Jeffrey Ekow Yankey, Christof Dillmann und Mike Welzel – diese Namen werden wohl für immer mit einem historischen Erfolg des Traditionsvereins TuS Koblenz in Verbindung gebracht werden. Diese drei Männer bilden das Trainerduo der U17-Mannschaft der Schängelschmiede und sind seit Sommer 2025 mit dem 2009er-Jahrgang in der Junioren-Regionalliga Südwest auf Punktejagd gegangen. Abgeschlossen wurde die wohl historische 13 Spiele dauernde Hinserie mit 31 eingefahrenen Zählern und einem Torverhältnis von 48:15 auf dem zweiten Rang hinter der U16 des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05. Da bereits die U17 aus der Landeshauptstadt in der Nachwuchsliga spielt, rücken die Schängel von Rhein und Mosel in die Nachwuchsliga auf. Ab dem 8. Februar werden sich die Schützlinge von Jeffrey Ekow Yankey, Christof Dillmann und Mike Welzel in der Hauptrunde Liga B Gruppe D mit den U17-Manschaften des 1. FC Heidenheim, dem 1. FC Saarbrücken, den Kickers Offenbach, dem SC Freiburg, dem SSV Ulm 1846 Fußball und der TSG Wieseck in Hin- und Rückspielen messen. Die besten vier Mannschaften haben nach den Begegnungen die Möglichkeit, in der Saison 2026/2027 auf Anhieb in der höchsten deutschen Spielklasse im Nachwuchsfußball auf Torejagd zu gehen. Im exklusiven Interview berichtet das Erfolgstrio von der im Sommer 2025 begonnenen Zusammenarbeit, der historischen Hinrunde und den Zielen für die erstmalige Teilnahme in der NLZ-Liga. Für die Fußballkenner Yankey (seit 2022 bei der TuS Koblenz), Dillmann (seit 2025 bei den Schängeln) und Welzel (seit 2015 bei der TuS Koblenz) ist klar, dass die Rückserie in der NLZ-Liga ein Geschenk ist, jedoch nur ein Kräftemessen mit den besten Teams aus dem Süden Deutschlands für die optimale Entwicklung der eigenen Mannschaft sorgen wird. Es bleibt spannend abzuwarten, welche Rolle die U17 aus der Schängelschmiede in der am 8. Februar beginnenden Rückserie spielen wird. Viel Spaß beim Lesen.
Das-Run.de: Schönen Mittag Herr Yankey, sie haben gemeinsam mit Christof Dillmann und Mike Welzel die U17 der TuS Koblenz in einer historischen Hinrunde in der Junioren-Regionalliga Südwest auf einen tollen zweiten Platz geführt. Dieser Rang berechtigt in der Rückserie zur Teilnahme an der Junioren-Nachwuchsliga, an welcher ein Team aus der Schängelschmiede nun erstmals teilnehmen wird. Bevor wir über das Sportliche reden, dürfen Sie sich und ihr Trainerteam gerne einmal vorstellen.
Jeffrey Yankey: Schönen Mittag, vielen Dank für die Interviewanfrage. Mein Name ist Jeffrey Ekow Yankey, ich bin 41 Jahre jung und arbeite als Speditionskaufmann. Ich bin in Besitz der B-Lizenz und derzeit in der B+-Ausbildung. Meine Trainerstationen waren der Grafschafter SV (2015 bis 2016), der Ahrweiler BC (2016 bis 2022) und seit 2022 die Schängelschmiede. Mike Welzel ist 45 Jahre jung, arbeitet im Technischen Support (Anlagenführer), besitzt die B-Lizenz und hat von 2012 bis 2015 Teams der SG Rheindörfer trainiert. Bei der TuS Koblenz ist Mike seit 2015. Christof Dillmann ist 66 Jahre jung, arbeitete viele Jahre als Elektriker und ist mittlerweile Rentner. Auch Christof besitzt die B-Lizenz. Er hatte diverse Stationen im Seniorenbereich zwischen 1994 und 2004, ehe er ab 2004 für 21 lange Jahre im Jugendbereich bei den Sportfreunden Eisbachtal tätig gewesen ist und unzählige Talente zu Seniorenspielern geformt hat. Seit Sommer 2025 ist Christof nun bei der TuS Koblenz aktiv.
Das-Run.de: Jeffrey, Sie waren letztes Jahr Trainer der U16 der TuS in der Junioren-Rheinlandliga. Jetzt trainieren Sie die U17 in der Junioren-Regionalliga Südwest. Was hat sich denn im Sommer im Kader verändert?
