Schiedsrichter betreten im Regelfall mit der Intention, möglichst nicht aufzufallen und ein sportliches Kräftemessen mit viel Souveränität zu leiten, das Fußballfeld. In dieser Interviewserie haben wir uns aber bewusst dazu entschieden, den 23. Mann eines Matches in den Vordergrund zu rücken. Im Auftaktinterview dieser exklusiven Reihe ist Alexander Mroß unser Gesprächsgast gewesen. Der 31-Jährige pfeift für den VfR Niederfell und hat es in seiner Zeit als Schiedsrichter bis in die Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar geschafft. Zur besseren Einstimmung auf das Viertelfinale im Fußball-Rheinlandpokal zwischen der TuS Koblenz und dem FC Rot-Weiss Koblenz hat uns Alexander erläutert, wie er zur Schiedsrichterei gekommen und wie sein Weg verlaufen ist. Des Weiteren spricht er von seinen schönsten Momenten und betont, wie viel Lust er auf das Duell zwischen den beiden Fußball-Oberligisten hat. Am Ende gibt der Mathematiker wertvolle Tipps für junge Schiedsrichter und erklärt, warum er und seine beiden Assistenten absolute Teamplayer sind. Viel Spaß beim Lesen.
Das-Run.de: Hallo Alexander, herzlich Willkommen zum Interview. Du pfeifst am heutigen Nachmittag das Viertelfinale im Fußball-Rheinlandpokal zwischen der TuS Koblenz und dem FC Rot-Weiss Koblenz. Stell dich einmal kurz vor, bevor wir über deine Karriere als Schiedsrichter sprechen.
Alexander Mroß: Hallo zusammen, vielen Dank für die Möglichkeit, ein Interview zu führen. Mein Name ist Alexander Mroß und ich bin 31 Jahre alt. Ich pfeife für den VfR Niederfell Begegnungen bis hin zur Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Von Beruf bin ich Mathematiker.
Das-Run.de: Wie bist du Schiedsrichter geworden? Und seit wann hast du deinen Schein in der Tasche?
Alexander Mroß: Ich habe, wie viele Jungs, Fußball gespielt und daran viel Spaß gehabt. Jedoch musste ich früh aufgrund von einer Knieverletzung mit dem Fußballspielen aufhören. Da ich diesem tollen Sport aber erhalten bleiben wollte, hatte ich nur zwei Möglichkeiten: Trainer werden oder als Schiedsrichter fungieren. Ich habe mich dann für die Schiedsrichterei entschieden. Meinen Schein habe ich im Dezember 2012 abgelegt. Seit Januar 2013 bin ich als Schiedsrichter aktiv.
Das-Run.de: Erzähl uns gerne einmal von deinem Aufstieg als Schiedsrichter.
Alexander Mroß: Zu Beginn habe ich Jugendspiele gepfiffen und wurde dabei regelmäßig beobachtet. Nach einigen Partien durfte ich mich dann im Männerbereich ausprobieren, in den untersten Ligen. Zudem wurde ich im Jugendbereich in der Fußball-Rheinlandliga eingesetzt. Irgendwann durfte ich dann Männerspiele in der Fußball-Kreisliga A pfeifen und muss seitdem regelmäßig Leistungsprüfungen ablegen. Als ich dann den Schritt in den Perspektivkader geschafft habe, wurde ich auf Einsätze in der Fußball-Bezirksliga vorbereitet. Auf die Bezirksliga sind dann Einsätze im Verbandsoberhaus gefolgt. Zudem durfte ich in den Junioren-Bundesligen als Assistent fungieren und konnte dabei zahlreiche Vereine wie Dortmund, Leverkusen und Bayern München und natürlich auch heutige Profis wie beispielsweise Youssoufa Moukoko und Jonas Urbig kennenlernen. Nachdem ich zwei Jahre Assistent in den Junioren-Bundesligen gewesen bin, ist mir den Schritt in den überregionalen Fußball gelungen. Seit mittlerweile fünf Jahren darf ich auch Spiele in der Fußball-Oberliga leiten und konnte auch in der Fußball-Regionalliga Erfahrungen als Linienrichter sammeln.
Das-Run.de: Und in welchen Spielklassen pfeift du aktuell?
