig, wenn es auch für die ganz jungen Mädels im Alter von sechs bis zehn Jahren reine Mädelsmannschaften geben würde?
Josef Regneri: Aus meiner Sicht nicht. Talente sollten, falls möglich, so lange es geht bei Jungs spielen, weil sie dort qualitativ in puncto Schnelligkeit, Athletik, Zweikampfstärke schneller und früher lernen.
Das-Run.de: Josef, lass uns noch auf eure Frauenteams schauen. Die eine Mannschaft spielt in der Frauen-Regionalliga Südwest, die andere Mannschaft kickt auf Bezirksebene. Seid ihr als Verein mit diesen Spielklassen fein?
Josef Regneri: Die heutige Klassenzugehörigkeit ist genau richtig. Mittelfristig ist das Ziel, die zweite Mannschaft der Frauen wieder in der Rheinlandliga spielen zu lassen. Eine geplante 3. Liga wird von uns für die erste Frauen-Mannschaft zur Saison 2027/2028 erstmal nicht angestrebt.
Das-Run.de: Josef, abschließend noch ein kleiner Blick in die Zukunft. Welche Ziele hat der TuS Issel noch im Frauenfußball?
Josef Regneri: Zielsetzung ist ganz klar, Talente bei uns einzubinden, auszubilden, zu fördern für den Seniorenbereich und attraktiven Frauenfußball zu spielen.
Das-Run.de: Josef, wir bedanken uns bei dir herzlich für deine Zeit und das Interesse daran, über den Mädchenfußball rund um den TuS Issel zu berichten. Wir wünschen dir und deinem Verein weiterhin alles Gute und hoffen, dass in euren Jugendmannschaften weiterhin viele Talente geformt werden und ihr euch dauerhaft überkreislich mit Nachwuchsteams messen könnt.
Josef Regneri: Vielen Dank, dass ich die Abteilung Mädchen- und Frauenfußball des TuS Issel in eurer Serie vorstellen durfte. Wir geben weiterhin Gas, um möglichst viele Nachwuchsspielerinnen qualitativ hochwertig ausbilden zu können.
Fotoquelle: TuS Issel