Jeffrey Yankey: Ich durfte den 2008er-Jahrgang von der U15 bis zur U17 bei der TuS Koblenz begleiten. In dieser Saison habe ich den 2009er-Jahrgang übernommen, habe also eine komplett neue Mannschaft, da die 2008er jetzt in der U19 spielen. Der Kader wurde gezielt verstärkt, sodass bestimmte Positionen qualitativ und doppelt besetzt sind. Meiner Meinung nach ist genau das notwendig, um in der Junioren-Regionalliga über eine gesamte Saison hinweg erfolgreich zu sein.
Das-Run.de: Sie coachen die U17-Junioren zu dritt. Wie kam es dazu?
Jeffrey Yankey: Mike hat mich bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison unterstützt, nachdem es innerhalb des Trainerteams zu kurzfristigen Veränderungen gekommen war. Christof war nach einer gesundheitsbedingten Pause im Sommer auf der Suche nach einer neuen Aufgabe und hat sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit bewusst für unser Team entschieden.
Das-Run.de: Sie sind drei Trainer und haben alle unterschiedliche Ideen, die zu einer gemeinsamen Philosophie reifen. Wer bringt denn welche Stärken ein?
Jeffrey Yankey: Christof bringt durch seine 20-jährige Erfahrung im U15-Regionalliga-Bereich ein enormes Know-how mit und verfügt über ein sehr gutes Gespür für junge Menschen. Diese Stärken bringen Mike und ich durch unsere langjährige Trainertätigkeit ebenfalls mit ein. Erfahrung lässt sich jedoch nicht kaufen, und gerade durch seine Ruhe und Gelassenheit tut Christof sowohl der Mannschaft als auch dem Trainerteam enorm gut. Ich selbst würde sagen, dass meine Stärken vor allem in der Mannschaftsführung sowie im taktischen Bereich liegen. Nicht zuletzt ist es meine fünfte Saison als B-Jugendtrainer, sodass man durchaus sagen kann, dass ich mich in diesem Altersbereich sehr gut auskenne. Mike ist jetzt schon im zehnten Jahr bei der TuS Koblenz und hat ein paar Jahrgänge trainieren dürfen. Durch die verschiedenen Bereiche, die er im Jugendbereich durchlaufen hat sowie als Techniktrainer, bringt er einen ganz eigenen Blick auf die Spieler so wie Erfahrung mit. Er sorgt hier und da auch für eine gewisse Lockerheit. Das tut immer gut, denn ich selbst gelte nicht unbedingt als der lustigste Mensch der Welt (lacht).
Das-Run.de: Herr Yankey, Hand aufs Herz. Welche Ziele haben Sie sich denn eigentlich für die Saison 2025/2026 gesetzt?
Jeffrey Yankey: Mit Zielsetzungen tue ich mich etwas schwer, da wir mit jungen Menschen arbeiten, die sich in einer Phase befinden, in der es häufig zu starken Leistungsschwankungen kommen kann. Ganz ehrlich: Das erste und wichtigste Ziel ist immer der Klassenerhalt. Darüber hinaus wollten wir jede Herausforderung annehmen, die auf uns zukommt und das mit vollem Respekt vor jedem Gegner. Ein weiterer Schwerpunkt war es, die talentfreien Aspekte immer wieder konsequent auf den Platz zu bringen. Wenn all diese Dinge zusammenpassen, kann man im besten Fall auch das erreichen, was man sich wünscht. Geschenkt wird einem allerdings nichts, das muss man sich erarbeiten.
Das-Run.de: Nach der sensationellen Hinserie steht jetzt schon fest: Die U17 der TuS Koblenz darf sich in der Rückserie mit Teams aus der NLZ-Liga messen und hat historisches geschafft. Selbst wenn die Rückserie von Niederlagen geprägt sein sollte, geht es mit vielen gesammelten Erfahrungen ab Sommer in der U17-Regionalliga Südwest weiter. Was waren denn die Momente der Hinserie?
Jeffrey Yankey: Ich würde sagen, der 4:1-Sieg gegen die U16 des FSV Mainz 05 direkt zum Auftakt war eine starke Sache. Dazu kam das Spiel in Gonsenheim, in dem wir aufgrund von Personalsorgen nur mit einem gelernten Innenverteidiger auflaufen konnten und trotzdem einen 3:0-Auswärtssieg mit nach Hause genommen haben. Ein weiteres Highlight war das Spiel gegen den Lokalrivalen JFV Wolfstein Ww/Sieg, bei dem wir im herrlichsten Herbstregen bereits nach fünf Minuten mit 0:1 in Rückstand geraten sind, die Partie aber noch gedreht haben. Und schließlich der Sieg gegen die starken Homburger, mit dem wir den Aufstieg praktisch perfekt gemacht haben.
