Ilyas Trenz hat im September 2023 den Vereinsverantwortlichen der in der Fußball-Regionalliga Südwest spielenden TuS Koblenz mitgeteilt, dass er zum Fußball-Regionalligisten TSV Alemannia Aachen in die West-Staffel wechseln möchte. Diesem Wunsch hat der TuS-Vorstand zugestimmt und Ilyas damit den Weg geebnet, seine Trainerkarriere fortzuführen. Bei der Alemannia ist Trenz Co-Trainer unter Heiner Backhaus und reitet seit mittlerweile gut eineinhalb Spielzeiten auf einer Erfolgswelle. Im exklusiven Interview berichtet Trenz davon, wie stolz er auf den Gewinn der Meisterschaft und des Landespokals in der Saison 2023/2024 ist. Darüber hinaus erläutert Ilyas, warum das Saisonziel des Fußball-Drittligisten aktuell nur Klassenverbleib lauten kann und weshalb die Fans solch einen großen Einfluss auf den sportlichen Erfolg haben. Viel Spaß beim Lesen.
Das-Run.de: Hallo Ilyas, danke, dass du uns zu einem weiteren Interview zur Verfügung stehst. Wir möchten mit dir über deine bisherige Zeit beim TSV Alemannia Aachen sprechen. Erzähl uns doch gerne zu Beginn einmal, wie du Heiner Backhaus, Cheftrainer der Männermannschaft der Alemannia, kennengelernt hast.
Ilyas Trenz: Hi, danke für die erneute Interviewfrage. Heiner und ich haben uns in Koblenz kennengelernt. Er war Cheftrainer vom FC Rot-Weiss Koblenz und ich Co-Trainer der TuS Koblenz. Da beide Vereine das Stadion Oberwerth nutzen, waren wir Nachbarn. Unsere erste ausführliche Unterhaltung haben wir nach dem Halbfinale im Fußball-Rheinlandpokal in der Saison 2022/2023 geführt, in dem wir mit der TuS 0:2 gegen den FC RW Koblenz verloren haben. Heiner war davon beeindruckt, wie wir als klassentiefere Mannschaft sein Team mit unserem Ballbesitzspiel vor große Herausforderungen stellten. Aus diesen Gesprächen entwickelte sich ein gegenseitiges Interesse, das schließlich in unserer Zusammenarbeit mündete.
Das-Run.de: Ilyas, du bist ja bei der Alemannia der Co-Trainer von Heiner. Wer gehört denn noch zum Trainerteam?
Ilyas Trenz: Unser Trainerteam umfasst neben mir als Co-Trainer die beiden Torwarttrainer Moritz Stehling und Hans Spilmann sowie unseren Athletiktrainer Mele Mosqueda. Zudem ist Julius Schell als Co-Trainer dabei, denn er musste seine Spielerkarriere in dieser Saison verletzungsbedingt beenden. Und natürlich steht an der Spitze unser Cheftrainer Heiner Backhaus.
Das-Run.de: Ilyas, in deiner ersten Saison als Co-Trainer habt ihr in der Fußball-Regionalliga West die Meisterschaft gewonnen und seit somit in Liga drei aufgestiegen. Darüber hinaus habt ihr den Landespokal Mittelrhein gewonnen. Wie blickst du auf die Saison 2023/2024 zurück?
Ilyas Trenz: Es war eine unglaubliche Saison, schwer in Worte zu fassen. Als Heiner und ich nach Aachen kamen, wollten wir den Verein stabilisieren und neue Euphorie entfachen. Die Tatsache, dass wir am Ende mit einer beeindruckenden Serie an Siegen aufsteigen und den Pokal gewinnen würden, das hätten wir uns nicht zu träumen gewagt. In vielen Spielen haben wir uns regelrecht in einen Rausch gespielt, oft erst in den Schlussminuten die entscheidenden Tore erzielt. Besonders nach der Winterpause hatten wir das Gefühl, dass uns auf unserem Weg niemand mehr aufhalten konnte. Die Momente, die dann im Sommer folgten – der Zuschauerrekord in der Fußball-Regionalliga, der Platzsturm nach dem Aufstieg, die Feierlichkeiten mit den Fans – erfüllen mich mit einer riesigen Dankbarkeit und bleiben unvergesslich für mich.
Das-Run.de: Ilyas, wie würdest du das Wachstum des Vereins im Hinblick auf die Zuschaueranzahl, die Infrastruktur und auch die sportliche Entwicklung beschreiben?
