Im heutigen exklusiven Interview über den sich im Aufwind befindenden Jugendfußball ist Brigitte Ziegler zu Gast. Sie ist fußballbegeistert und seit der Ausgliederung der Fußballabteilung des TuS Rot-Weiss Koblenz im Vorstand des FC Rot-Weiss Koblenz engagiert. Brigitte kümmert sich unter anderem um die Jugend und stand unserer Redaktion demnach als Ansprechpartnerin für den Jugendfußball zur Verfügung. Zu Beginn des Interviews erläutert Brigitte, was genau sich hinter dem Campus Rot-Weiss verbirgt und mit wie viel Leidenschaft aktuell an den infrastrukturellen Maßnahmen gearbeitet wird. Das große Ziel ist nämlich, dass die rot-weißen Fußballer in der neuen Saison auf ihrer neuen Sportanlage in möglichst hohen Spielklassen antreten dürfen. Deshalb berichtet Brigitte auch davon, welche Auswirkungen Abstiege von einzelnen Mannschaften haben und warum die Zusammenarbeit zwischen Jugend- und Seniorenbereich von sehr großer Bedeutung ist. Am Ende berichtet die fußballbegeisterte Frau von persönlichen Zielen, welche durch viel Leidenschaft erreicht werden sollen. Viel Spaß beim Lesen.
Das-Run.de: Hallo Brigitte, herzlich willkommen bei unserer Interviewserie über den sich im Aufwind befindenden Jugendfußball. Stell dich doch gerne einmal der Community kurz vor.
Brigitte Ziegler: Ich bin Brigitte Ziegler und seit dreieinhalb Jahren im Vorstand des FC Rot-Weiss Koblenz zuständig für Jugend & Soziales.
Das-Run.de: Brigitte, wie bist du denn zum Fußballsport gekommen?
Brigitte Ziegler: Fußball begeistert mich schon seit jungen Jahren und so verfolgte ich das Koblenzer Fußball-Geschehen über die Jahre sowie natürlich auch den Profifußball in der Rhein-Mosel-Stadt.
Das-Run.de: Du kümmerst dich beim FC Rot-Weiss Koblenz um die Jugend. Wie bist du denn dazu gekommen?
Brigitte Ziegler: Kurz nach der Ausgliederung des FC Rot-Weiss Koblenz von der TuS Rot-Weiß Koblenz wurde ich von den Verantwortlichen Pit Arndt und Chris Noll angesprochen. Die beiden fragten mich, ob ich mir vorstellen könnte, den FC tatkräftig zu unterstützen. So kam ich dann in den Vorstand des FC Rot-Weiss Koblenz.
Das-Run.de: Und was sind genau deine Aufgaben, Brigitte?
Brigitte Ziegler: Die Aufgaben sind sehr vielfältig und darauf ausgerichtet, die Jugendarbeit mit dem Team zu fördern und zu unterstützen. Hierzu gehören auch strategische und konzeptionelle Aufgaben, administrative Aufgaben, Repräsentation und Öffentlichkeitsarbeit. In den ersten drei Jahren meiner Tätigkeit waren wir in der Jugend ein kleines, aber engagiertes Team. Seit einem guten halben Jahr hat sich in diesem Bereich natürlich viel getan und wir stecken mitten in einem Übergangsjahr beziehungsweise einer Umstrukturierung, die mit dem Campus Rot-Weiss neue Maßstäbe in Koblenz setzen wird. Sonst steht die Teilnahme an den Sitzungen des Vorstandes auf dem Programm, wo über Entscheidungen, welche den Verein betreffen, geredet und entschieden wird.
Das-Run.de: Brigitte, du hast den Campus Rot-Weiss schon angesprochen. Dieser polarisiert mittlerweile in der Region. Wie kam es eigentlich dazu, einen Campus zu gründen?