Das-Run.de: Herr Yankey, Sie haben mit ihrem Team historisches geleistet. Noch nie war ein Team aus der Schängelschmiede in der NLZ-Liga. Was fällt Ihnen dazu ein? Wie stolz ist man?
Jeffrey Yankey: Da ich damals als junger Spieler Teil der legendären Oberliga-Meistermannschaft unter Milan Šašić sein durfte und dort gewissermaßen schon ein kleines Wunder erleben konnte, freue ich mich unglaublich für meine Jungs und riesig für den Verein. Ich habe mich sowohl als Spieler als auch als Trainer bei der TuS immer sehr wohlgefühlt. Umso schöner ist es für mich, etwas zurückgeben zu können und diesem geschichtsträchtigen Verein gewissermaßen ein weiteres Kapitel hinzufügen zu dürfen.
Das-Run.de: In der Rückserie dürfen Ihre Jungs sich in der NLZ-Liga behaupten. Wie groß ist die Vorfreude? Wie bereitet man sich vor?
Jeffrey Yankey: Bei allen ist die Freude natürlich riesig. Wir dürfen uns jetzt auf eine Abenteuerreise begeben, bei der niemand genau weiß, wie sie verlaufen wird. Zunächst ist es wichtig, dass die Jungs ein wenig zur Ruhe kommen – bei uns Trainern rattern die Köpfe ohnehin die ganze Zeit. Gleichzeitig muss man sich vom Mindset her darauf einstellen, dass wir viel leiden werden, mehr als je zuvor, da wir in dieser Liga phasenweise viel Zeit ohne Ball verbringen werden. Wenn wir die Vorbereitung jedoch richtig nutzen und konsequent weiterhin so gut arbeiten, kann sich das im weiteren Verlauf der Saison auszahlen.
Das-Run.de: Stehen die Gegner für die NLZ-Liga schon fest? Wann geht es los?
Jeffrey Yankey: Wir starten am Sonntag, 8. Februar, mit einem Duell auf dem Bieberer Berg gegen die Kickers Offenbach in die NLZ-Liga. Am 14. Februar ist dann der SSV Ulm 1846 Fußball bei uns zu Gast auf dem Oberwerth, ehe wir am 22. Februar bei der TSG Wieseck antreten. Es folgen das Heimspiel am 1. März gegen den 1. FC Saarbrücken, die weite Fahrt zum Dreisamstadion zum SC Freiburg am 14. März und das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntag, 22. März. Ab dem 28. März spielen wir dann die Rückserie gegen diese sechs Mannschaften. Die Heimspiele in der Rückserie sind am 28. März gegen die Kickers Offenbach, am 19. April gegen die TSG Wieseck und am 10. Mai gegen den SC Freiburg. Offiziell heißt die NLZ-Liga Hauptrunde Liga B, Gruppe D. Alle Teams starten bei Null, die drei am schlechtesten platzierten Mannschaften steigen aller Voraussicht nach in die Junioren-Regionalliga ab.
Das-Run.de: Mit welchem Ziel nehmen Sie an der NLZ-Liga teil? Im Grunde genommen wäre der Klassenverbleib wieder historisch, und ein Abstieg wäre kein Weltuntergang.
Jeffrey Yankey: Wie bereits eingangs erwähnt, tue ich mich mit der üblichen Zielsetzung etwas schwer. Wenn man leistungsbezogenen Sport betreibt, möchte man sich jedoch immer mit den Besten messen und genau in diese schöne Situation kommen wir nun durch den Aufstieg. Darüber hinaus wünsche ich mir, dass wir das Ganze irgendwie gemeinsam genießen können: als Mannschaft, zusammen mit unseren Spielereltern und als Verein.
Das-Run.de: Warum sind Sie, Ihre Mannschaft und Ihr Trainerteam so erfolgreich? Was ist das Geheimnis?
