Ilyas Trenz war seit 2018 erfolgreich für die zur Saison 2023/2024 in der Fußball-Regionalliga Südwest spielende TuS Koblenz tätig. Er begann als Co- und Cheftrainer verschiedener Mannschaften in der Schängelschmiede und wurde später zum Co-Trainer der 1. Mannschaft ernannt. Unter seiner Mitwirkung führte das Trainerteam den Traditionsverein von der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (Saison 2022/2023, Anmerkung der Redaktion) in die Fußball-Regionalliga Südwest. Anfang September 2023 äußerte der 26-Jährige dann den Wunsch beim Vorstand der Schängel, eine Freigabe für einen Wechsel zum damaligen Fußball-Regionalligisten TSV Alemannia Aachen zu prüfen. Der Vorstand der TuS Koblenz stimmte dem Wechselwunsch zu und erteilte eine Transferfreigabe. Das-Run.de sprach mit Ilyas exklusiv über die ersten Tage in Aachen und wie es zum Engagement bei der traditionsreichen Alemannia vom Tivoli gekommen ist.
Das-Run.de: Hallo Ilyas, danke, dass du uns zu einem Interview zur Verfügung stehst. Wo bist du denn gerade?
Ilyas Trenz: Ich bin gerade in Koblenz und regele die letzten Dinge, bevor ich in Aachen eine neue Wohnung beziehe.
Das-Run.de: Du hast jetzt ein paar Jahre bei der TuS Koblenz als Trainer fungiert und nach den ersten Schritten in der U16 und U17 den Weg in die erste Mannschaft gewagt und als Co Trainer neben Michael Stahl gewirkt.
Ilyas Trenz: Ja, die ersten Trainererfahrungen habe ich noch in meiner Heimat im Saarland als U15-Trainer gesammelt. Ich habe mich dann kurzentschlossen bei der TuS beworben, um im Jugendbereich als verantwortlicher Cheftrainer arbeiten zu wollen. Das hat dann auch geklappt. Ich hatte dann das Glück, dass mich Nils Lappahn förderte und mir die Chance anbot, bei der TuS weitere Verantwortung zu übernehmen und schlussendlich sogar den Schritt in den Herrenfußball zu machen. Wegen meines jungen Alters war das nicht selbstverständlich. Ich habe Nils vieles zu verdanken.
Das-Run.de: Bei Trainer werden meist Qualifikationen vorausgesetzt. Du bist im Besitz der Trainer B-Lizenz. Hast du Ambitionen, dich hier weiterzuentwickeln?
Ilyas Trenz: Ja, schon. Allerdings bereitet die reformierte Trainerausbildung hohe Hürden. Das neue Punktesystem macht es mir nicht einfach, zu einem A-Lizenz Lehrgang zugelassen zu werden. In der Eigenschaft als Regionalliga Co-Trainer kann man nicht ausreichend genug Punkte sammeln, um zeitnah die A-Lizenz angehen zu können. Vielleicht hilft es mir, nach Abschluss meines Studiums schneller an wertvolle Punkte zu kommen.
Das-Run.de: Dein Wechsel zu Alemannia Aachen kam sehr plötzlich. Wie kam es dazu?
Ilyas Trenz: Das war der Wunsch von Heiner Backhaus. Ich habe Heiner näher kennengelernt, als wir mit der TuS Koblenz im Fußball-Pokal gegen den FC Rot-Weiss Koblenz gespielt haben. Heiner hat es wohl positiv vernommen, wie ich an der Linie gearbeitet habe und wie wir vor allem taktisch versucht haben, den FC zu bespielen. Wir haben uns dann ein paar mal auf einen Kaffee getroffen und gemerkt, dass wir in den Dingen, in denen wir uns unterscheiden, gegenseitig viel voneinander lernen können. Später habe ich sogar ein paar Tage beim BFC Dynamo Berlin hospitiert.
Das-Run.de: Jetzt ist Alemannia Aachen eine echte Hausnummer mit beeindruckendem Zuschauerschnitt und sicher auch mit einer hohen sportlichen Erwartungshaltung. Wie viel Respekt hast du vor dieser nicht einfachen Aufgabe?
Ilyas Trenz Durch die Tatsache, dass ich schon früh als Trainer begonnen habe und eigentlich alle meine Aufgaben ambitioniert waren, kenne ich es eigentlich nicht anders als mutig und selbstbewusst zu handeln. Das war auch nie ein Problem ehrlich gesagt. Ich war bei der TuS mit 22 Jahren Co-Trainer in der Fußball-Oberliga und selbst hier war es nicht problematisch. Ich empfinde keinen großen Druck, vielleicht war das entscheidende Relegationsspiel in Großaspach vor 3000 Zuschauern Druck, aber selbst hier habe ich mutig und hochkonzentriert meinen Job erledigt. Ich möchte unbedingt in den Profifußball, da muss ich mit Druck umgehen können.
Das-Run.de: Wie waren denn deine ersten Eindrücke in Aachen?