Ilyas Trenz: Alemannia Aachen besitzt ein enormes Potenzial. Das Stadion, die Fans, die Historie und die Tradition verleihen dem Verein eine besondere Strahlkraft. Gleichzeitig spürt man, dass der Klub elf Jahre ohne Profifußball hinter sich hat. Besonders die Infrastruktur hat unter den beiden Insolvenzen massiv gelitten. Der Verein befindet sich nun in einem spannenden Umbruch. Die Rahmenbedingungen, insbesondere die Trainingsplätze, müssen an die sportlichen Ansprüche angepasst werden. Zudem werden im Zuge der Professionalisierung neue Positionen mit Fachleuten besetzt, um nachhaltig konkurrenzfähig zu bleiben und Wachstum zu ermöglichen.
Das-Run.de: Welchen Einfluss haben denn die Fans? Schließlich hat die Alemannia Rekorde für die Ewigkeit aufgestellt, was die Zuschaueranzahlen angeht.
Ilyas Trenz: Die Euphorie, die in Aachen durch unsere Saison entfacht wurde, war deutschlandweit einzigartig. Über 30.000 Zuschauer bei Heimspielen in der vierten Liga, dazu ein prall gefüllter Gästeblock bei nahezu jeder Auswärtspartie. Diese Wucht Woche für Woche zu spüren, hat mich mit großem Stolz erfüllt. Es gibt wohl nur wenige Städte, in denen sich die Menschen so stark mit einem Verein identifizieren wie die Oecher mit der Alemannia. Daraus erwächst jedoch auch eine große Verantwortung für uns als handelnde Personen.
Das-Run.de: Letzte Frage zu eurer unglaublich erfolgreichen Saison 2023/2024. Wie hast du dich gefühlt, als du das Saisongeschehen realisiert hast? Die Alemannia ist ja, wie es im Fangesang heißt, aus ihrem Traum aufgewacht.
Ilyas Trenz: Um ehrlich zu sein, brauchte ich nach der Saison zunächst ein paar Tage, um all die Eindrücke zu verarbeiten. Doch letztlich empfand ich vor allem Stolz – auf das Team, das Trainerteam, die Verantwortlichen und die Fans, die diesen Erfolg gemeinsam ermöglicht haben. Dem Traditionsverein TSV Alemannia Aachen ist es für einen kurzen Moment gelungen, eine Stadt, die umliegende Region und die Menschen wieder hinter etwas zu vereinen, das größer ist als der Fußball an sich und in der heutigen Zeit sehr rar geworden ist: Zusammenhalt über verschiedene gesellschaftliche Gruppen hinweg und der Wille, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Die Kraft, die dieser Zusammenhalt entwickelt hat, beeindruckt mich noch immer.
Das-Run.de: Ilyas, du bist weiterhin Co-Trainer von Heiner Backhaus. Durch den Gewinn der Meisterschaft seid ihr in die dritte Liga aufgestiegen. Und man muss sagen, die Halbserie bis zur Winterpause kann sich sehen lassen. Hast du auch deshalb deinen Vertrag verlängert?
Ilyas Trenz: Auf jeden Fall. Vom ersten Tag an habe ich hier das volle Vertrauen von Heiner Backhaus und den Vereinsverantwortlichen gespürt. Nach all dem, was wir gemeinsam erreicht haben, fiel mir die Entscheidung leicht, meinen Vertrag vorzeitig zu verlängern. Ich glaube an diesen Verein, an das enorme Potenzial und an den sportlichen Weg, den wir eingeschlagen haben. Für meine eigene Entwicklung als Trainer ist dies der perfekte Ort – hier kann ich wertvolle Erfahrungen sammeln, die mich auf meinem weiteren Weg prägen werden.
Das-Run.de: Lass uns nochmal etwas genauer auf die laufende Saison schauen. Welche Erfahrungen hast du bislang in Liga drei gemacht?
Ilyas Trenz: Sehr gerne. Die 3. Liga unterscheidet sich grundlegend von den Regionalligen, die ich bisher kennengelernt habe. Besonders in der Spielvorbereitung merkt man die Professionalität der Teams – viele Menschen arbeiten hauptamtlich im Fußball. Die Gegner sind taktisch und strategisch gut aufeinander vorbereitet. Die Spielideen der Teams sind deutlich komplexer und präziser als in der Regionalliga. Doch genau das kommt mir entgegen, denn ich sehe meine Stärken in der taktischen Analyse sowie der Vermittlung und bin ständig auf der Suche nach den kleinen Details, die auf diesem Niveau den Unterschied ausmachen können.