Jeffrey Yankey: Natürlich gehört immer eine gute Idee mit und gegen den Ball dazu. Wenn diese jedoch nicht mit Leben gefüllt wird, ist jeder Plan hinfällig. Die Jungs haben sich im Laufe der Zeit zu einer echten Einheit, zu einer kleinen Familie entwickelt und dem Ganzen eine eigene Seele verliehen. Über die Jahre habe ich für mich ein paar Regeln aufgestellt, die ich meinen Mannschaften immer mitgeben möchte, zum Beispiel: • leave your ego at the door (wichtigste Regel); wenn du fällst, dann fall nach vorne; Niederlagen respektieren, aber nicht akzeptieren und höre niemals auf zu lernen. Ich glaube, dass diese Kombination aus klaren Werten, Inhalten und natürlich, auch einem Quäntchen Spielglück ein guter Cocktail für Erfolg sein kann. Prost (lacht).
Das-Run.de: Herr Yankey, wir bedanken uns bei Ihnen für das tolle Interview und wünschen Ihrem Team weiterhin eine knackige Vorbereitung, um bestmöglich für das Abenteuer NLZ-Liga vorbereitet zu sein. Wir werden uns sicher das ein oder andere historische Spiel ansehen kommen.
Jeffrey Yankey: Vielen Dank für eure Interviewanfrage. Das hat uns als Trainerteam sehr gefreut. Kommt gerne vorbei und schaut euch den höchstklassigen Jugendfußball an Rhein und Mosel genauer an.
Fotoquelle: Privat
Das-Run.de: Schönen Mittag Herr Yankey, sie haben gemeinsam mit Christof Dillmann und Mike Welzel die U17 der TuS Koblenz in einer historischen Hinrunde in der Junioren-Regionalliga Südwest auf einen tollen zweiten Platz geführt. Dieser Rang berechtigt in der Rückserie zur Teilnahme an der Junioren-Nachwuchsliga, an welcher ein Team aus der Schängelschmiede nun erstmals teilnehmen wird. Bevor wir über das Sportliche reden, dürfen Sie sich und ihr Trainerteam gerne einmal vorstellen.
Jeffrey Yankey: Schönen Mittag, vielen Dank für die Interviewanfrage. Mein Name ist Jeffrey Ekow Yankey, ich bin 41 Jahre jung und arbeite als Speditionskaufmann. Ich bin in Besitz der B-Lizenz und derzeit in der B+-Ausbildung. Meine Trainerstationen waren der Grafschafter SV (2015 bis 2016), der Ahrweiler BC (2016 bis 2022) und seit 2022 die Schängelschmiede. Mike Welzel ist 45 Jahre jung, arbeitet im Technischen Support (Anlagenführer), besitzt die B-Lizenz und hat von 2012 bis 2015 Teams der SG Rheindörfer trainiert. Bei der TuS Koblenz ist Mike seit 2015. Christof Dillmann ist 66 Jahre jung, arbeitete viele Jahre als Elektriker und ist mittlerweile Rentner. Auch Christof besitzt die B-Lizenz. Er hatte diverse Stationen im Seniorenbereich zwischen 1994 und 2004, ehe er ab 2004 für 21 lange Jahre im Jugendbereich bei den Sportfreunden Eisbachtal tätig gewesen ist und unzählige Talente zu Seniorenspielern geformt hat. Seit Sommer 2025 ist Christof nun bei der TuS Koblenz aktiv.
Das-Run.de: Jeffrey, Sie waren letztes Jahr Trainer der U16 der TuS in der Junioren-Rheinlandliga. Jetzt trainieren Sie die U17 in der Junioren-Regionalliga Südwest. Was hat sich denn im Sommer im Kader verändert?
Jeffrey Yankey: Ich durfte den 2008er-Jahrgang von der U15 bis zur U17 bei der TuS Koblenz begleiten. In dieser Saison habe ich den 2009er-Jahrgang übernommen, habe also eine komplett neue Mannschaft, da die 2008er jetzt in der U19 spielen. Der Kader wurde gezielt verstärkt, sodass bestimmte Positionen qualitativ und doppelt besetzt sind. Meiner Meinung nach ist genau das notwendig, um in der Junioren-Regionalliga über eine gesamte Saison hinweg erfolgreich zu sein.
Das-Run.de: Sie coachen die U17-Junioren zu dritt. Wie kam es dazu?
Jeffrey Yankey: Mike hat mich bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison unterstützt, nachdem es innerhalb des Trainerteams zu kurzfristigen Veränderungen gekommen war. Christof war nach einer gesundheitsbedingten Pause im Sommer auf der Suche nach einer neuen Aufgabe und hat sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit bewusst für unser Team entschieden.
Das-Run.de: Sie sind drei Trainer und haben alle unterschiedliche Ideen, die zu einer gemeinsamen Philosophie reifen. Wer bringt denn welche Stärken ein?