Brigitte Ziegler: Wie in der vorherigen Frage schon erwähnt, waren wir ein kleines Team. Im Hinblick auf den Neubau der Plätze, der ein Meilenstein für den Verein ist, und den damit noch größer werdenden Aufgaben, war allen Verantwortlichen klar, dass wir uns umstrukturieren müssen. Im Frühjahr 2024 führte der Vorstand dann erste Gespräche mit Michael Rech, der ein sehr engagierter Fußballvisionär mit gut durchdachten Ideen ist, wie die Jugendarbeit im Campus Rot-Weiss erfolgreich umgesetzt werden könnte. Hier waren sich dann alle Beteiligten schnell einig, dass man dieses Projekt gemeinsam in Angriff nehmen möchte. Folglich wurde in den letzten Monaten mit viel Herzblut am Campus Rot-Weiss gearbeitet. Wichtigstes Ziel hier ist, den Kindern und Jugendlichen bis zum Seniorenbereich eine hervorragende Fußballausbildung zu ermöglichen und ihnen gleichzeitig eine Heimat auf dem Oberwerth zu geben, wo sie sich wohlfühlen, Werte vermittelt werden und wir diesen Weg als Verein sportlich und menschlich begleiten.
Das-Run.de: Im Sommer wurde, vor allem personell, schon ordentlich aufgerüstet. Wie lautet dein bisheriges Fazit dazu?
Brigitte Ziegler: Ja, das stimmt. Wir haben auf dem Campus unter der Leitung von Michael Rech mittlerweile knapp 50 Mitarbeiter. Angefangen vom Organisationsteam, dem Campus Development bis hin zum gesamten Trainerstab. Mein Fazit fällt absolut positiv aus. Wir sind auf einem hervorragenden Weg, der noch lange nicht zu Ende ist, da wir uns in einem Übergangsjahr befinden. In diesem wurden schon unfassbar viele gute Schritte gegangen. Wir werden hier weiter daran arbeiten, noch besser und professioneller zu werden.
Das-Run.de: Brigitte, lass uns gerne einmal auf einzelne Mannschaften schauen. Die U19 (A-Junioren) und die U17 (B-Junioren) spielen in der Fußball-Regionalliga Südwest. Sind sie mit der bisherigen Saison zufrieden?
Brigitte Ziegler: Ein paar Punkte mehr wären natürlich schön gewesen, aber wir haben in beiden Mannschaften viele gute Jungs, die ihr Talent und ihre Spielfreude hoffentlich noch besser auf dem Platz zeigen können und somit eine gute und erfolgreiche Rückrunde spielen. Da die Trainer jetzt eine längere Vorbereitung haben, denke ich absolut positiv, dass die Fußball-Regionalliga Südwest als Spielklasse von beiden Mannschaften gehalten werden kann. Das ist natürlich unser Ziel.
Das-Run.de: Dafür drücken wir die Daumen. Dennoch die Frage: Wie schädlich wäre der sportliche Betriebsunfall Abstieg?
Brigitte Ziegler: Das wäre natürlich nicht gut, da es Auswirkungen auf die anderen Mannschaften haben würde und natürlich die Fußball-Regionalliga Südwest für den gesamten fußballerischen Ausbildungsbereich sehr zentral und wichtig ist.
Das-Run.de: Die U18 (jüngerer Jahrgang A-Junioren), U16 (jüngerer Jahrgang B-Junioren) sowie die U15 (C-Junioren) abwärts spielen aktuell auf Kreisebene. Auf welche Spielklassen kann sich die Community noch freuen?
Brigitte Ziegler: Das ist eine schöne Frage (lacht). Wir werden in allen Spielklassen versuchen, im oberen Drittel zu landen beziehungsweise im Idealfall einen schnellen Aufstieg in die nächst höheren Spielklassen zu schaffen. Das geht nicht von heute auf morgen, aber unsere Trainingskonzepte werden sich hoffentlich bald positiv auf dem Platz bemerkbar machen und die Jungs dann einen erfolgreichen Fußball spielen.
Das-Run.de: Neben hochklassigen Jugendmannschaften benötigt ein Verein neben einer ersten Männermannschaft auch einen stabilen Unterbau. Bei euch wurde im Sommer die zweite Mannschaft verstärkt – mit Jungs, die überregional erfolgreich waren. Geht es nur um den Aufstieg am Ende der Saison oder spielen die Jungs mittelfristig noch eine Rolle?