Das-Run.de: Und wie zufrieden seid ihr innerhalb des Trainerteams mit dem Verlauf der aktuellen Saison?
Ilyas Trenz: Für ein endgültiges Fazit ist es noch zu früh, da der Klassenerhalt über allem steht. Bislang gibt es jedoch eine deutliche Diskrepanz zwischen Leistung und Ertrag. In fast jedem Spiel haben wir eine starke Leistung gezeigt und waren dem Sieg näher als der Gegner. Jedoch haben wir zu selten die Punkte geholt, die unserem Chancenübergewicht entsprochen hätten. Jetzt geht es darum, unsere Leistung weiter zu stabilisieren, unserem mutigen, offensiven Spielstil treu zu bleiben und vor allem am Tivoli die entscheidenden Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.
Das-Run.de: Also lautet das Saisonziel nach wie vor Klassenverbleib?
Ilyas Trenz: Auf jeden Fall, der Klassenerhalt hat oberste Priorität. Ich bin überzeugt von unserer Spielweise, vom Charakter der Mannschaft und der Mentalität im Team. Wenn wir fokussiert bleiben, geduldig in den Ergebnissen, aber unnachgiebig in unseren Taten, werden wir die Liga halten – und im Idealfall auch den Pokalsieg verteidigen.
Das-Run.de: Ilyas, für den weiteren Saisonverlauf wünschen wir dir und dem TSV Alemannia Aachen den größtmöglichen Erfolg. Würdest du uns am Ende noch verraten, was die schönsten Momente in deiner Zeit bei der Alemannia gewesen sind?
Ilyas Trenz: Der Aufstieg, der Platzsturm, die Feierlichkeiten, der Pokalsieg, mein erstes DFB-Pokalspiel, der Derbysieg gegen Rot-Weiss Essen im ersten Drittligaspiel für den Verein nach über elf Jahren – die Liste meiner schönen Momente ist lang (lacht). Um ehrlich zu sein, könnte ich damit ein ganzes Trainerjahrzehnt füllen. Doch bei all diesen Momenten ist es wichtig, sich bewusst zu machen: Man ist nur ein kleiner Teil dieses großen Vereins. Herausforderungen und Aufgaben werden nicht kleiner, aber ich gehe sie mit großer Besessenheit und Zuversicht an. Wer weiß – vielleicht wartet der schönste Moment bei der Alemannia ja noch auf mich.
Das-Run.de: Genau dafür wünschen wir dir und deinem Verein viel Erfolg. Danke für deine Zeit. Wir bleiben weiter in Kontakt.
Ilyas Trenz: Vielen Dank, machen wir. Kommt gerne zum letzten Heimspiel. Dann können wir gemeinsam den Klassenverbleib
Das-Run.de: Hallo Ilyas, danke, dass du uns zu einem weiteren Interview zur Verfügung stehst. Wir möchten mit dir über deine bisherige Zeit beim TSV Alemannia Aachen sprechen. Erzähl uns doch gerne zu Beginn einmal, wie du Heiner Backhaus, Cheftrainer der Männermannschaft der Alemannia, kennengelernt hast.
Ilyas Trenz: Hi, danke für die erneute Interviewfrage. Heiner und ich haben uns in Koblenz kennengelernt. Er war Cheftrainer vom FC Rot-Weiss Koblenz und ich Co-Trainer der TuS Koblenz. Da beide Vereine das Stadion Oberwerth nutzen, waren wir Nachbarn. Unsere erste ausführliche Unterhaltung haben wir nach dem Halbfinale im Fußball-Rheinlandpokal in der Saison 2022/2023 geführt, in dem wir mit der TuS 0:2 gegen den FC RW Koblenz verloren haben. Heiner war davon beeindruckt, wie wir als klassentiefere Mannschaft sein Team mit unserem Ballbesitzspiel vor große Herausforderungen stellten. Aus diesen Gesprächen entwickelte sich ein gegenseitiges Interesse, das schließlich in unserer Zusammenarbeit mündete.
Das-Run.de: Ilyas, du bist ja bei der Alemannia der Co-Trainer von Heiner. Wer gehört denn noch zum Trainerteam?
Ilyas Trenz: Unser Trainerteam umfasst neben mir als Co-Trainer die beiden Torwarttrainer Moritz Stehling und Hans Spilmann sowie unseren Athletiktrainer Mele Mosqueda. Zudem ist Julius Schell als Co-Trainer dabei, denn er musste seine Spielerkarriere in dieser Saison verletzungsbedingt beenden. Und natürlich steht an der Spitze unser Cheftrainer Heiner Backhaus.