Jeffrey Yankey: Christof bringt durch seine 20-jährige Erfahrung im U15-Regionalliga-Bereich ein enormes Know-how mit und verfügt über ein sehr gutes Gespür für junge Menschen. Diese Stärken bringen Mike und ich durch unsere langjährige Trainertätigkeit ebenfalls mit ein. Erfahrung lässt sich jedoch nicht kaufen, und gerade durch seine Ruhe und Gelassenheit tut Christof sowohl der Mannschaft als auch dem Trainerteam enorm gut. Ich selbst würde sagen, dass meine Stärken vor allem in der Mannschaftsführung sowie im taktischen Bereich liegen. Nicht zuletzt ist es meine fünfte Saison als B-Jugendtrainer, sodass man durchaus sagen kann, dass ich mich in diesem Altersbereich sehr gut auskenne. Mike ist jetzt schon im zehnten Jahr bei der TuS Koblenz und hat ein paar Jahrgänge trainieren dürfen. Durch die verschiedenen Bereiche, die er im Jugendbereich durchlaufen hat sowie als Techniktrainer, bringt er einen ganz eigenen Blick auf die Spieler so wie Erfahrung mit. Er sorgt hier und da auch für eine gewisse Lockerheit. Das tut immer gut, denn ich selbst gelte nicht unbedingt als der lustigste Mensch der Welt (lacht).
Das-Run.de: Herr Yankey, Hand aufs Herz. Welche Ziele haben Sie sich denn eigentlich für die Saison 2025/2026 gesetzt?
Jeffrey Yankey: Mit Zielsetzungen tue ich mich etwas schwer, da wir mit jungen Menschen arbeiten, die sich in einer Phase befinden, in der es häufig zu starken Leistungsschwankungen kommen kann. Ganz ehrlich: Das erste und wichtigste Ziel ist immer der Klassenerhalt. Darüber hinaus wollten wir jede Herausforderung annehmen, die auf uns zukommt und das mit vollem Respekt vor jedem Gegner. Ein weiterer Schwerpunkt war es, die talentfreien Aspekte immer wieder konsequent auf den Platz zu bringen. Wenn all diese Dinge zusammenpassen, kann man im besten Fall auch das erreichen, was man sich wünscht. Geschenkt wird einem allerdings nichts, das muss man sich erarbeiten.
Das-Run.de: Nach der sensationellen Hinserie steht jetzt schon fest: Die U17 der TuS Koblenz darf sich in der Rückserie mit Teams aus der NLZ-Liga messen und hat historisches geschafft. Selbst wenn die Rückserie von Niederlagen geprägt sein sollte, geht es mit vielen gesammelten Erfahrungen ab Sommer in der U17-Regionalliga Südwest weiter. Was waren denn die Momente der Hinserie?
Jeffrey Yankey: Ich würde sagen, der 4:1-Sieg gegen die U16 des FSV Mainz 05 direkt zum Auftakt war eine starke Sache. Dazu kam das Spiel in Gonsenheim, in dem wir aufgrund von Personalsorgen nur mit einem gelernten Innenverteidiger auflaufen konnten und trotzdem einen 3:0-Auswärtssieg mit nach Hause genommen haben. Ein weiteres Highlight war das Spiel gegen den Lokalrivalen JFV Wolfstein Ww/Sieg, bei dem wir im herrlichsten Herbstregen bereits nach fünf Minuten mit 0:1 in Rückstand geraten sind, die Partie aber noch gedreht haben. Und schließlich der Sieg gegen die starken Homburger, mit dem wir den Aufstieg praktisch perfekt gemacht haben.
Das-Run.de: Herr Yankey, Sie haben mit ihrem Team historisches geleistet. Noch nie war ein Team aus der Schängelschmiede in der NLZ-Liga. Was fällt Ihnen dazu ein? Wie stolz ist man?
Jeffrey Yankey: Da ich damals als junger Spieler Teil der legendären Oberliga-Meistermannschaft unter Milan Šašić sein durfte und dort gewissermaßen schon ein kleines Wunder erleben konnte, freue ich mich unglaublich für meine Jungs und riesig für den Verein. Ich habe mich sowohl als Spieler als auch als Trainer bei der TuS immer sehr wohlgefühlt. Umso schöner ist es für mich, etwas zurückgeben zu können und diesem geschichtsträchtigen Verein gewissermaßen ein weiteres Kapitel hinzufügen zu dürfen.