Brigitte Ziegler: Natürlich geht es um den Aufstieg, aber die Mannschaft hat eine solche Spielfreude und ist so engagiert, dass die Jungs auch weiterhin eine Rolle spielen werden. Ein ganz tolles Team, auf das wir sehr stolz sind und ganz wichtig, dass die Jungs untereinander eine so wunderbare Gemeinschaft haben.
Das-Run.de: Nicht zu vernachlässigen ist eure dritte Mannschaft, welche in der Fußball-Kreisliga C9 an den Start geht. Wie bewertest du die Hinserie der dritten Mannschaft?
Brigitte Ziegler: Wir freuen uns sehr über die bisher erfolgreiche Saison der dritten Mannschaft. In diesem Team spielen auch Jungs aus dem ehemaligen Jugendbereich mit viel Herzblut tollen Fußball. Der Erfolg ist absolut hoch einzuschätzen. Außerdem wird der ein oder andere Spieler in Zukunft hier auch spielen und das doch möglichst erfolgreich, vielleicht in einer höheren Klasse. Warten wir die Saison erst einmal noch ab.
Das-Run.de: Brigitte, lass uns weiter über den Übergang in den Seniorenbereich sprechen. Wie wichtig ist es, gut ausgebildete Jungs im Verein zu halten?
Brigitte Ziegler: Das ist sehr wichtig und eines der Hauptziele, Spieler aus der eigenen Jugend durch unsere Fußballausbildung in den Seniorenbereich zu bringen. Wir verfügen über einen breiten Unterbau, richtig. Dennoch wird es hier aber weiter einer Menge Fingerspitzengefühl, Arbeit und Engagement der Trainer bedürfen, um Fußballtalente so zu fördern und auszubilden, dass wir in Zukunft auf mehr eigene Jungs bauen können, um sie schließlich auch in höheren Spielklassen auf den Rasen zu schicken. Wir müssen auch selbst die Voraussetzungen schaffen, dass wir für gut ausgebildete Spieler als Verein attraktiv bleiben. Dies gelingt durch eine erfolgreiche erste und zweite Männermannschaft.
Das-Run.de: Brigitte, wie eng ist bei euch die Zusammenarbeit der U19 und der in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar spielenden ersten Mannschaft?
Brigitte Ziegler: Zwei bis drei Spieler der U 19 nehmen regelmäßig an Trainingseinheiten der ersten Mannschaft teil. Dies ist sehr wichtig, um den Jungs ein Gefühl für den Seniorenbereich zu geben, der natürlich andere Anforderungen und Voraussetzungen an die Spieler stellt. Auch im Trainerstab gibt es einen ständigen Austausch und eine gute Zusammenarbeit, um Kontinuität und gezielte Förderung in der Ausbildung zu erlangen.
Das-Run.de: Lass uns gerne nochmal auf das Thema Infrastruktur schauen. Wie ist denn der Stand der Dinge?
Brigitte Ziegler: Der aktuelle Stand ist, dass die Bauarbeiten in den nächsten Wochen und Monaten, jetzt auch mehr sichtbar für die Menschen, weiter gehen und wir im Sommer zur neuen Saison 2025/2026 auf den neuen Plätzen unsere Heimspiele austragen werden. Dies wird für Rot-Weiss natürlich ein ganz besonderer Moment sein und uns in eine neue Ära katapultieren.
Das-Run.de: In der Fußballbranche wird der Campus Rot-Weiss als die Zukunft des Jugendfußballs in Koblenz gesehen. Wie siehst du das eigentlich?
Brigitte Ziegler: Ich denke, dass wir mit dem Campus Rot–Weiss und der Fertigstellung der Plätze tatsächlich in Koblenz im Jugendbereich neue Maßstäbe setzen können. Dafür müssen wir unsere „Hausaufgaben“ machen, weiterhin an Verbesserungen arbeiten, reflektieren und gemeinsam neue Prozesse voranbringen. Es gibt immer etwas zu tun, aber wir sind auf einem sehr guten Weg.
Das-Run.de: Ist es eine Option, den Campus Rot-Weiss mit der Schängelschmiede der TuS Koblenz zu erweitern? Also eine Art Kooperation im Jugendfußball? Die Frage basiert darauf, dass Herr Rech bei uns im Podcast über einen möglichen JFV Koblenz gesprochen hat.