Alexander Mroß: In dieser Saison habe ich mich dafür entschieden, lediglich als Schiedsrichter zu fungieren. Dort habe ich in der Fußball-Oberliga und in der Fußball-Rheinlandliga mein festes Gespann, mit dem ich Spiele absolviere. Hinzu kommen Einsätze im Fußball-Rheinlandpokal. Auf Verbandsebene setzt mich der Ansetzer vom Fußballverband Rheinland an, im überregionalen Bereich ein Ansetzer des Regionalverbandes Südwest. Vielleicht werde ich zur neuen Saison auch wieder als Assistent in der Fußball-Regionalliga aktiv sein. Als Schiedsrichter kann ich aus Altersgründen sehr wahrscheinlich nicht mehr in die vierte Liga aufsteigen.
Das-Run.de: Alexander, du hast ja sicher schon mehrere Hundert Partien geleitet. Was waren denn deine Highlights?
Alexander Mroß: Ich habe gerade mal im Dfbnet nachgeschaut. Ich habe mittlerweile über 600 Fußballspiele gepfiffen oder als Linienrichter fungiert. Der Linienrichter ist übrigens ab der Fußball-Rheinlandliga in der Meisterschaftsrunde im Einsatz. Ein Highlight ist mein Einsatz an der Linie in der Fußball-Regionalliga Südwest gewesen, als die Kickers Offenbach vor mehr als 6000 Zuschauern gespielt haben. Ebenfalls super war mein Einsatz als Assistent bei dem Spiel Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen in der U17. Das war die Halbfinalbegegnung im Kampf um die nationale Meisterschaft in der U17. Ebenfalls ein toller Moment ist mein Einsatz als Linienrichter im Rheinlandpokalfinale 2023 zwischen dem FC Rot-Weiss Koblenz und dem TuS Immendorf gewesen. Es herrschte eine super Stimmung und der Favorit hat sich nur knapp durchgesetzt. Hinzu kommt, dass ich mich noch gerne an Begegnungen mit Persönlichkeiten erinnere. Unter anderem durfte ich Miroslav Klose in seiner Rolle als Nachwuchstrainer am Campus des FC Bayern München kennenlernen.
Das-Run.de: Alexander, da hast du tatsächlich schon viel erleben dürfen. Ist der Einsatz im Viertelfinale im Fußball-Rheinlandpokal zwischen der TuS Koblenz und dem FC Rot-Weiss Koblenz dennoch etwas besonderes für dich?
Alexander Mroß: Auf jeden Fall ist die Leitung dieses Duells ein Highlight für mich. Ich kenne beide Vereine sehr gut und bin ja auch in Koblenz zur Schule gegangen. Ich pfeife im Gespann mit Manuel Mück und Axel Bach.
Das-Run.de: Und wie bereitet du dich auf das Spiel vor?
Alexander Mroß: Im Laufe der Jahre hat man seine Abläufe entwickelt. Es ist immer von Vorteil, wenn man sich vorab mit den Teams beschäftigt und am Spieltag den Austausch sucht. Ansonsten werden mein Gespann und ich früh da sein, um mit den Mannschaften zu sprechen und eine Platzbegehung zu machen. Es ist als Schiri wichtig zu wissen, in welchem Zustand die Spielfläche ist. Und wie immer geht es darum, als Schiedsrichter so unauffällig wie möglich zu sein, denn dann macht man vieles richtig.
Das-Run.de: Was für ein Spiel erwartest du eigentlich? Und welche Art von Schiedsrichter werden die Zuschauer sehen?
Alexander Mroß: Ich gehe davon aus, dass die Mannschaften sich in den ersten Minuten rantasten. Danach erwarte ich ein klassisches Pokalspiel, bei dem es um alles geht und Emotionen zu sehen sind. Ansonsten kommt es auch auf den Zustand des Rasens im Stadion Oberwerth an. Sofern Kombinationen möglich sind, wird es ein technisches Spiel. Sollte der Untergrund hoppelig sein, dann wird es wohl eher ein Abnutzungskampf. Und was mich angeht, können die Zuschauer und die Mannschaften einen Schiedsrichter erwarten, der Rücksicht auf Emotionen nimmt, aber dennoch seine klare Ansagen machen wird, falls nötig. Wenn Spieler mir sympathisch sind und respektvoll mit mir umgehen, dann gebe ich ihnen diese Wertschätzung auch zurück. Ich möchte nämlich ähnlich wie Patrick Ittrich und Tobias Stieler pfeifen, also nicht krass auffallen und einfach Spaß haben.
Das-Run.de: Alexander, welche Ziele möchtest du als Schiedsrichter noch erreichen?