Das-Run.de: Ilyas, in deiner ersten Saison als Co-Trainer habt ihr in der Fußball-Regionalliga West die Meisterschaft gewonnen und seit somit in Liga drei aufgestiegen. Darüber hinaus habt ihr den Landespokal Mittelrhein gewonnen. Wie blickst du auf die Saison 2023/2024 zurück?
Ilyas Trenz: Es war eine unglaubliche Saison, schwer in Worte zu fassen. Als Heiner und ich nach Aachen kamen, wollten wir den Verein stabilisieren und neue Euphorie entfachen. Die Tatsache, dass wir am Ende mit einer beeindruckenden Serie an Siegen aufsteigen und den Pokal gewinnen würden, das hätten wir uns nicht zu träumen gewagt. In vielen Spielen haben wir uns regelrecht in einen Rausch gespielt, oft erst in den Schlussminuten die entscheidenden Tore erzielt. Besonders nach der Winterpause hatten wir das Gefühl, dass uns auf unserem Weg niemand mehr aufhalten konnte. Die Momente, die dann im Sommer folgten – der Zuschauerrekord in der Fußball-Regionalliga, der Platzsturm nach dem Aufstieg, die Feierlichkeiten mit den Fans – erfüllen mich mit einer riesigen Dankbarkeit und bleiben unvergesslich für mich.
Das-Run.de: Ilyas, wie würdest du das Wachstum des Vereins im Hinblick auf die Zuschaueranzahl, die Infrastruktur und auch die sportliche Entwicklung beschreiben?
Ilyas Trenz: Alemannia Aachen besitzt ein enormes Potenzial. Das Stadion, die Fans, die Historie und die Tradition verleihen dem Verein eine besondere Strahlkraft. Gleichzeitig spürt man, dass der Klub elf Jahre ohne Profifußball hinter sich hat. Besonders die Infrastruktur hat unter den beiden Insolvenzen massiv gelitten. Der Verein befindet sich nun in einem spannenden Umbruch. Die Rahmenbedingungen, insbesondere die Trainingsplätze, müssen an die sportlichen Ansprüche angepasst werden. Zudem werden im Zuge der Professionalisierung neue Positionen mit Fachleuten besetzt, um nachhaltig konkurrenzfähig zu bleiben und Wachstum zu ermöglichen.
Das-Run.de: Welchen Einfluss haben denn die Fans? Schließlich hat die Alemannia Rekorde für die Ewigkeit aufgestellt, was die Zuschaueranzahlen angeht.
Ilyas Trenz: Die Euphorie, die in Aachen durch unsere Saison entfacht wurde, war deutschlandweit einzigartig. Über 30.000 Zuschauer bei Heimspielen in der vierten Liga, dazu ein prall gefüllter Gästeblock bei nahezu jeder Auswärtspartie. Diese Wucht Woche für Woche zu spüren, hat mich mit großem Stolz erfüllt. Es gibt wohl nur wenige Städte, in denen sich die Menschen so stark mit einem Verein identifizieren wie die Oecher mit der Alemannia. Daraus erwächst jedoch auch eine große Verantwortung für uns als handelnde Personen.
Das-Run.de: Letzte Frage zu eurer unglaublich erfolgreichen Saison 2023/2024. Wie hast du dich gefühlt, als du das Saisongeschehen realisiert hast? Die Alemannia ist ja, wie es im Fangesang heißt, aus ihrem Traum aufgewacht.
Ilyas Trenz: Um ehrlich zu sein, brauchte ich nach der Saison zunächst ein paar Tage, um all die Eindrücke zu verarbeiten. Doch letztlich empfand ich vor allem Stolz – auf das Team, das Trainerteam, die Verantwortlichen und die Fans, die diesen Erfolg gemeinsam ermöglicht haben. Dem Traditionsverein TSV Alemannia Aachen ist es für einen kurzen Moment gelungen, eine Stadt, die umliegende Region und die Menschen wieder hinter etwas zu vereinen, das größer ist als der Fußball an sich und in der heutigen Zeit sehr rar geworden ist: Zusammenhalt über verschiedene gesellschaftliche Gruppen hinweg und der Wille, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Die Kraft, die dieser Zusammenhalt entwickelt hat, beeindruckt mich noch immer.