Brigitte Ziegler: Darüber wird ja schon seit längerem geredet und spekuliert. Grundsätzlich sollte man über Optionen reden können, und somit auch über eine Kooperation mit der TuS Koblenz. Da dies aber aktuell nicht zur Diskussion steht, kann ich hier keine weiteren Angaben machen.
Das-Run.de: Brigitte, lass uns nochmal über dein Amt im Vorstand sprechen. Was sind eigentlich deine persönlichen Ziele als Vorsitzende für Jugend und Soziales?
Brigitte Ziegler: Meine persönlichen Ziele sind, dass wir es tatsächlich schaffen, einen tollen Campus zu entwickeln, auf dem sich alle Spieler des FC Rot-Weiss Koblenz fußballerisch wie menschlich gut aufgehoben fühlen. Wir wollen die Familie Rot-Weiss weiter entwickeln, bei der eine Bindung über Jahre entsteht. Auch an meinen eigenen Fähigkeiten muss ich immer weiter arbeiten, um diese Ziele umzusetzen und mich bestmöglich für den Verein einzusetzen. Zudem möchten wir auch unser soziales Engagement in verschiedenen Projekten verstärken, um Werte, wie Respekt, Mitmenschlichkeit und Teamgeist, zu verankern. Das kommt nämlich in der heutigen Zeit leider oft zu kurz. Und natürlich verfolge auch ich das große Ziel, einen möglichst erfolgreichen Fußball zu spielen. Dadurch kann dann die Arbeit der vielen engagierten Mitarbeiter und Menschen Früchte tragen.
Das-Run.de: Brigitte, wir wünschen den größtmöglichen Erfolg im Hinblick auf das Erreichen der Ziele. Zuletzt noch eine Frage: Ist es angedacht, auch im Mädchenfußball vertreten zu sein?
Brigitte Ziegler: Wir haben ja schon eine Frauenmannschaft im Seniorenbereich und grundsätzlich stehen wir auch Mädchenmannschaften offen gegenüber. Lass uns die Plätze fertigstellen und ab Sommer das erste Jahr mal spielen. Dann können wir über einen Schritt in Richtung Mädchenmannschaften nachdenken und ihn für die Zukunft in Angriff nehmen.
Das-Run.de: Brigitte, dann wünschen wir sportlich alles Gute für die aktuelle Saison und hoffen, dass die Infrastruktur in der Rückserie erfolgreich aufgebaut werden kann.
Brigitte Ziegler: Vielen lieben Dank. Und auch nochmal ein herzliches Dankeschön für die Einladung zu eurer Interviewserie.
Fotoquelle: Privat
Das-Run.de: Hallo Brigitte, herzlich willkommen bei unserer Interviewserie über den sich im Aufwind befindenden Jugendfußball. Stell dich doch gerne einmal der Community kurz vor.
Brigitte Ziegler: Ich bin Brigitte Ziegler und seit dreieinhalb Jahren im Vorstand des FC Rot-Weiss Koblenz zuständig für Jugend & Soziales.
Das-Run.de: Brigitte, wie bist du denn zum Fußballsport gekommen?
Brigitte Ziegler: Fußball begeistert mich schon seit jungen Jahren und so verfolgte ich das Koblenzer Fußball-Geschehen über die Jahre sowie natürlich auch den Profifußball in der Rhein-Mosel-Stadt.
Das-Run.de: Du kümmerst dich beim FC Rot-Weiss Koblenz um die Jugend. Wie bist du denn dazu gekommen?
Brigitte Ziegler: Kurz nach der Ausgliederung des FC Rot-Weiss Koblenz von der TuS Rot-Weiß Koblenz wurde ich von den Verantwortlichen Pit Arndt und Chris Noll angesprochen. Die beiden fragten mich, ob ich mir vorstellen könnte, den FC tatkräftig zu unterstützen. So kam ich dann in den Vorstand des FC Rot-Weiss Koblenz.
Das-Run.de: Und was sind genau deine Aufgaben, Brigitte?