Ilyas Trenz: Die erste Fahrt nach Aachen, um mich überhaupt mit den Verantwortlichen zu treffen, habe ich vorab genutzt, um mir in Ruhe das Stadion und die Trainingsplätze anzugucken und alles aufzusaugen. Ich wollte spüren, was erwartet mich. Was für Impressionen prasseln auf mich ein. Das Stadion hat mich mächtig beeindruckt. Ich habe mir kurz vorgestellt, vor einer großen Kulisse an der Linie zu stehen. Wahnsinn.
Das-Run.de: Wenn man als Trainer den Schritt in eine größere und höhere Verantwortung geht, muss man sich das zutrauen wollen und können. Du triffst auf einen Kader, dessen Spieler schon Profierfahrung haben. Wie gehst du mental damit um?
Ilyas Trenz: Ehrlich gesagt, habe ich die letzten Jahre genau darauf hingearbeitet eine derartige Situation anzutreffen. Ja, es stimmt, einige Spieler haben in Ligen gespielt, die kenne ich nur aus dem Fernsehen. Mein Fokus lag aber schon in der Vergangenheit darauf, Spiele aus den Profiligen zu gucken und zu analysieren. Ich habe sogar mein Studium etwas hintenangestellt, um mehr Zeit und Erfahrung in diese wichtigen Bausteine zu bekommen. Nach den ersten Trainingseinheiten im Umgang mit den Jungs, hatte ich auch keine Sekunde den Eindruck, als wäre mein junges Alter irgendein Problem. Im Gegenteil: Ich glaube, die Spieler haben meine Kompetenz gemerkt und akzeptiert.
Das-Run.de: Von der TuS dann wegzugehen war sicherlich für beide Seiten nicht ganz einfach. Trotzdem ist der Wechsel mehr als positiv vonstatten gegangen.
Ilyas Trenz: Vor Freude in die Luft gehüpft ist die TuS sicher nicht. Ich habe von der ersten Sekunde mit offenen Karten gespielt und mitgeteilt, dass seitens Alemannia Aachen ein Interesse besteht und ich mir das gerne anhören möchte. Wir haben das wirklich herausragend gemeinsam gelöst und ich bin Christian Krey und Nils Lappahn sehr dankbar. Die TuS hatte aber auch immer gesagt, wenn ich in meiner Trainerkarriere einen neuen Weg gehen möchte, sie mir keine Steine in den Weg legen werden. Mein letztes Spiel war dann extrem emotional. Ich habe dem Vorstand der TuS und der Mannschaft und den Fans sehr viel zu verdanken. Ich bin sehr stolz, Teil der Erfolgsgeschichte TuS Koblenz gewesen zu sein.
Das-Run.de: Vielen Dank für das Gespräch und wir bleiben in Kontakt und verfolgen weiter Deinen Werdegang.
Ilyas Trenz: Vielen Dank, dass ich euer Gast sein durfte. Wi hören wieder voneinander.
Bildquelle: TSV Alemannia Aachen
Das-Run.de: Hallo Ilyas, danke, dass du uns zu einem Interview zur Verfügung stehst. Wo bist du denn gerade?
Ilyas Trenz: Ich bin gerade in Koblenz und regele die letzten Dinge, bevor ich in Aachen eine neue Wohnung beziehe.
Das-Run.de: Du hast jetzt ein paar Jahre bei der TuS Koblenz als Trainer fungiert und nach den ersten Schritten in der U16 und U17 den Weg in die erste Mannschaft gewagt und als Co Trainer neben Michael Stahl gewirkt.
Ilyas Trenz: Ja, die ersten Trainererfahrungen habe ich noch in meiner Heimat im Saarland als U15-Trainer gesammelt. Ich habe mich dann kurzentschlossen bei der TuS beworben, um im Jugendbereich als verantwortlicher Cheftrainer arbeiten zu wollen. Das hat dann auch geklappt. Ich hatte dann das Glück, dass mich Nils Lappahn förderte und mir die Chance anbot, bei der TuS weitere Verantwortung zu übernehmen und schlussendlich sogar den Schritt in den Herrenfußball zu machen. Wegen meines jungen Alters war das nicht selbstverständlich. Ich habe Nils vieles zu verdanken.
Das-Run.de: Bei Trainer werden meist Qualifikationen vorausgesetzt. Du bist im Besitz der Trainer B-Lizenz. Hast du Ambitionen, dich hier weiterzuentwickeln?
Ilyas Trenz: Ja, schon. Allerdings bereitet die reformierte Trainerausbildung hohe Hürden. Das neue Punktesystem macht es mir nicht einfach, zu einem A-Lizenz Lehrgang zugelassen zu werden. In der Eigenschaft als Regionalliga Co-Trainer kann man nicht ausreichend genug Punkte sammeln, um zeitnah die A-Lizenz angehen zu können. Vielleicht hilft es mir, nach Abschluss meines Studiums schneller an wertvolle Punkte zu kommen.