Das-Run.de: Ilyas, du bist weiterhin Co-Trainer von Heiner Backhaus. Durch den Gewinn der Meisterschaft seid ihr in die dritte Liga aufgestiegen. Und man muss sagen, die Halbserie bis zur Winterpause kann sich sehen lassen. Hast du auch deshalb deinen Vertrag verlängert?
Ilyas Trenz: Auf jeden Fall. Vom ersten Tag an habe ich hier das volle Vertrauen von Heiner Backhaus und den Vereinsverantwortlichen gespürt. Nach all dem, was wir gemeinsam erreicht haben, fiel mir die Entscheidung leicht, meinen Vertrag vorzeitig zu verlängern. Ich glaube an diesen Verein, an das enorme Potenzial und an den sportlichen Weg, den wir eingeschlagen haben. Für meine eigene Entwicklung als Trainer ist dies der perfekte Ort – hier kann ich wertvolle Erfahrungen sammeln, die mich auf meinem weiteren Weg prägen werden.
Das-Run.de: Lass uns nochmal etwas genauer auf die laufende Saison schauen. Welche Erfahrungen hast du bislang in Liga drei gemacht?
Ilyas Trenz: Sehr gerne. Die 3. Liga unterscheidet sich grundlegend von den Regionalligen, die ich bisher kennengelernt habe. Besonders in der Spielvorbereitung merkt man die Professionalität der Teams – viele Menschen arbeiten hauptamtlich im Fußball. Die Gegner sind taktisch und strategisch gut aufeinander vorbereitet. Die Spielideen der Teams sind deutlich komplexer und präziser als in der Regionalliga. Doch genau das kommt mir entgegen, denn ich sehe meine Stärken in der taktischen Analyse sowie der Vermittlung und bin ständig auf der Suche nach den kleinen Details, die auf diesem Niveau den Unterschied ausmachen können.
Das-Run.de: Und wie zufrieden seid ihr innerhalb des Trainerteams mit dem Verlauf der aktuellen Saison?
Ilyas Trenz: Für ein endgültiges Fazit ist es noch zu früh, da der Klassenerhalt über allem steht. Bislang gibt es jedoch eine deutliche Diskrepanz zwischen Leistung und Ertrag. In fast jedem Spiel haben wir eine starke Leistung gezeigt und waren dem Sieg näher als der Gegner. Jedoch haben wir zu selten die Punkte geholt, die unserem Chancenübergewicht entsprochen hätten. Jetzt geht es darum, unsere Leistung weiter zu stabilisieren, unserem mutigen, offensiven Spielstil treu zu bleiben und vor allem am Tivoli die entscheidenden Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.
Das-Run.de: Also lautet das Saisonziel nach wie vor Klassenverbleib?
Ilyas Trenz: Auf jeden Fall, der Klassenerhalt hat oberste Priorität. Ich bin überzeugt von unserer Spielweise, vom Charakter der Mannschaft und der Mentalität im Team. Wenn wir fokussiert bleiben, geduldig in den Ergebnissen, aber unnachgiebig in unseren Taten, werden wir die Liga halten – und im Idealfall auch den Pokalsieg verteidigen.
Das-Run.de: Ilyas, für den weiteren Saisonverlauf wünschen wir dir und dem TSV Alemannia Aachen den größtmöglichen Erfolg. Würdest du uns am Ende noch verraten, was die schönsten Momente in deiner Zeit bei der Alemannia gewesen sind?
Ilyas Trenz: Der Aufstieg, der Platzsturm, die Feierlichkeiten, der Pokalsieg, mein erstes DFB-Pokalspiel, der Derbysieg gegen Rot-Weiss Essen im ersten Drittligaspiel für den Verein nach über elf Jahren – die Liste meiner schönen Momente ist lang (lacht). Um ehrlich zu sein, könnte ich damit ein ganzes Trainerjahrzehnt füllen. Doch bei all diesen Momenten ist es wichtig, sich bewusst zu machen: Man ist nur ein kleiner Teil dieses großen Vereins. Herausforderungen und Aufgaben werden nicht kleiner, aber ich gehe sie mit großer Besessenheit und Zuversicht an. Wer weiß – vielleicht wartet der schönste Moment bei der Alemannia ja noch auf mich.
Das-Run.de: Genau dafür wünschen wir dir und deinem Verein viel Erfolg. Danke für deine Zeit. Wir bleiben weiter in Kontakt.
Ilyas Trenz: Vielen Dank, machen wir. Kommt gerne zum letzten Heimspiel. Dann können wir gemeinsam den Klassenverbleib