Brigitte Ziegler: Die Aufgaben sind sehr vielfältig und darauf ausgerichtet, die Jugendarbeit mit dem Team zu fördern und zu unterstützen. Hierzu gehören auch strategische und konzeptionelle Aufgaben, administrative Aufgaben, Repräsentation und Öffentlichkeitsarbeit. In den ersten drei Jahren meiner Tätigkeit waren wir in der Jugend ein kleines, aber engagiertes Team. Seit einem guten halben Jahr hat sich in diesem Bereich natürlich viel getan und wir stecken mitten in einem Übergangsjahr beziehungsweise einer Umstrukturierung, die mit dem Campus Rot-Weiss neue Maßstäbe in Koblenz setzen wird. Sonst steht die Teilnahme an den Sitzungen des Vorstandes auf dem Programm, wo über Entscheidungen, welche den Verein betreffen, geredet und entschieden wird.
Das-Run.de: Brigitte, du hast den Campus Rot-Weiss schon angesprochen. Dieser polarisiert mittlerweile in der Region. Wie kam es eigentlich dazu, einen Campus zu gründen?
Brigitte Ziegler: Wie in der vorherigen Frage schon erwähnt, waren wir ein kleines Team. Im Hinblick auf den Neubau der Plätze, der ein Meilenstein für den Verein ist, und den damit noch größer werdenden Aufgaben, war allen Verantwortlichen klar, dass wir uns umstrukturieren müssen. Im Frühjahr 2024 führte der Vorstand dann erste Gespräche mit Michael Rech, der ein sehr engagierter Fußballvisionär mit gut durchdachten Ideen ist, wie die Jugendarbeit im Campus Rot-Weiss erfolgreich umgesetzt werden könnte. Hier waren sich dann alle Beteiligten schnell einig, dass man dieses Projekt gemeinsam in Angriff nehmen möchte. Folglich wurde in den letzten Monaten mit viel Herzblut am Campus Rot-Weiss gearbeitet. Wichtigstes Ziel hier ist, den Kindern und Jugendlichen bis zum Seniorenbereich eine hervorragende Fußballausbildung zu ermöglichen und ihnen gleichzeitig eine Heimat auf dem Oberwerth zu geben, wo sie sich wohlfühlen, Werte vermittelt werden und wir diesen Weg als Verein sportlich und menschlich begleiten.
Das-Run.de: Im Sommer wurde, vor allem personell, schon ordentlich aufgerüstet. Wie lautet dein bisheriges Fazit dazu?
Brigitte Ziegler: Ja, das stimmt. Wir haben auf dem Campus unter der Leitung von Michael Rech mittlerweile knapp 50 Mitarbeiter. Angefangen vom Organisationsteam, dem Campus Development bis hin zum gesamten Trainerstab. Mein Fazit fällt absolut positiv aus. Wir sind auf einem hervorragenden Weg, der noch lange nicht zu Ende ist, da wir uns in einem Übergangsjahr befinden. In diesem wurden schon unfassbar viele gute Schritte gegangen. Wir werden hier weiter daran arbeiten, noch besser und professioneller zu werden.
Das-Run.de: Brigitte, lass uns gerne einmal auf einzelne Mannschaften schauen. Die U19 (A-Junioren) und die U17 (B-Junioren) spielen in der Fußball-Regionalliga Südwest. Sind sie mit der bisherigen Saison zufrieden?
Brigitte Ziegler: Ein paar Punkte mehr wären natürlich schön gewesen, aber wir haben in beiden Mannschaften viele gute Jungs, die ihr Talent und ihre Spielfreude hoffentlich noch besser auf dem Platz zeigen können und somit eine gute und erfolgreiche Rückrunde spielen. Da die Trainer jetzt eine längere Vorbereitung haben, denke ich absolut positiv, dass die Fußball-Regionalliga Südwest als Spielklasse von beiden Mannschaften gehalten werden kann. Das ist natürlich unser Ziel.
Das-Run.de: Dafür drücken wir die Daumen. Dennoch die Frage: Wie schädlich wäre der sportliche Betriebsunfall Abstieg?