Das-Run.de: In der Rückserie dürfen Ihre Jungs sich in der NLZ-Liga behaupten. Wie groß ist die Vorfreude? Wie bereitet man sich vor?
Jeffrey Yankey: Bei allen ist die Freude natürlich riesig. Wir dürfen uns jetzt auf eine Abenteuerreise begeben, bei der niemand genau weiß, wie sie verlaufen wird. Zunächst ist es wichtig, dass die Jungs ein wenig zur Ruhe kommen – bei uns Trainern rattern die Köpfe ohnehin die ganze Zeit. Gleichzeitig muss man sich vom Mindset her darauf einstellen, dass wir viel leiden werden, mehr als je zuvor, da wir in dieser Liga phasenweise viel Zeit ohne Ball verbringen werden. Wenn wir die Vorbereitung jedoch richtig nutzen und konsequent weiterhin so gut arbeiten, kann sich das im weiteren Verlauf der Saison auszahlen.
Das-Run.de: Stehen die Gegner für die NLZ-Liga schon fest? Wann geht es los?
Jeffrey Yankey: Wir starten am Sonntag, 8. Februar, mit einem Duell auf dem Bieberer Berg gegen die Kickers Offenbach in die NLZ-Liga. Am 14. Februar ist dann der SSV Ulm 1846 Fußball bei uns zu Gast auf dem Oberwerth, ehe wir am 22. Februar bei der TSG Wieseck antreten. Es folgen das Heimspiel am 1. März gegen den 1. FC Saarbrücken, die weite Fahrt zum Dreisamstadion zum SC Freiburg am 14. März und das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Sonntag, 22. März. Ab dem 28. März spielen wir dann die Rückserie gegen diese sechs Mannschaften. Die Heimspiele in der Rückserie sind am 28. März gegen die Kickers Offenbach, am 19. April gegen die TSG Wieseck und am 10. Mai gegen den SC Freiburg. Offiziell heißt die NLZ-Liga Hauptrunde Liga B, Gruppe D. Alle Teams starten bei Null, die drei am schlechtesten platzierten Mannschaften steigen aller Voraussicht nach in die Junioren-Regionalliga ab.
Das-Run.de: Mit welchem Ziel nehmen Sie an der NLZ-Liga teil? Im Grunde genommen wäre der Klassenverbleib wieder historisch, und ein Abstieg wäre kein Weltuntergang.
Jeffrey Yankey: Wie bereits eingangs erwähnt, tue ich mich mit der üblichen Zielsetzung etwas schwer. Wenn man leistungsbezogenen Sport betreibt, möchte man sich jedoch immer mit den Besten messen und genau in diese schöne Situation kommen wir nun durch den Aufstieg. Darüber hinaus wünsche ich mir, dass wir das Ganze irgendwie gemeinsam genießen können: als Mannschaft, zusammen mit unseren Spielereltern und als Verein.
Das-Run.de: Warum sind Sie, Ihre Mannschaft und Ihr Trainerteam so erfolgreich? Was ist das Geheimnis?
Jeffrey Yankey: Natürlich gehört immer eine gute Idee mit und gegen den Ball dazu. Wenn diese jedoch nicht mit Leben gefüllt wird, ist jeder Plan hinfällig. Die Jungs haben sich im Laufe der Zeit zu einer echten Einheit, zu einer kleinen Familie entwickelt und dem Ganzen eine eigene Seele verliehen. Über die Jahre habe ich für mich ein paar Regeln aufgestellt, die ich meinen Mannschaften immer mitgeben möchte, zum Beispiel: • leave your ego at the door (wichtigste Regel); wenn du fällst, dann fall nach vorne; Niederlagen respektieren, aber nicht akzeptieren und höre niemals auf zu lernen. Ich glaube, dass diese Kombination aus klaren Werten, Inhalten und natürlich, auch einem Quäntchen Spielglück ein guter Cocktail für Erfolg sein kann. Prost (lacht).
Das-Run.de: Herr Yankey, wir bedanken uns bei Ihnen für das tolle Interview und wünschen Ihrem Team weiterhin eine knackige Vorbereitung, um bestmöglich für das Abenteuer NLZ-Liga vorbereitet zu sein. Wir werden uns sicher das ein oder andere historische Spiel ansehen kommen.
Jeffrey Yankey: Vielen Dank für eure Interviewanfrage. Das hat uns als Trainerteam sehr gefreut. Kommt gerne vorbei und schaut euch den höchstklassigen Jugendfußball an Rhein und Mosel genauer an.
Fotoquelle: Privat