Alexander Mroß: Ehrlich gesagt bin ich mit dem Erreichten zufrieden und habe keine fixen Ziele mehr. Sollte ich als Backup in der Fußball-Regionalliga doch mal ein Spiel als Schiedsrichter leiten, dann wäre dies ein großer Traum. Ansonsten möchte ich einfach in der Fußball-Oberliga, der Fußball-Rheinlandliga und der Fußball-Bezirksliga auf meine Einsätze kommen und mit Freude auf dem Platz stehen und Begegnungen leiten.
Das-Run.de: Hast du Tipps für junge Schiedsrichter, wie sie sich verbessern können?
Alexander Mroß: Mir persönlich hat es geholfen, von erfahrenen Schiedsrichtern zu lernen. Dabei ist es wichtig, aktiv auf diese zuzugehen und um Rat oder Beobachtung zu fragen, um Feedback zu bekommen. Ansonsten sollte ein Schiedsrichter eine große Leistungsbereitschaft an den Tag legen. Durch regelmäßige Einheiten kann man sich in den Kategorien Sprint, Ausdauer und Intervall, welche bei Leistungsprüfungen bestanden werden müssen, auf einem guten Level halten. Ansonsten schadet es nicht, regelmäßig Regelkunde zu betreiben und auch Videostudium anzuwenden.
Das-Run.de: Alexander, als du vorhin von deinen schönsten Momenten gesprochen hast, sind viele Spiele zum Vorschein gekommen, in denen du der Assistent gewesen bist. Siehst du dich und dein Gespann eigentlich als Team an?
Alexander Mroß: Ja, das kann man so sagen. Ich bin ja fast ausschließlich im Gespann unterwegs und habe dort im Normalfall meine festen Assistenten, mit denen ich während dem Spiel per Headset verbunden bin. So ist während dem Spiel das Kommunizieren gewährleistet. Natürlich besprechen wir uns nach dem Spiel auch, um uns als Team weiterhin zu verbessern. Denn es geht nur, wenn ein Schiedsrichtergespann zusammen an einem Stang zieht. Dabei ist es wichtig, dass ich mich auf die Assisten verlassen kann, und diese eben auch auf mich. Es geht darum, gemeinsam einen guten Job zu machen. Und wenn uns eine Spielleitung mal nicht sonderlich geglückt ist, erkennen wir das an und schauen nochmal gemeinsam auf strittige Szenen, um künftig noch besser als Team auftreten zu können.
Das-Run.de: Alexander, dann sagen wir am Ende des Interviews vielen Dank für deine Zeit. Wir sehen uns im Stadion und wünschen dir eine souveräne Spielleitung in dieser Begegnung gemäß dem Motto “Siegen oder Fliegen”.
Alexander Mroß: Vielen Dank für eure Anfrage für das Interview. Hat mir großen Spaß gemacht. Dann kommt gerne ins Stadion und macht euch euren persönlichen Eindruck von einem hoffentlich tollen Pokalduell, bei dem die Spieler im Vordergrund stehen.
Bildquelle: René Weiss
Das-Run.de: Hallo Alexander, herzlich Willkommen zum Interview. Du pfeifst am heutigen Nachmittag das Viertelfinale im Fußball-Rheinlandpokal zwischen der TuS Koblenz und dem FC Rot-Weiss Koblenz. Stell dich einmal kurz vor, bevor wir über deine Karriere als Schiedsrichter sprechen.
Alexander Mroß: Hallo zusammen, vielen Dank für die Möglichkeit, ein Interview zu führen. Mein Name ist Alexander Mroß und ich bin 31 Jahre alt. Ich pfeife für den VfR Niederfell Begegnungen bis hin zur Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Von Beruf bin ich Mathematiker.
Das-Run.de: Wie bist du Schiedsrichter geworden? Und seit wann hast du deinen Schein in der Tasche?
Alexander Mroß: Ich habe, wie viele Jungs, Fußball gespielt und daran viel Spaß gehabt. Jedoch musste ich früh aufgrund von einer Knieverletzung mit dem Fußballspielen aufhören. Da ich diesem tollen Sport aber erhalten bleiben wollte, hatte ich nur zwei Möglichkeiten: Trainer werden oder als Schiedsrichter fungieren. Ich habe mich dann für die Schiedsrichterei entschieden. Meinen Schein habe ich im Dezember 2012 abgelegt. Seit Januar 2013 bin ich als Schiedsrichter aktiv.
Das-Run.de: Erzähl uns gerne einmal von deinem Aufstieg als Schiedsrichter.
