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Einer der bekanntesten Fußballer im Rheinland ist Eike Mund. Der 36-Jährige feierte im Trikot der TuS Koblenz sein Debüt in Liga drei auf dem Bieberer Berg in Offenbach und war lange Jahre Kapitän der TuS-Reserve. Danach spielte er für den Oberligisten und Rheinlandpokalsieger SV Rossbach/Verscheid, ehe Mund den TuS Mayen vor dem Abstieg in die Bezirksliga rettete. Seine Karriere ließ der defensive Mittelfeldspieler beim SV Oberzissen ausklingen. Auf welche Momente Eike gerne zurückblickt, und warum er nben seiner Zeit als Stützpunkttrainer fortan eine Seniorenmannschaft trainiert, erläutert er im exklusiven Interview.

Das-Run.de: Hallo Eike, lange nichts von dir gehört. Wie geht es dir? Bist du fußballerisch noch aktiv?

Eike Mund: Ja, ich bin noch nach wie vor Stützpunkttrainer in Wehr. Seit 2019 bin ich für Talente aus dem Fußballkreis Rhein/Ahr in den Altersklassen U13 (D-Jugend) und U15 (C-Jugend) zuständig. Ab der Saison 2024/2025 bin ich dann mal wieder Cheftrainer. Beim SV Oberzissen werde ich an der Seitenlinie stehen.

Das-Run.de: Lange Zeit warst du im Fußballverband Rheinland aktiv. An welche Stationen erinnerst du dich besonders gerne zurück?

Eike Mund: Besonders prägend war natürlich meine Jugendzeit in Andernach bis zur B-Jugend in der Regionalliga als Spielklasse. Dann selbstverständlich auch die legendäre Zeit bei der TuS Koblenz. Zunächst in der A-Jugend, dann in der zweiten Mannschaft. Und später dann in der Regionalliga und in Liga drei. Eine tolle Zeit, insgesamt eineinhalb Jahre, habe ich auch beim SV Rossbach/Verscheid in der Oberliga verbracht. Und die fünfeinhalb Jahre TuS Mayen möchte ich natürlich niemals vergessen. Dazu kommt noch ein kleines Intermezzo in Plaidt und eine schöne Zeit in Oberzissen. Dahin kehre ich jetzt, nach zwei Jahren, zurück. Allerdings nicht als Aktiver, sondern als Trainer.

Das-Run.de: Du bist ja mehr oder weniger bei der TuS Koblenz groß geworden und sogar zum Drittligaprofi gereift. Welche Erinnerungen hast du an die TuS-Zeit?

Eike Mund: Bei der TuS hatte ich eine geile Zeit. Unheimlich viele Freundschaften sind damals entstanden. Zu dir lieber Julian, zu Tobi Bauer, Tobi Dahm, Jan Hawel, Seb Hahn und noch viele mehr. Ich hatte auch eine tolle Zeit bei Colin Bell. Insgesamt habe ich dort einfach sehr, viele tolle Menschen kennengelernt. Mein Debüt in der 3. Liga war damals in Offenbach. Ich spielte damals gegen den kanadischen Nationalspieler Olivier Occean. Nach vier Minuten wurde ich dort eingewechselt. Das war schon was ganz Besonderes. Aber auch als Kapitän der Zweiten Mannschaft im Rheinlandpokal aufzulaufen, war ein toller Moment. Wir spielten im Finale in Salmrohr gegen Trier. Ich erinnere mich auch noch an ein Aufstiegsspiel mit der A-Jugend damals gegen Eintracht Frankfurt. In diesem Spiel war ich auch Kapitän und Torschütze zum 1:1 im Hinspiel. Das sind Erlebnisse, die ich ein Leben nicht vergessen werde.

Das-Run.de: Anschließend ging es nach Rossbach. Dort hast du sogar ein DFB-Pokalspiel über 90 Minuten gegen den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 gespielt. Das war eines deiner Karriere-Highlights, oder?

Eike Mund: Ja, das war schon sensationell. Bibiana Steinhaus-Webb war die Schiedsrichterin. Für Mainz spielte noch Eric-Maxim Choupo-Moting. Das Spiel bleibt ebenfalls in meinen Erinnerungen. Auch wenn wir natürlich chancenlos waren. Trotzdem war es grandios.

Das-Run.de: Von 2014 bis 2019 gehörtest du zum Stammpersonal des TuS Mayen. Eine erfolgreiche Zeit in der Rheinlandliga. Geht das überhaupt, ehemals TuS Koblenz und dann nach Mayen?

Eike Mund: Auch in Mayen hatte ich eine geniale Zeit. Ich kam im Winter 2014, ein ganz schwieriger Zeitpunkt. Der TuS Mayen brauchte erfahrene Leute. Ich spielte gemeinsam mit Johannes Grober, den ich ja noch aus Koblenz kannte. Wir haben den TuS Mayen letztlich vor dem Absturz in die Bezirksliga gerettet. Anschließend haben wir mit Thomas Reuter und Sebastian Thielen etwas Tolles aufgebaut. Am Ende meiner Mayener-Zeit spielten wir in der Spitzengruppe der Rheinlandliga. Die Rivalität zwischen der TuS Koblenz und dem TuS Mayen war natürlich gegeben. Am Anfang wurde das sehr kritisch beäugt. Letztlich konnte ich aber mit meiner Leistung überzeugen.

Das-Run.de: Nach einem halben Jahr in Plaidt ging es dann zu deinem besten Kumpel Tobi Dahm nach Oberzissen. 2022 folgte das Karriereende als Spieler. Wie blickst du persönlich auf deine Karriere zurück?

Eike Mund: Ich hatte ein kurzes Intermezzo in Plaidt. Wegen Corona hab ich leider nur zwei Spiele gemacht. In Oberzissen habe ich gerne als Spieler ausgeholfen. Ein toller Verein, eine tolle Gemeinschaft. Jede Station hatte sein Highlight. In Oberzissen haben wir dann auch noch den Kreispokal gewonnen. Und wir haben mit mir als Spielertrainer bei diesem kleinen Verein noch den KIassenerhalt in der Bezirksliga geschafft. Ich blicke glücklich und zufrieden auf meine aktive Spielerkarriere zurück.

Das-Run.de: Gibt es ein persönliches Highlight in deiner Zeit als Spieler?

Eike Mund: Wenn ich mich festlegen müsste, dann wäre es mein Drittligadebüt gegen Kickers Offenbach. Nach vier Minuten wurde ich am Bieberer Berg eingewechselt und habe dann alles für die TuS Koblenz gegeben. In den Zweikämpfen mit Olivier Occean habe ich alles reingeworfen. Das vergisst man nicht. Das ist mein Moment, der mich zum Profi gemacht hat.

Das-Run.de: Hast du noch Kontakt zu ehemaligen Weggefährten?

Eike Mund: Einige Kontakte habe ich noch. Zu Tobi Bauer, Seb Hahn, Jan Hawel. Natürlich auch zu Tobi Dahm. Immer mal wieder läuft man sich noch über den Weg. Schön, dass das so ist.

Das-Run.de: Eike Mund, der Trainer. Das kann ich mir eigentlich gut vorstellen. Du nicht?

Eike Mund: Doch, natürlich. Sonst würde ich das ja alles nicht machen. Sowohl mit Jugendlichen als auch mit Erwachsenen macht mir das Training sehr viel Spaß. Ich hoffe, dass ich meine Philosophie weitergeben kann. Ich möchte Offensiv-Fußball spielen. Dafür stehe ich. Natürlich möchte ich Fußball auch vorleben und lieben.

Bildquelle: Peter Seydel