Brigitte Ziegler: Das wäre natürlich nicht gut, da es Auswirkungen auf die anderen Mannschaften haben würde und natürlich die Fußball-Regionalliga Südwest für den gesamten fußballerischen Ausbildungsbereich sehr zentral und wichtig ist.
Das-Run.de: Die U18 (jüngerer Jahrgang A-Junioren), U16 (jüngerer Jahrgang B-Junioren) sowie die U15 (C-Junioren) abwärts spielen aktuell auf Kreisebene. Auf welche Spielklassen kann sich die Community noch freuen?
Brigitte Ziegler: Das ist eine schöne Frage (lacht). Wir werden in allen Spielklassen versuchen, im oberen Drittel zu landen beziehungsweise im Idealfall einen schnellen Aufstieg in die nächst höheren Spielklassen zu schaffen. Das geht nicht von heute auf morgen, aber unsere Trainingskonzepte werden sich hoffentlich bald positiv auf dem Platz bemerkbar machen und die Jungs dann einen erfolgreichen Fußball spielen.
Das-Run.de: Neben hochklassigen Jugendmannschaften benötigt ein Verein neben einer ersten Männermannschaft auch einen stabilen Unterbau. Bei euch wurde im Sommer die zweite Mannschaft verstärkt – mit Jungs, die überregional erfolgreich waren. Geht es nur um den Aufstieg am Ende der Saison oder spielen die Jungs mittelfristig noch eine Rolle?
Brigitte Ziegler: Natürlich geht es um den Aufstieg, aber die Mannschaft hat eine solche Spielfreude und ist so engagiert, dass die Jungs auch weiterhin eine Rolle spielen werden. Ein ganz tolles Team, auf das wir sehr stolz sind und ganz wichtig, dass die Jungs untereinander eine so wunderbare Gemeinschaft haben.
Das-Run.de: Nicht zu vernachlässigen ist eure dritte Mannschaft, welche in der Fußball-Kreisliga C9 an den Start geht. Wie bewertest du die Hinserie der dritten Mannschaft?
Brigitte Ziegler: Wir freuen uns sehr über die bisher erfolgreiche Saison der dritten Mannschaft. In diesem Team spielen auch Jungs aus dem ehemaligen Jugendbereich mit viel Herzblut tollen Fußball. Der Erfolg ist absolut hoch einzuschätzen. Außerdem wird der ein oder andere Spieler in Zukunft hier auch spielen und das doch möglichst erfolgreich, vielleicht in einer höheren Klasse. Warten wir die Saison erst einmal noch ab.
Das-Run.de: Brigitte, lass uns weiter über den Übergang in den Seniorenbereich sprechen. Wie wichtig ist es, gut ausgebildete Jungs im Verein zu halten?
Brigitte Ziegler: Das ist sehr wichtig und eines der Hauptziele, Spieler aus der eigenen Jugend durch unsere Fußballausbildung in den Seniorenbereich zu bringen. Wir verfügen über einen breiten Unterbau, richtig. Dennoch wird es hier aber weiter einer Menge Fingerspitzengefühl, Arbeit und Engagement der Trainer bedürfen, um Fußballtalente so zu fördern und auszubilden, dass wir in Zukunft auf mehr eigene Jungs bauen können, um sie schließlich auch in höheren Spielklassen auf den Rasen zu schicken. Wir müssen auch selbst die Voraussetzungen schaffen, dass wir für gut ausgebildete Spieler als Verein attraktiv bleiben. Dies gelingt durch eine erfolgreiche erste und zweite Männermannschaft.
Das-Run.de: Brigitte, wie eng ist bei euch die Zusammenarbeit der U19 und der in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar spielenden ersten Mannschaft?
Brigitte Ziegler: Zwei bis drei Spieler der U 19 nehmen regelmäßig an Trainingseinheiten der ersten Mannschaft teil. Dies ist sehr wichtig, um den Jungs ein Gefühl für den Seniorenbereich zu geben, der natürlich andere Anforderungen und Voraussetzungen an die Spieler stellt. Auch im Trainerstab gibt es einen ständigen Austausch und eine gute Zusammenarbeit, um Kontinuität und gezielte Förderung in der Ausbildung zu erlangen.