Alexander Mroß: Zu Beginn habe ich Jugendspiele gepfiffen und wurde dabei regelmäßig beobachtet. Nach einigen Partien durfte ich mich dann im Männerbereich ausprobieren, in den untersten Ligen. Zudem wurde ich im Jugendbereich in der Fußball-Rheinlandliga eingesetzt. Irgendwann durfte ich dann Männerspiele in der Fußball-Kreisliga A pfeifen und muss seitdem regelmäßig Leistungsprüfungen ablegen. Als ich dann den Schritt in den Perspektivkader geschafft habe, wurde ich auf Einsätze in der Fußball-Bezirksliga vorbereitet. Auf die Bezirksliga sind dann Einsätze im Verbandsoberhaus gefolgt. Zudem durfte ich in den Junioren-Bundesligen als Assistent fungieren und konnte dabei zahlreiche Vereine wie Dortmund, Leverkusen und Bayern München und natürlich auch heutige Profis wie beispielsweise Youssoufa Moukoko und Jonas Urbig kennenlernen. Nachdem ich zwei Jahre Assistent in den Junioren-Bundesligen gewesen bin, ist mir den Schritt in den überregionalen Fußball gelungen. Seit mittlerweile fünf Jahren darf ich auch Spiele in der Fußball-Oberliga leiten und konnte auch in der Fußball-Regionalliga Erfahrungen als Linienrichter sammeln.
Das-Run.de: Und in welchen Spielklassen pfeift du aktuell?
Alexander Mroß: In dieser Saison habe ich mich dafür entschieden, lediglich als Schiedsrichter zu fungieren. Dort habe ich in der Fußball-Oberliga und in der Fußball-Rheinlandliga mein festes Gespann, mit dem ich Spiele absolviere. Hinzu kommen Einsätze im Fußball-Rheinlandpokal. Auf Verbandsebene setzt mich der Ansetzer vom Fußballverband Rheinland an, im überregionalen Bereich ein Ansetzer des Regionalverbandes Südwest. Vielleicht werde ich zur neuen Saison auch wieder als Assistent in der Fußball-Regionalliga aktiv sein. Als Schiedsrichter kann ich aus Altersgründen sehr wahrscheinlich nicht mehr in die vierte Liga aufsteigen.
Das-Run.de: Alexander, du hast ja sicher schon mehrere Hundert Partien geleitet. Was waren denn deine Highlights?
Alexander Mroß: Ich habe gerade mal im Dfbnet nachgeschaut. Ich habe mittlerweile über 600 Fußballspiele gepfiffen oder als Linienrichter fungiert. Der Linienrichter ist übrigens ab der Fußball-Rheinlandliga in der Meisterschaftsrunde im Einsatz. Ein Highlight ist mein Einsatz an der Linie in der Fußball-Regionalliga Südwest gewesen, als die Kickers Offenbach vor mehr als 6000 Zuschauern gespielt haben. Ebenfalls super war mein Einsatz als Assistent bei dem Spiel Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen in der U17. Das war die Halbfinalbegegnung im Kampf um die nationale Meisterschaft in der U17. Ebenfalls ein toller Moment ist mein Einsatz als Linienrichter im Rheinlandpokalfinale 2023 zwischen dem FC Rot-Weiss Koblenz und dem TuS Immendorf gewesen. Es herrschte eine super Stimmung und der Favorit hat sich nur knapp durchgesetzt. Hinzu kommt, dass ich mich noch gerne an Begegnungen mit Persönlichkeiten erinnere. Unter anderem durfte ich Miroslav Klose in seiner Rolle als Nachwuchstrainer am Campus des FC Bayern München kennenlernen.
Das-Run.de: Alexander, da hast du tatsächlich schon viel erleben dürfen. Ist der Einsatz im Viertelfinale im Fußball-Rheinlandpokal zwischen der TuS Koblenz und dem FC Rot-Weiss Koblenz dennoch etwas besonderes für dich?
Alexander Mroß: Auf jeden Fall ist die Leitung dieses Duells ein Highlight für mich. Ich kenne beide Vereine sehr gut und bin ja auch in Koblenz zur Schule gegangen. Ich pfeife im Gespann mit Manuel Mück und Axel Bach.
Das-Run.de: Und wie bereitet du dich auf das Spiel vor?
Alexander Mroß: Im Laufe der Jahre hat man seine Abläufe entwickelt. Es ist immer von Vorteil, wenn man sich vorab mit den Teams beschäftigt und am Spieltag den Austausch sucht. Ansonsten werden mein Gespann und ich früh da sein, um mit den Mannschaften zu sprechen und eine Platzbegehung zu machen. Es ist als Schiri wichtig zu wissen, in welchem Zustand die Spielfläche ist. Und wie immer geht es darum, als Schiedsrichter so unauffällig wie möglich zu sein, denn dann macht man vieles richtig.