Das-Run.de: Dein Wechsel zu Alemannia Aachen kam sehr plötzlich. Wie kam es dazu?
Ilyas Trenz: Das war der Wunsch von Heiner Backhaus. Ich habe Heiner näher kennengelernt, als wir mit der TuS Koblenz im Fußball-Pokal gegen den FC Rot-Weiss Koblenz gespielt haben. Heiner hat es wohl positiv vernommen, wie ich an der Linie gearbeitet habe und wie wir vor allem taktisch versucht haben, den FC zu bespielen. Wir haben uns dann ein paar mal auf einen Kaffee getroffen und gemerkt, dass wir in den Dingen, in denen wir uns unterscheiden, gegenseitig viel voneinander lernen können. Später habe ich sogar ein paar Tage beim BFC Dynamo Berlin hospitiert.
Das-Run.de: Jetzt ist Alemannia Aachen eine echte Hausnummer mit beeindruckendem Zuschauerschnitt und sicher auch mit einer hohen sportlichen Erwartungshaltung. Wie viel Respekt hast du vor dieser nicht einfachen Aufgabe?
Ilyas Trenz Durch die Tatsache, dass ich schon früh als Trainer begonnen habe und eigentlich alle meine Aufgaben ambitioniert waren, kenne ich es eigentlich nicht anders als mutig und selbstbewusst zu handeln. Das war auch nie ein Problem ehrlich gesagt. Ich war bei der TuS mit 22 Jahren Co-Trainer in der Fußball-Oberliga und selbst hier war es nicht problematisch. Ich empfinde keinen großen Druck, vielleicht war das entscheidende Relegationsspiel in Großaspach vor 3000 Zuschauern Druck, aber selbst hier habe ich mutig und hochkonzentriert meinen Job erledigt. Ich möchte unbedingt in den Profifußball, da muss ich mit Druck umgehen können.
Das-Run.de: Wie waren denn deine ersten Eindrücke in Aachen?
Ilyas Trenz: Die erste Fahrt nach Aachen, um mich überhaupt mit den Verantwortlichen zu treffen, habe ich vorab genutzt, um mir in Ruhe das Stadion und die Trainingsplätze anzugucken und alles aufzusaugen. Ich wollte spüren, was erwartet mich. Was für Impressionen prasseln auf mich ein. Das Stadion hat mich mächtig beeindruckt. Ich habe mir kurz vorgestellt, vor einer großen Kulisse an der Linie zu stehen. Wahnsinn.
Das-Run.de: Wenn man als Trainer den Schritt in eine größere und höhere Verantwortung geht, muss man sich das zutrauen wollen und können. Du triffst auf einen Kader, dessen Spieler schon Profierfahrung haben. Wie gehst du mental damit um?
Ilyas Trenz: Ehrlich gesagt, habe ich die letzten Jahre genau darauf hingearbeitet eine derartige Situation anzutreffen. Ja, es stimmt, einige Spieler haben in Ligen gespielt, die kenne ich nur aus dem Fernsehen. Mein Fokus lag aber schon in der Vergangenheit darauf, Spiele aus den Profiligen zu gucken und zu analysieren. Ich habe sogar mein Studium etwas hintenangestellt, um mehr Zeit und Erfahrung in diese wichtigen Bausteine zu bekommen. Nach den ersten Trainingseinheiten im Umgang mit den Jungs, hatte ich auch keine Sekunde den Eindruck, als wäre mein junges Alter irgendein Problem. Im Gegenteil: Ich glaube, die Spieler haben meine Kompetenz gemerkt und akzeptiert.
Das-Run.de: Von der TuS dann wegzugehen war sicherlich für beide Seiten nicht ganz einfach. Trotzdem ist der Wechsel mehr als positiv vonstatten gegangen.
Ilyas Trenz: Vor Freude in die Luft gehüpft ist die TuS sicher nicht. Ich habe von der ersten Sekunde mit offenen Karten gespielt und mitgeteilt, dass seitens Alemannia Aachen ein Interesse besteht und ich mir das gerne anhören möchte. Wir haben das wirklich herausragend gemeinsam gelöst und ich bin Christian Krey und Nils Lappahn sehr dankbar. Die TuS hatte aber auch immer gesagt, wenn ich in meiner Trainerkarriere einen neuen Weg gehen möchte, sie mir keine Steine in den Weg legen werden. Mein letztes Spiel war dann extrem emotional. Ich habe dem Vorstand der TuS und der Mannschaft und den Fans sehr viel zu verdanken. Ich bin sehr stolz, Teil der Erfolgsgeschichte TuS Koblenz gewesen zu sein.
Das-Run.de: Vielen Dank für das Gespräch und wir bleiben in Kontakt und verfolgen weiter Deinen Werdegang.
Ilyas Trenz: Vielen Dank, dass ich euer Gast sein durfte. Wi hören wieder voneinander.
Bildquelle: TSV Alemannia Aachen