Das-Run.de: Lass uns gerne nochmal auf das Thema Infrastruktur schauen. Wie ist denn der Stand der Dinge?
Brigitte Ziegler: Der aktuelle Stand ist, dass die Bauarbeiten in den nächsten Wochen und Monaten, jetzt auch mehr sichtbar für die Menschen, weiter gehen und wir im Sommer zur neuen Saison 2025/2026 auf den neuen Plätzen unsere Heimspiele austragen werden. Dies wird für Rot-Weiss natürlich ein ganz besonderer Moment sein und uns in eine neue Ära katapultieren.
Das-Run.de: In der Fußballbranche wird der Campus Rot-Weiss als die Zukunft des Jugendfußballs in Koblenz gesehen. Wie siehst du das eigentlich?
Brigitte Ziegler: Ich denke, dass wir mit dem Campus Rot–Weiss und der Fertigstellung der Plätze tatsächlich in Koblenz im Jugendbereich neue Maßstäbe setzen können. Dafür müssen wir unsere „Hausaufgaben“ machen, weiterhin an Verbesserungen arbeiten, reflektieren und gemeinsam neue Prozesse voranbringen. Es gibt immer etwas zu tun, aber wir sind auf einem sehr guten Weg.
Das-Run.de: Ist es eine Option, den Campus Rot-Weiss mit der Schängelschmiede der TuS Koblenz zu erweitern? Also eine Art Kooperation im Jugendfußball? Die Frage basiert darauf, dass Herr Rech bei uns im Podcast über einen möglichen JFV Koblenz gesprochen hat.
Brigitte Ziegler: Darüber wird ja schon seit längerem geredet und spekuliert. Grundsätzlich sollte man über Optionen reden können, und somit auch über eine Kooperation mit der TuS Koblenz. Da dies aber aktuell nicht zur Diskussion steht, kann ich hier keine weiteren Angaben machen.
Das-Run.de: Brigitte, lass uns nochmal über dein Amt im Vorstand sprechen. Was sind eigentlich deine persönlichen Ziele als Vorsitzende für Jugend und Soziales?
Brigitte Ziegler: Meine persönlichen Ziele sind, dass wir es tatsächlich schaffen, einen tollen Campus zu entwickeln, auf dem sich alle Spieler des FC Rot-Weiss Koblenz fußballerisch wie menschlich gut aufgehoben fühlen. Wir wollen die Familie Rot-Weiss weiter entwickeln, bei der eine Bindung über Jahre entsteht. Auch an meinen eigenen Fähigkeiten muss ich immer weiter arbeiten, um diese Ziele umzusetzen und mich bestmöglich für den Verein einzusetzen. Zudem möchten wir auch unser soziales Engagement in verschiedenen Projekten verstärken, um Werte, wie Respekt, Mitmenschlichkeit und Teamgeist, zu verankern. Das kommt nämlich in der heutigen Zeit leider oft zu kurz. Und natürlich verfolge auch ich das große Ziel, einen möglichst erfolgreichen Fußball zu spielen. Dadurch kann dann die Arbeit der vielen engagierten Mitarbeiter und Menschen Früchte tragen.
Das-Run.de: Brigitte, wir wünschen den größtmöglichen Erfolg im Hinblick auf das Erreichen der Ziele. Zuletzt noch eine Frage: Ist es angedacht, auch im Mädchenfußball vertreten zu sein?
Brigitte Ziegler: Wir haben ja schon eine Frauenmannschaft im Seniorenbereich und grundsätzlich stehen wir auch Mädchenmannschaften offen gegenüber. Lass uns die Plätze fertigstellen und ab Sommer das erste Jahr mal spielen. Dann können wir über einen Schritt in Richtung Mädchenmannschaften nachdenken und ihn für die Zukunft in Angriff nehmen.
Das-Run.de: Brigitte, dann wünschen wir sportlich alles Gute für die aktuelle Saison und hoffen, dass die Infrastruktur in der Rückserie erfolgreich aufgebaut werden kann.
Brigitte Ziegler: Vielen lieben Dank. Und auch nochmal ein herzliches Dankeschön für die Einladung zu eurer Interviewserie.
Fotoquelle: Privat