Das-Run.de: Was für ein Spiel erwartest du eigentlich? Und welche Art von Schiedsrichter werden die Zuschauer sehen?
Alexander Mroß: Ich gehe davon aus, dass die Mannschaften sich in den ersten Minuten rantasten. Danach erwarte ich ein klassisches Pokalspiel, bei dem es um alles geht und Emotionen zu sehen sind. Ansonsten kommt es auch auf den Zustand des Rasens im Stadion Oberwerth an. Sofern Kombinationen möglich sind, wird es ein technisches Spiel. Sollte der Untergrund hoppelig sein, dann wird es wohl eher ein Abnutzungskampf. Und was mich angeht, können die Zuschauer und die Mannschaften einen Schiedsrichter erwarten, der Rücksicht auf Emotionen nimmt, aber dennoch seine klare Ansagen machen wird, falls nötig. Wenn Spieler mir sympathisch sind und respektvoll mit mir umgehen, dann gebe ich ihnen diese Wertschätzung auch zurück. Ich möchte nämlich ähnlich wie Patrick Ittrich und Tobias Stieler pfeifen, also nicht krass auffallen und einfach Spaß haben.
Das-Run.de: Alexander, welche Ziele möchtest du als Schiedsrichter noch erreichen?
Alexander Mroß: Ehrlich gesagt bin ich mit dem Erreichten zufrieden und habe keine fixen Ziele mehr. Sollte ich als Backup in der Fußball-Regionalliga doch mal ein Spiel als Schiedsrichter leiten, dann wäre dies ein großer Traum. Ansonsten möchte ich einfach in der Fußball-Oberliga, der Fußball-Rheinlandliga und der Fußball-Bezirksliga auf meine Einsätze kommen und mit Freude auf dem Platz stehen und Begegnungen leiten.
Das-Run.de: Hast du Tipps für junge Schiedsrichter, wie sie sich verbessern können?
Alexander Mroß: Mir persönlich hat es geholfen, von erfahrenen Schiedsrichtern zu lernen. Dabei ist es wichtig, aktiv auf diese zuzugehen und um Rat oder Beobachtung zu fragen, um Feedback zu bekommen. Ansonsten sollte ein Schiedsrichter eine große Leistungsbereitschaft an den Tag legen. Durch regelmäßige Einheiten kann man sich in den Kategorien Sprint, Ausdauer und Intervall, welche bei Leistungsprüfungen bestanden werden müssen, auf einem guten Level halten. Ansonsten schadet es nicht, regelmäßig Regelkunde zu betreiben und auch Videostudium anzuwenden.
Das-Run.de: Alexander, als du vorhin von deinen schönsten Momenten gesprochen hast, sind viele Spiele zum Vorschein gekommen, in denen du der Assistent gewesen bist. Siehst du dich und dein Gespann eigentlich als Team an?
Alexander Mroß: Ja, das kann man so sagen. Ich bin ja fast ausschließlich im Gespann unterwegs und habe dort im Normalfall meine festen Assistenten, mit denen ich während dem Spiel per Headset verbunden bin. So ist während dem Spiel das Kommunizieren gewährleistet. Natürlich besprechen wir uns nach dem Spiel auch, um uns als Team weiterhin zu verbessern. Denn es geht nur, wenn ein Schiedsrichtergespann zusammen an einem Stang zieht. Dabei ist es wichtig, dass ich mich auf die Assisten verlassen kann, und diese eben auch auf mich. Es geht darum, gemeinsam einen guten Job zu machen. Und wenn uns eine Spielleitung mal nicht sonderlich geglückt ist, erkennen wir das an und schauen nochmal gemeinsam auf strittige Szenen, um künftig noch besser als Team auftreten zu können.
Das-Run.de: Alexander, dann sagen wir am Ende des Interviews vielen Dank für deine Zeit. Wir sehen uns im Stadion und wünschen dir eine souveräne Spielleitung in dieser Begegnung gemäß dem Motto “Siegen oder Fliegen”.
Alexander Mroß: Vielen Dank für eure Anfrage für das Interview. Hat mir großen Spaß gemacht. Dann kommt gerne ins Stadion und macht euch euren persönlichen Eindruck von einem hoffentlich tollen Pokalduell, bei dem die Spieler im Vordergrund stehen.
Bildquelle: René Weiss